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Trinkgeld für Roboter-Kellner: nur 11 Prozent zahlen, 42 Prozent an Menschen
Nur 11 Prozent würden einem Roboter-Kellner Trinkgeld geben, aber 42 Prozent geben, wenn das Geld bei menschlichen Mitarbeitern ankommt. Wer behält es am Ende?
Trinkgeld für einen Roboter: nur 11 Prozent würden geben, 42 Prozent an Menschen
Würden Sie einem Roboter-Kellner Trinkgeld geben? Die Mehrheit sagt nein: Nur 11 Prozent der Gäste würden es tun. Aber die Zahl steigt auf 42 Prozent, wenn bekannt ist, dass das Trinkgeld bei menschlichen Mitarbeitern landet. Die Frage hat es in sich: Wenn die Maschine kein Gehalt bekommt, wer behält dann das Geld?
Eine Analyserichtung vertritt die Auffassung, dass Trinkgeld nie eine Belohnung für guten Service war, sondern ein verdecktes Almosen, damit der Kellner über die Runden kommt. Dass 42 Prozent nur dann geben, wenn ein Mensch dahintersteckt, zeugt nicht von Großzügigkeit, sondern von der Verlegenheit, eine Maschine schmeicheln zu wollen. Manche vergleichen die Geste damit, ChatGPT zu danken: ein Akt ohne echte Gegenseitigkeit.
Wer behält das Trinkgeld für den Roboter?
Das stärkste Argument ist das Geld: Der Roboter bekommt kein Gehalt und zahlt keine Sozialabgaben. Das Trinkgeld würde direkt in die Tasche des Besitzers wandern, der das „integrierte Gastronomiesystem“ ohnehin schon abgeschrieben (oder geleast) hat. Wenn Roboter-Kellner zum Standard werden, wird das Trinkgeld verschwinden. Und die Preise werden weiter steigen, denn die Maschine muss irgendwie bezahlt werden.
Hat es Sinn, einer Maschine zu danken?
Manche erklären, sie würden ein Restaurant mit Roboter-Kellnern nie wieder besuchen, so makellos der Service auch sein mag. Andere meinen, das Höchste, was man einer Maschine hinterlassen kann, seien Muttern und Schrauben – oder schlicht nichts. Die Ironie: Menschliche Dankbarkeit gegenüber KI gibt es längst. Jeder hat schon einmal einem virtuellen Assistenten gedankt. Die Geste sagt mehr über uns aus als über die Maschine.
Unterdessen wissen die künftigen Besitzer der Roboter-Kellner bereits, was sie mit dem Trinkgeld machen werden: den Leasingvertrag abbezahlen. Die Menschen zahlen mal wieder.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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