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Über 100 Hausbesetzer in verlassener Fabrik in Vitoria (Spanien)
Mehr als 100 Hausbesetzer haben eine verlassene Fabrik in Vitoria im Baskenland bezogen, während die Spannungen wegen besetzter leerer Industriegebäude im Baskenland wachsen.
Vitoria: über 100 Hausbesetzer in einer Fabrik aus den 80er Jahren
In Vitoria ist eine verlassene Fabrik aus den 1980er Jahren zur Heimat von mehr als hundert Menschen geworden. Sie warten nicht auf einen Mietvertrag, sondern auf ihre Papiere; in der Zwischenzeit überleben sie mit Karten des Roten Kreuzes, um im Supermarkt einzukaufen. Das Phänomen beschränkt sich nicht auf die Hauptstadt der Provinz Álava: Auch in San Sebastián und Herrera sind besetzte Hallen gemeldet, und der Trend hat inzwischen auch Restaurants erreicht, wie Telemadrid berichtete.
Der Fall hat eine Debatte über die Grenzen der Hausbesetzung entfacht. Manche sprechen von einem koordinierten Plan, um Chaos zu schaffen, mit Phasen, die in der Durchsetzung einer neuen Ordnung gipfeln sollen. Andere verspotten die Besetzer: Sie könnten nicht einmal fegen, lautet der derbste Spott. Es gibt aber auch konkrete Vorwürfe: Die Eigentümer sollen die Zugänge entfernt haben, damit die Besetzung gelang, und die Besetzer würden die Bußgelder klaglos bezahlen.
Auf der dunkleren Seite bringen manche Stimmen die Besetzung mit Bildu (einer baskischen Partei) in Verbindung und spekulieren über Massengräber in den Hallen. Es sind äußerst schwerwiegende, nicht überprüfte Anschuldigungen, die aber das Klima der Spannungen widerspiegeln, das das Phänomen umgibt.
Die unbequeme Frage bleibt offen: Wie lange wird die stille Besetzung eines Industriestandorts, der nichts mehr produziert, toleriert?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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