Unruhen in Los Angeles wegen ICE-Razzien

Trump macht Newsom und Bass für die Unruhen nach ICE-Razzien verantwortlich. In Los Angeles brennen Autos, während diskutiert wird, ob es Aufruhr oder politisches Theater ist.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Unruhen in Los Angeles wegen ICE-Razzien
Los Angeles brennt nach ICE-Razzien

Was passiert, wenn eine Stadt voller ausländischer Flaggen steht und die lokale Polizei wegschaut? Die Unruhen in Los Angeles infolge der Razzien der US-Einwanderungsbehörde (ICE) haben ausgebrannte Fahrzeuge, umzingelte Bundesbeamte und eine politische Klasse hinterlassen, die sich gegenseitig beschuldigt, während die Stadt in Flammen steht. Präsident Trump hat Gouverneur Gavin Newsom und Bürgermeisterin Karen Bass direkt für das „Missmanagement“ bei den Ausschreitungen kritisiert, die er als „die Unruhen von L.A.“ bezeichnete und deren Teilnehmer er als „Randalierer und Aufständische“ abstempelte. Die Bürgermeisterin gibt die Schuld zurück an Trump und macht ihn für das Chaos verantwortlich. Währenddessen geht es auf den Straßen nicht um Pressemitteilungen.

Autonome Fahrzeuge und brennende Polizeistationen

Der Hauptort der Unruhen war die Autobahn 101. Berichten zufolge hielten Demonstranten Bundesbeamte stundenlang unter einer Brücke fest, bewarfen sie mit großen Steinen, Molotowcocktails, E-Scootern und Glasflaschen. Die Polizei von Los Angeles musste Feuerlöscher einsetzen, um die Angriffe abzuwehren, und räumte schließlich den oberen Bereich der Autobahn. Polizeifahrzeuge wurden angezündet, ebenso autonome Fahrzeuge von Waymo sowie weitere Autos in der Umgebung. Bilder der brennenden Stadt gingen um die Welt.

Mexikanische Flaggen in einer US-Stadt

Besonders auffällig war die Präsenz mexikanischer Flaggen bei den Protesten. Los Angeles ist nach Mexiko-Stadt die Stadt mit dem größten Anteil an Bewohnern mexikanischer Herkunft weltweit. Manche argumentieren, dass das Zeigen einer fremden Nationalflagge bei Straßenschlachten keine kluge Strategie für jemanden sei, der angeblich eine Sache verteidigt. Andere weisen darauf hin, dass Medien wie The Guardian diese Flagge in ihrer Berichterstattung nutzten, was die Normalisierung des Phänomens verdeutlicht. Die Debatte darüber, ob dies ein spontaner Aufruhr oder inszeniertes politisches Theater mit professionellen Aktivisten ist, läuft bereits.

Echter Aufruhr oder koordinierte Inszenierung?

Eine nüchterne Analyse deutet darauf hin, dass es keine Barrikaden oder verschanzten Gebäude gibt, sondern Gruppen von einigen hundert Menschen, die sich über soziale Medien koordinieren und an weit voneinander entfernten Punkten auftauchen und wieder verschwinden. Nach dieser Lesart verhält sich die Polizei von Los Angeles gegenüber den Bundeskräften ähnlich wie die katalanische Regionalpolizei Mossos d’Esquadra beim Referendum: Sie lässt sie den Demonstranten schutzlos ausgeliefert. Die These vom politischen Theater gewinnt an Boden, da der Kern aus professionellen Aktivisten besteht und nicht aus einem allgemeinen Aufstand. Die offene Frage bleibt, wie viel davon spontan ist und wie viel Choreografie.

Der demografische Hintergrund, den niemand sehen will

Jenseits des Rauches hat der Vorfall die Debatte über Demografie und Integration neu entfacht. Manche behaupten, ein Land mit ausländischer Bevölkerung zu füllen und dann Gesetze durchzusetzen, während man fremde Flaggen schwenkt, sei ein explosiver Cocktail. Andere erinnern daran, dass nur westliche Christen kaum noch Kinder bekommen und dass der globale Geburtenrückgang – von durchschnittlich fünf Kindern pro Frau auf 2,25 – das Bevölkerungswachstum allein nicht erklärt. Die UNO hatte genau vor diesem drastischen Rückgang der Geburten gewarnt. Das Ergebnis ist eine soziale Spannung, die sich in den USA besonders hart manifestiert.

Was die Zahlen von der Straße sagen

Die Daten der vor Ort berichtenden Medien sprechen von mehreren zerstörten Fahrzeugen, stundenlang blockierten Bundesbeamten und einer Autobahn, die zum Schlachtfeld wurde. Der Vergleich mit anderen Unruhen in US-Städten legt nahe, dass wir es eher mit einem medienwirksamen als einem strukturellen Phänomen zu tun haben. Die politische Maschinerie läuft bereits: Trump greift Newsom und Bass an, Bass attackiert Trump, und mittendrin fragt sich eine Stadt, ob dies der Anfang von etwas Größerem ist oder nur ein weiteres Kapitel im Zirkus.

Am Ende stellt sich nicht die Frage, ob Los Angeles brennt, sondern wer das Feuer schürt und warum. Denn wenn der Rauch verzogen ist, werden die Autos zwar weiterhin verkohlt sein, aber die politischen Gewinne sind längst eingefahren.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (171 Antworten).

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