Texas: Hohe Mieten und Property Tax fressen Ersparnisse

Durchschnittsmiete in Texas bei 5.000 USD; hohe Grundsteuer frisst jährliche Einsparungen auf.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Texas: Hohe Mieten und Property Tax fressen Ersparnisse
Leben in Texas: 5.000-Dollar-Mieten und hohe Property Tax

Ein normales Haus in einer x-beliebigen Wohnsiedlung in Texas, ohne Luxus und ohne Geschichte, mit einer monatlichen Miete, die nicht unter 5.000 Dollar liegt. Das ist die Zahl, die das Prospekt zerstört. Texas wird als Steuerparadies der USA verkauft — keine staatliche Einkommensteuer, günstiges Land, reichlich Arbeit — aber die realen Kosten für eine Niederlassung dort werden in Positionen entschieden, die kaum jemand erwähnt: die Property Tax, Versicherungen, Gebühren für die Eigentümergemeinschaft und ein Wohnungsmarkt, der in den Großstädten seit geraumer Zeit überhitzt ist. Die Ersparnis schrumpft so stark zusammen, dass sie sich mit den Lebenshaltungskosten vermischt. Und es ist kein subjektiver Eindruck: Das sagen die Bewohner vor Ort.

Was kostet die Miete eines Hauses in Texas?

Die Miete ist die erste Rechnung, die den Vergleich entkräftet. In bestimmten Gebieten des Bundesstaates liegt die Miete für ein durchschnittliches Haus nicht unter 5.000 Dollar pro Monat. Addiert man die Hausratversicherung hinzu, die ebenfalls explodiert ist, sowie die Gebühren der Eigentümergemeinschaft und die Instandhaltung, behält der Vermieter nur die Hälfte der Einnahmen. Deshalb lohnt sich für viele Mieter das Mieten selbst bei diesen Beträgen: Die Verhandlungsposition des Vermieters ist nicht so komfortabel wie es scheint, wenn seine Fixkosten die Mietzahlung auffressen.

Der Kauf ist auch keine Lösung. In Austin können sich viele Menschen den Kauf in der Stadt nicht leisten und ziehen an den Rand, in Siedlungen mitten im Nirgendwo zwischen Autobahnen und Einkaufszentren, wobei das Auto als Prothese für absolut alles dient. „Ein toller Plan“, ironisieren Insider. Wer in der Stadt kaufen kann, sollte sich vorbereiten: Die Property Tax verschlingt Tausende Dollar pro Jahr.

Sind die Steuern in den USA wirklich so niedrig?

Die Erzählung vom Steuerparadies hat ein Rechenproblem. In Florida, ohne staatliche Einkommensteuer, versteuert sich ein Einkommen von 200.000 Dollar zu etwa 25%; bei 300.000 steigt es auf 29%; und bei einer Million geht es auf 36%. In New York bewegt sich der entsprechende Steuersatz zwischen 31% und 35%. In Spanien spricht man bei denselben Zahlen von 40% bis 41%, und von 45% in der obersten Stufe. Weniger, ja. Aber weniger als die Hälfte? Nein.

Die Zahlen, die in Podcasts und Informationskanälen über die geringen Abgaben dort wiederholt werden, laden zur Differenzierung ein. Wenn man korrekt deklariert, schrumpft die Differenz, und auf die Rechnung müssen noch die Immobilie, die Property Tax und die damit verbundenen Kosten addiert werden. Die US-Steuerlast ist in mehreren Stufen niedriger, aber sie ist nicht das paradiesische Steueridyll ohne Gegenleistung, das beworben wird. Als Maßstab taucht Dallas in der Diskussion genau wegen des Gegenteils auf: Dort ist das Problem nicht mehr die Besteuerung, sondern dass die Wohnkosten durch die Decke gegangen sind.

Warum verdrängt die Property Tax die Bevölkerung aus dem Osten von Austin?

Die Grundsteuer (Property Tax) ist das Instrument, mit dem sich die Kommunen finanzieren, und ihre Nebenwirkung ist die Verdrängung. In Austin haben die Erhöhung der Property Tax und die Umwidmung von Grundstücken dazu geführt, dass die hispanische Bevölkerung, die seit Jahrzehnten im Osten der Stadt lebt, verdrängt wurde, so lautet die Interpretation von Insidern: Flächen werden umgewidmet, um neue Apartmentgebäude oder Hotels zu errichten, und die Einnahmen fließen über die Steuer. Der Immobilienbesitz verteuert sich, viele können sich nur noch eine Miete leisten, und wer Eigentümer werden will, landet am Stadtrand, zwischen Autobahnen. Derselbe Mechanismus, der die Gemeindekassen füllt, leert die Viertel.

Das andere Lager: Waffen, Eigentum und „Wenn es dir nicht gefällt, geh weg“

Gegen diese Lesart gibt es eine andere, die im Grunde die Zahlen nicht bestreitet: Sie stellt infrage, ob sie relevant sind. Es wird argumentiert, dass man dort ein Haus auf seinem Grundstück bauen kann, ohne jemanden um Erlaubnis zu fragen, und dass, wenn jemand zum Stehlen eindringt, die Antwort ein Schuss sein kann, woraufhin man einfach weitermacht. Es ist das Anti-Proge-Paradies der Propaganda, mit Freiheit als erstem Gebot und Privateigentum als Zivilreligion.

Diese Freiheit hat Kleingedrucktes. In Kirchen erlaubt das Gesetz das Tragen von Waffen, aber jede Gemeinde setzt ihre Grenzen: In den meisten werden Waffen nur mit Lizenz und versteckt akzeptiert, in anderen — vor allem katholischen — überhaupt nicht. Das Haus des Herrn, heißt es, sei kein Ort, um bewaffnet zu erscheinen.

Der Vergleich, den niemand gewinnt

Es gibt auch Menschen, die seit Jahren dort leben und die Begeisterung dämpfen. Texas habe nicht die landschaftliche Vielfalt von Andalusien, behaupten sie aus der Erfahrung, in beiden Orten gelebt zu haben, und die 600 Kilometer Küste kompensierten nicht das, was andere Regionen an Landschaft und Gastronomie böten. Italienisches Essen werde zudem mit dem Argument abgetan, dass es zu 80% aus Pasta oder Pizza bestehe. Andere hingegen behalten gute Erinnerungen an das Land und die Leute nach einer Arbeitszeit dort. Die Diskrepanz bezieht sich nicht auf Fakten: Sie betrifft die Erwartungen.

Die steuerliche Differenz existiert. Aber bei einer Miete von 5.000 Dollar pro Monat, einer Property Tax von Tausenden Dollar jährlich und einer Versicherung, die ständig steigt, schrumpft die Ersparnis so stark zusammen, dass sie sich mit den Lebenshaltungskosten vermischt. Die Umziehenden entdecken dies bei ihrer ersten Steuererklärung. Diejenigen, die bereits dort leben, sagen es seit Jahren.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (202 Antworten).

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