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Titanic-U-Boot: Die Theorie, die Rothschilds und die Fed verbindet
Das Tauchboot Titan verschwand auf dem Weg zum Titanic-Wrack und weckte erneut Theorien, die den Untergang von 1912 mit der Gründung der Federal Reserve verbinden
Titan, Titanic und die Theorie, die Federal Reserve und Psyop vermischt
Ein Tauchboot mit 10.432 Kilogramm, mit einem einzigen Bullauge, der Rest gesteuert über Bildschirme und einen Videospiel-Controller, tauchte zu den Überresten der Titanic hinab. Es kehrte nicht zurück. Kaum wenige Stunden nach dem Verlust des Kontakts hörte die Nachricht auf, ein Seenotfall zu sein, und wurde zu etwas anderem: ein Magnet für Theorien, die den Untergang von 1912 mit der Gründung der Federal Reserve, der Familie Rothschild und einer Lehrbuch-Psychoperation verknüpfen.
Die harten Fakten sind wenige und liegen offen zutage. Die Titan des Unternehmens OceanGate war mit mehreren wohlhabenden Passagieren an Bord zum Wrack unterwegs. Das Gefährt hatte nur ein einziges Fenster, die übrigen Systeme hingen von Bildschirmen und einem Konsolen-Controller ab – ein Detail, das allein genügt, damit jeder fragt, wer das damals zertifiziert hat. Niemand hat eine überzeugende Antwort gegeben.
Von der Titanic 1912 zur Gründung der Federal Reserve
Hier beginnt das Hauptargument. Es wird behauptet, dass an Bord der Titanic mehrere Gegner von John Pierpont Morgan und der Gründung einer Zentralbank starben und dass die Federal Reserve kurz darauf, 1913, ins Leben gerufen wurde. Aus dieser Übereinstimmung entsteht der Verdacht, dass der Untergang nicht nur ein Eisberg war. Dazu kommt ein populärer Zusatz: die Idee, dass das Schiff nie gesunken ist oder dass tatsächlich die Olympic, sein Schwesterschiff, auf den Grund ging.
Die Losung, die diese Linie zusammenfasst, ist schwer zu überbieten: „Wenn sie einen Film über ein sinkendes Schiff drehen, ist das der sofortige Beweis, dass das Schiff nicht gesunken ist." Mit dieser Messlatte ist jede Touristenexpedition zum Wrack dazu verdammt, zum Symbol zu werden. Es sind 111 Jahre vergangen, und die Frage, welche Interessen auf jenem Deck reisten, ist weiterhin offen.
Der 16. Juni und die 135, die zu gut passt
Zwei numerische Übereinstimmungen stützen den esoterischen Teil. Die erste: Ein verbreitetes Bild mit dem Datum 16. Juni 2020 zeigte ein U-Boot; drei Jahre später wäre ebendieser 16. Juni das offizielle Startdatum des Titanic-Tauchboots. Die zweite stammt aus der Gematrie: OCEAN GATE TITAN ergibt 135; STOCK EXCHANGE ebenfalls 135. Daraus ergibt sich die Frage in den Raum: Wenn das U-Boot implodierte, sehen wir dann auch eine Implosion der Börse?
Keines der beiden „Beweisstücke" hält einer ernsthaften Prüfung stand. Sie funktionieren als Köder, und genau darum geht es bei der Show.
Rothschild im Vorstand und das Schweigen von James Cameron
Der Name, der am häufigsten kursiert, ist David de Rothschild, der laut den verbreiteten Veröffentlichungen mit dem Vorstand von OceanGate in Verbindung gebracht wird. Dazu kommen zwei weitere Details, wiederum laut diesen Veröffentlichungen: Die Ehefrau des Geschäftsführers stammte von Titanic-Opfern ab, und einer der Insassen war mit dem Weltwirtschaftsforum und dem SETI-Programm verbunden. Mit diesem Cocktail schreibt sich die Verschwörungslesung von selbst.
Es gibt ein Schweigen, das genauso auffällt wie die kursierenden Botschaften: das von James Cameron. Der Regisseur von Titanic ist der Mensch, der am häufigsten zum 1985 lokalisierten Wrack hinabgestiegen ist, und er hat sich nicht öffentlich zu dem Vorfall geäußert. Die Medien suchten ihn vergeblich. In einer Angelegenheit, in der jede Abwesenheit als Beweis gelesen wird, zählt dieses Schweigen doppelt.
Implosion, Simulation oder Nebelkerze
Die Erklärungen verteilen sich. Eine besagt, dass das Gerät implodierte und der Tod augenblicklich war. Eine andere deutet an, dass das Tauchboot dasselbe war, das beim Angriff auf die Nord-Stream-Pipeline und einen ukrainischen Staudamm eingesetzt wurde, und dass es zerstört wurde, um Spuren zu beseitigen. Eine dritte, bodenständigere spricht von einer abgesprochenen Verschwindung: den Tod vortäuschen, um Steuerbehörden oder Justiz zu entgehen, Schönheitsoperation inklusive und ab ins Leben, das sind nur zwei Tage.
Manche heben die Sache auch auf eine andere Ebene: Nachrichten von solcher Reichweite seien das physische Echo von etwas, das auf einer ätherischen Ebene geschah und danach manipuliert wurde, um zu verwirren. Und eine vierte Lesart, verbreitet von einer Kolumnistin des New York Post, behauptet, die Biden-Administration kenne die Implosion seit Sonntag und habe die Veröffentlichung abgewartet, um die Aussagen von IRS-Whistleblowern im Fall Hunter Biden zu vertuschen. Letzteres ist eine veröffentlichte Anschuldigung, kein bewiesener Fakt.
Was weiterhin nicht aufgehen will
Das Überprüfbare endet schnell: ein verschwundenes Gerät, eine als sicher geltende Implosion und ein Unternehmen, das nichts Belastbares erklärt hat. Alles Übrige – die 135, der 16. Juni, der Vorstand, das Schweigen des Filmemachers – hängt ohne Antwort in der Luft. Die Titanic sank vor mehr als einem Jahrhundert und zieht bis heute jede Nachricht in die Tiefe, die ihr zu nahe kommt. An dieser Stelle stockt die Analyse.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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