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Ukraine lässt mobilisierte Soldaten bis 60 ohne Urlaub dienen
Das ukrainische Gesetz hält mobilisierte Männer bis zum 60. Lebensjahr in den Reihen, ohne regulären Urlaub im Krieg. Die Debatte, welchem Staat man sein Erwachsenenleben schuldet, ist offen.
Die Frage, welche Schuld man tilgt, wenn Ausbildung und früher Dienst einem Staat galten, der nicht mehr existiert, hat keine eindeutige juristische Antwort. Die Ukraine hält mobilisierte Männer per Gesetz bis zum 60. Lebensjahr in den Reihen, ohne Anspruch auf regulären Urlaub im Krieg.
Die Zwangsmobilmachung in der Ukraine erfasst auch Männer, die ihr Erwachsenenleben in einem anderen Land aufgebaut haben. Das Kriegsrecht verhindert den Urlaub und legt die Dienstgrenze auf 60 Jahre fest.
## Die Regel, die eine Entlassung vor 60 verhindert
Die ukrainische Mobilmachungsgesetzgebung sieht kein freiwilliges Austrittsdatum für Soldaten vor, die während des Kriegsrechts eingezogen wurden. Die gesetzliche Höchstdauer im Militärdienst beträgt **60 Jahre**, der reguläre Urlaub ist für die Dauer des Konflikts ausgesetzt.
Das bedeutet: Ein Mobilisierter kann weder einen eigenen Antrag auf Entlassung stellen noch von den in Friedenszeiten vorgesehenen Ablösungssystemen profitieren. Der einzige Ausweg ist die Entlassung aus Altersgründen, aus medizinischer Unfähigkeit oder durch Verwaltungsentscheid.
## Sowjetische Ausbildung, ukrainischer Staat
Wer eine sowjetische Schule besuchte, in der UdSSR den Wehrdienst ableistete und an einer sowjetischen Universität ausgebildet wurde, erhielt diese öffentlichen Güter von einem Staat, der **1991** aufhörte zu existieren. Die unabhängige Ukraine erbte einen Teil dieser Strukturen, kann aber den Bildungsaufwand derjenigen nicht für sich beanspruchen, die bereits Erwachsene waren, als die Sowjetunion zerfiel.
Das Argument der „Schuld gegenüber dem Vaterland" kollidiert mit dieser Chronologie. Erwerbsleben und Steuern dieser Menschen verteilten sich auf zwei verschiedene Verwaltungen, und keine von beiden deckt den gesamten Zeitraum ab.
## Der doppelte Filter, der in der Debatte erwähnt wird
Manche behaupten, die Mobilmachung treffe nicht alle wehrpflichtigen Ukrainer gleichermaßen. Nach dieser kursierenden Rechnung bleibe jeder mit Verbindungen zu Russland oder Zugehörigkeit zu den Kiew nahestehenden Wirtschaftseliten von der Zwangsrekrutierung ausgenommen. Dies ist eine zugeschriebene Behauptung, kein bewiesener Fakt.
Belegt ist, dass das Kriegsrecht regelmäßig verlängert wird und dass das Höchstdienstalter seit seiner Einführung **2022** bei **60 Jahren** geblieben ist. Konkrete Zahlen zu Mobilisierten werden aus operativen Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht.
## Eine Debatte, die über den Einzelfall hinausgeht
Die Frage nach der Dienstpflicht, wenn die frühere Ausbildung von einem anderen Staat getragen wurde, ist nicht auf die Ukraine beschränkt. Sie betrifft alle aus der sowjetischen Auflösung hervorgegangenen Länder mit Wehrpflicht. Der Unterschied: Die Ukraine wendet sie im Kontext eines offenen Krieges an, wo eine Entlassung auf eigenen Wunsch nicht existiert.
Jede Entscheidung über den Militärdienst und seine rechtlichen Pflichten sollte mit einem auf Militärrecht des jeweiligen Landes spezialisierten Anwalt besprochen werden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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