Torbe in Madrid festgenommen wegen Sexualdelikt

Die Polizei verhaftet den Pornoproduzenten Ignacio Allende, genannt Torbe, am Flughafen Barajas nach einer Anzeige wegen sexueller Nötigung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Torbe in Madrid festgenommen wegen Sexualdelikt
Torbe in Madrid festgenommen wegen Sensual

Kann eine einzige Anzeige jemanden Jahre nach Verbüßung einer Strafe wieder ins Visier der Justiz bringen? Die Policía Nacional verhaftete den Produzenten von Erwachsenenfilmen Ignacio Allende Fernández, im Sektor als Torbe bekannt, am Flughafen Adolfo Suárez Madrid-Barajas aufgrund einer Anzeige einer jungen Frau wegen des Verdachts auf sens Nötigung. Die vom ABC vorab gemeldete Nachricht reaktivierte sofort ein Muster, das sich jedes Mal wiederholt, wenn sein Name auftaucht: die Diskussion über das Gewicht der Aussage der Klägerin gegenüber der Unschuldsvermutung des Beschuldigten.

Was ihm vorgeworfen wird und wo der Fall steht

Im Vordergrund steht die Festnahme, nicht eine Verurteilung. Der Produzent wurde in Barajas nach der Anzeige einer jungen Frau wegen des Verdachts auf sens Nötigung festgenommen, und der Fall befindet sich in der frühesten Phase des juristischen Ablaufs: Aussage der Klägerin, Festnahme und Vorführung vor Gericht. Nichts anderes. Jede Aussage darüber, was passiert ist, bleibt zum Zeitpunkt dieser Diskussion im Bereich des Vermuteten.

Heftig diskutiert wird jedoch der Rahmen. Ein Teil der Analyse vertritt die Ansicht, dass solche Verfahren auf der Aussage der Klägerin beruhen und dies faktisch die Beweislast umkehrt: erst wird festgenommen, dann muss der Beschuldigte seine Unschuld beweisen. Dagegen spricht das klassische Argument: Das Prozesssystem ist genau so konzipiert, dass keine Erzählung ohne Überprüfung akzeptiert wird, und eine Festnahme entspricht keiner Schuld.

Die Vorgeschichte des Produzenten

Es ist nicht das erste Mal, dass sein Name mit Gerichten in Verbindung gebracht wird. Im Material wird daran erinnert, dass er bereits eine frühere Haftstrafe verbüßt hat und dass damals eine bekannte Fernsehmoderatorin eine journalistische Untersuchung seiner Aktivitäten anstieß, ohne einen Spezialbericht mit schlüssigen Beweisen abschließen zu können. Dieses Ereignis wird nun in zwei entgegengesetzte Richtungen argumentativ genutzt: Für manche zeigt es, dass man seit Jahren versucht, ihn zu erwischen; für andere, dass es bisher niemandem gelungen ist.

Einige vertreten die Auffassung, dass seine Entscheidung, nach jener Verurteilung in Spanien zu bleiben, ein strategischer Fehler war und dass es logischer gewesen wäre, das Land zu verlassen. Die Antwort auf der anderen Seite ist prosaischer: Er baute ein Geschäft auf, das funktionierte, ihm Einkommen und Bekanntheit brachte, und von so etwas ist es schwer, rechtzeitig zurückzutreten. Die vollständige Kalkulation dessen, was er in diesem Tauziehen gewinnt und verliert, ergibt ein Bild, das weit weniger episch ist als das, was die Erzählung suggeriert.

Der Name in den Spekulationen

Am Ende der Diskussion taucht ein Eigenname auf: der einer Schauspielerin aus dem Sektor, die angeblich ebenfalls eine Anzeige erstattet hat und deren Beziehung zum Produzenten schlecht geendet haben soll. Die Verbindung wird als Verdacht dargestellt, nicht als Tatsache, und so sollte sie gelesen werden. Das Einzige, was überprüfbar ist, ist, dass es eine zweite Klägerin gibt und dass ihr öffentliches Profil als Content Creatorin für Erwachsene in beide Richtungen genutzt wird: um die Opfererzählung infrage zu stellen und um daran zu erinnern, dass Prostitution oder Prono eine Anzeige nicht ungültig machen.

Der Hintergrundlärm: Rubiales, Feminismus und die Beweislast

Ein Großteil der Unzufriedenheit in der Diskussion betrifft eigentlich nicht diesen Fall. Es geht um das Klima. Der Medienprozess gegen Luis Rubiales wegen des nicht einvernehmlichen Kusses bei einer Spielerin wird als Beweis dafür angeführt, dass bestimmte Angelegenheiten zu einem Justizspektakel werden, das mit öffentlichen Geldern bezahlt wird, und dient dazu, zu messen, mit welchem Maßstab verschiedene Personen behandelt werden. Es ist ein diskutabler Vergleich, aber er erklärt, warum ein individueller Vorfall hier als Symptom gedeutet wird.

Der andere Schwerpunkt ist die wahrgenommene Asymmetrie: Es wird argumentiert, dass falsche Anschuldigungen für die Anzeigenden keine Konsequenzen haben, während echte Opfer warten müssen. Dies ist eine Behauptung, die im Material ohne dokumentarische Belege aufgestellt wird und daher Meinung bleibt. Was tatsächlich ein Faktum ist, ist, dass der Fall weiterhin offen ist und die einzige verfügbare offizielle Version die einer Festnahme wegen des Verdachts auf sens Nötigung ist.

Am Ende lautet die Frage, die alles überschwebt, nicht, ob Torbe sympathisch ist – das ist er kaum für jemanden –, sondern ob ein System, das vor dem Urteil festnimmt, richtig liegt oder falsch handelt. Und diese Frage wird, mit diesen Voraussetzungen, kein Flughafen lösen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (150 Antworten).

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