Unmut über Spaniens Monarchie wächst, doch die Politik traut sich nicht

Die spanische Monarchie sieht sich wachsender gesellschaftlicher Unzufriedenheit gegenüber, doch die politische Klasse meidet die Debatte. Welche Parteien verteidigen sie eigentlich?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Unmut über Spaniens Monarchie wächst, doch die Politik traut sich nicht

Wie lange kann ein System noch bestehen, das nur von den Parteien verteidigt wird, die angeblich hassen, was sie schützen? Die Debatte über die Monarchie in Spanien ist seit Jahren festgefahren, doch in Wirtschaftskreisen wächst die Ungeduld. Das Gefühl: Die Institution ist ein Anachronismus, der nur von der Angst der Parteien am Leben gehalten wird, ein Thema anzufassen, das die Transition (Spaniens Übergang zur Demokratie nach Franco) sprengen könnte.

Die Kosten der Untätigkeit

Das wiederkehrende Argument lautet, dass selbst die radikale Linke, die theoretisch die Republik anstrebt, nicht entsprechend handelt. Man wirft ihr vor, bourbonischer zu sein als der harte rechte Rand. Währenddessen wächst der Unmut: Die Mehrheit der Gesellschaft sieht das Königshaus kritisch, doch die politische Klasse schaut lieber weg. Die alles entscheidende Frage: Muss die Wirtschaft erst am Boden sein, bevor jemand es wagt, die Debatte zu führen? Vorerst sitzt die Krone fest, und den Spaniern fehlt es, so manche meinen, am Mut, das zu ändern.

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