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Trump will Biden-Begnadigungen per Anordnung aufheben
Trump plant, Bidens Begnadigungen für Hunter und Fauci wegen Autopen-Nutzung aufzuheben. Der Rechtsstreit wird vor US-Gerichten ausgetragen.
Trump will Biden-Begnadigungen per Anordnung aufheben
Kann ein Präsident die Begnadigungen seines Vorgängers widerrufen? Die Exekutivorder, die Trump angeblich unterzeichnet hat, um die von Biden an seinen Sohn Hunter und Dr. Anthony Fauci erteilten Gnadenakten zu annullieren, löst eine beispiellose juristische Auseinandersetzung in den USA aus. Das Argument für diese Maßnahme bezieht sich nicht auf den Inhalt der Begnadigungen, sondern auf ihre Form: die Unterschrift. Nach kursierenden Berichten seien viele Dokumente aus der Endphase von Bidens Amtszeit mit einem Autopen, einer automatischen Unterschriftsvorrichtung, beglaubigt worden, was sie rechtlich nichtig machen würde.
Die Angelegenheit hat zwei Ebenen, die man nicht vermischen sollte. Eine ist politisch: Kann ein Präsident rückgängig machen, was sein Vorgänger getan hat? Die andere ist formal: Ist eine von einer Maschine geleistete Unterschrift eine gültige Begnadigung? Die Debatte vermischt beide Aspekte, was den Großteil des Rauschens erklärt.
Was ist ein Autopen und warum wird seine Nutzung angezweifelt?
Ein Autopen ist ein Mechanismus, der eine handschriftliche Unterschrift reproduziert. Er wird seit Jahrzehnten für Korrespondenz, Routineunterschriften und Dokumente verwendet, die keine physische Anwesenheit des Unterzeichners erfordern. Der hier erhobene Einwand ist, dass seine Nutzung auf Dokumente mit voller Rechtswirkung ausgeweitet wurde, einschließlich Begnadigungen – etwas, das nach üblicher Praxis die persönliche Unterschrift erforderte.
Sollte dies bestätigt werden, wäre die Konsequenz, dass die betroffenen Gnadenakte juristisch nie existiert haben. Dies unterscheidet sich von einer fehlerhaft erteilten Begnadigung, die aufgrund ihres Inhalts angefochten wird; hier wird der gesamte Akt wegen eines Formfehlers attackiert. Diese Unterscheidung ist wichtig, da sie vollständig verschiebt, wer die Beweislast trägt.
Einige argumentieren, dass die Nutzung des Geräts in verschiedenen Verwaltungen verbreitet sei und dass Trump es ebenfalls eingesetzt habe, allerdings nicht für Dokumente mit Rechtswirkung. Dieses Detail, falls bestätigt, schwächt das Argument, dass der Mechanismus allein etwas ungültig macht.
Präventive Begnadigung: Was ist das und warum wirft es Zweifel auf?
Eine gewöhnliche Begnadigung erlässt eine Strafe nach einer rechtskräftigen Verurteilung. Die an Fauci und Hunter Biden erteilte Begnadigung gehört zu einer anderen Kategorie: Sie deckt Straftaten ab, die begangen wurden oder hätten begangen werden können, ohne dass bereits Anklage erhoben oder Verfahren eingeleitet wurden. Dies ist die Formel, die Gerald Ford bei Richard Nixon nutzte, und dieser Präzedenzfall wird in beide Richtungen zitiert.
Das praktische Problem liegt in den Grenzen. Wenn die Begnadigung jede vorstellbare Straftat vor einem bestimmten Datum abdeckt, was bleibt dann übrig? Die häufigste Kritik lautet, dass dies ein Umgehungsgeschäft ist: Die Figur war nicht dafür gedacht, jemanden gegen noch nicht existierende Ermittlungen abzuschirmen.
Im Fall von Hunter Biden gibt es zudem eine frühere Verurteilung, was seine Begnadigung auf einen anderen Boden stellt als die von Fauci. Dieser Unterschied, der in der Diskussion oft verwischt wird, ist für jedes Gericht relevant, das entscheiden muss.
Der Konflikt zwischen Gerichten und dem Weißen Haus
Der Konflikt beschränkt sich nicht nur auf die Begnadigungen. Die Trump-Regierung soll sich geweigert haben, gerichtliche Anordnungen zu befolgen, die bestimmte Abschiebungen stoppten, während die Gerichte die Sache prüften, und ein Einwanderungsbeamter erklärte öffentlich, dass ihm die Entscheidungen der Richter gleichgültig seien. Dieses Ereignis nährt den Vorwurf autoritären Verhaltens.
Die Antwort von der anderen Seite ist symmetrisch: Es wird daran erinnert, dass die vorherige Regierung ein Urteil des Supreme Court zur Erlassung von Studienkrediten ignorierte und den Plan weiterführte. Das Argument lautet, dass richterliche Ungehorsamkeit nicht jetzt begann, sondern kürzlich Präzedenzfälle gleicher Art hatte.
Das Ergebnis ist ein Austausch von Vorwürfen, bei dem jede Seite die Nichtbeachtung durch die andere hervorhebt. Keine der beiden Seiten kommt gut weg, und das institutionelle System bleibt der stille Leidtragende des Streits.
Was kann nun mit Bidens Begnadigungen passieren?
Die Exekutivorder schließt den Fall nicht ab, wie beschrieben; sie öffnet ihn. Jeder Versuch, Verfahren gegen Hunter Biden oder Fauci wieder aufzunehmen, wird vor Bundesgerichten enden, und die grundlegende Frage, die sie lösen müssen, ist nicht politisch, sondern formal: Reicht ein Unterschriftsmangel aus, um eine präsidiale Begnadigung zu annullieren?
Während dies geklärt wird, ist die tatsächliche Situation, dass es keine neuen Verurteilungen oder Festnahmen aufgrund dieser Maßnahme gibt. Die Erwartung, Hunter Biden oder Fauci hinter Gittern zu sehen, ist vorerst nur eine Erwartung.
Das Einzige, was sicher ist, ist, dass die Angelegenheit Monate des Rechtsstreits verbrauchen wird und die endgültige Antwort nicht von einem Dekret kommen wird, sondern von einem Gericht. Zu glauben, dass eine automatische Unterschrift eine Begnadigung stürzt und dies in Wochen gelöst wird, verwechselt Wunschdenken mit dem Justizkalender.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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