Temperatursturz nach der Finsternis: Ein Atlantiktief ist die Ursache

Nach der Finsternis sinken die Temperaturen um bis zu 7 Grad – schuld ist jedoch ein Atlantiktief, nicht der Mond.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Temperaturrückgang nach der Finsternis: Das steckt hinter dem kühleren Wetter

Ist die Sonnenfinsternis schuld am Wetterumschwung? Die Prognosen sagen für die kommenden Tage einen Rückgang um bis zu 7 Grad voraus, doch die meteorologische Erklärung liegt nicht im Mondtransit. Die Bildung eines Tiefs über dem Nordatlantik am 13. und 14. August und das Heranführen einer kühleren Luftmasse sorgen dafür, dass der Hitze eine Pause gegönnt wird.

Ein Atlantiktief schiebt die Hitze weg

Die Vorhersagemodelle zeigen bereits für Mitte August die Bildung eines Tiefs über dem Nordatlantik. Am Wochenende wird sich diese kühle Luftmasse ausdehnen und die Temperaturen um 6 bis 7 Grad unter die aktuellen Werte drücken. Das ist keine Anomalie: Die Karten deuteten seit Wochen auf diesen Wechsel des atmosphärischen Musters hin, mit Regenfällen, die bereits im Osten Spaniens aufgetreten sind, von den Gebirgen in Albacete und Murcia bis nach Navarra.

Die Finsternis: eine Zufälligkeit, die Schlagzeilen verkauft

Ein felsiger Himmelskörper, der für ein paar Minuten dazwischengeschaltet wird, hat keine Kraft, Luftmassen zu bewegen. Die Verbindung zwischen der Finsternis und dem kühleren Wetter ist reiner Bestätigungsfehler: Wenn die Hitze drückt, ist jede Ausrede gut, um Erleichterung anzukündigen. Die Realität ist prosaischer: Die Tage werden kürzer, die Sonneneinstrahlung lässt nach, und die Atlantiktiefs beginnen ihren jahreszeitlichen Abstieg. Das Phänomen auf den Mondtransit zu schieben, ist wie den Mond für die Gezeiten verantwortlich zu machen: in einem anderen Kontext richtig, hier irrelevant.

Die zweite Augusthälfte: Gewitter und kühle Luft

Historisch bringt die zweite Augusthälfte in weiten Teilen Spaniens einen Wetterwechsel. Gewitter und die für das Sommerende typische Unstabilität sind klassisch, mit Episoden von Gota fría oder DANA (Höhentiefs). Im Norden bleiben die Höchstwerte bei 21–24 Grad, und die Nächte werden kühler. Ende September gibt es zwar noch das Veranillo de San Miguel (eine späte Sommerwarmephase), doch der meteorologische Sommer ist gezählt.

Wenn Sie also sehen, wie das Thermometer fällt, danken Sie nicht der Finsternis. Schauen Sie besser auf die Druckkarten: Die Atmosphäre kündigt seit Wochen an, dass der Sommer zu Ende geht. Der Mond macht derweil einfach sein eigenes Ding.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (67 Antworten).

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