Trumps Karte von 1941: Island, Azoren, Kanaren nach Grönland

Trump veröffentlicht eine Sicherheitskarte von 1941 mit Grönland, Island, den Azoren, den Kanaren und Kap Verde als Zonen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Trump und die Karte von 1941: Nächste Stationen Island, Azoren, Kanaren?

Der US-Präsident hat eine vor dem Pearl-Harbor-Angriff entworfene Sicherheitskarte wieder aufgerufen, die Grönland, Island, die Azoren, die Kanaren und Kap Verde als notwendige Kontrollzonen für die USA ausweist. Während Trump darauf besteht, dass Grönland amerikanisch sein muss, und das historische Bild tweetet, flammt die geopolitische Debatte auf: Bloße Prahlerei oder realer Plan?

Die Karte, die uns ins Jahr 1941 zurückführt

Die besagte Karte wurde 1941 von US-Strategen erstellt und markierte die Gebiete, die Washington als lebenswichtig für die Sicherheit der Hemisphäre ansah. Sie umfasst nicht nur Grönland, sondern auch Island, die Azoren, die Kanaren und Kap Verde. Trump hat sie in seinen sozialen Medien mit direkten Drohungen gegen die NATO wieder ausgegraben. Analysten erinnern daran, dass die USA ihre weiche und harte Macht in diesen Regionen bereits entfaltet haben: Militärbasen in Grönland und auf den Azoren, diplomatischer Druck auf Spanien und Portugal sowie wachsender Einfluss in Kap Verde.

Imperialismus oder geopolitischer Realismus?

Die Debatte stellt zwei Strömungen gegenüber: Jene, die in Trump einen Strategen sehen, der Seewege und Ressourcen angesichts des chinesischen Vordringens sichern will, und jene, die es als Versuch interpretieren, das amerikanische Imperium der Mitte des 20. Jahrhunderts neu zu erschaffen. Erstere weisen darauf hin, dass der Freihandel mit China der US-Arbeiterklasse nicht genutzt habe, während Letztere daran erinnern, dass die USA historisch das protektionistischste Land sind, das Patente verletzt und Märkte schließt, wenn es ihnen passt. Die Ironie entgeht Beobachtern nicht: Derselbe Trump, der versprach, den Interventionismus zu beenden, droht nun mit der Annexion souveräner Territorien.

Die Debatte über die Wirksamkeit des freien Marktes

Parallel dazu ist die Diskussion in eine scharfe Kritik am Freihandel als Herrschaftsinstrument gemündet. Es wird argumentiert, dass der freie Markt nur den Finanzoligarchien nützt und dass die USA ihre Macht genutzt haben, um ungleiche Bedingungen durchzusetzen, während China ein alternatives Zahlungs- und Handelssystem in Yuan aufbaut. Dass 88 % der internationalen Transaktionen noch in Dollar abgewickelt werden, verdeckt nicht den Trend: Die Entdollarisierung schreitet voran, und Trump antwortet mit einer Annexionskarte.



Die offene Frage bleibt, ob Europa angesichts seiner Unfähigkeit, eine gemeinsame Verteidigung und eine kohärente Außenpolitik zu schaffen, widerstandsfähig sein wird. Unterdessen könnten die Kanaren das begehrteste Stück sein: strategische Lage, eigene Aquifere und eine vom Tourismus abhängige Wirtschaft. Manche spekulieren bereits über ein Abkommen nach dem Muster von Puerto Rico, bei dem Souveränität im Austausch für Investitionen abgetreten wird. Die Zeit drängt, und Trump wartet nicht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (138 Antworten).

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