Zweimal durch die Bus-Praktikumsprüfung zu fallen ist keine Anomalie: es ist der Durchschnitt
Die Theorieprüfung beim ersten Versuch zu bestehen und bei der praktischen Prüfung im Straßenverkehr für Busse durchzufallen, ist häufiger, als Fahrschulen zugeben. Ein aktiver Berufskraftfahrer, der drei Führerscheine besitzt und sieben Prüfungen beim ersten Mal bestanden hat, sah seinen achten Versuch – die praktische Prüfung für den D-Führerschein – zum zweiten Mal scheitern. Die Konsequenz ist nicht nur emotional: Er muss Papiere erneuern und bis November auf einen dritten Versuch warten, der zudem mit seiner Arbeit als Taxifahrer zusammenfällt. Dieser Fall deckt ein Muster auf, dem jeder begegnen wird, der davon träumt, einen Bus zu fahren: Die Ausbildung von Berufskraftfahrern ist zu einem teuren, langsamen Flaschenhals geworden, mit Prüfern, die das Fahrzeug, das sie bewerten, in vielen Fällen nie selbst gefahren haben.
CAP, D und C: Der Hindernislauf, von dem niemand spricht
Der Weg zum Busfahren in Spanien ist keine einzelne Prüfung: Es ist ein administrativer Parcour. Zuerst die allgemeine Theorie, dann die spezifische Theorie, danach Manöver auf einem geschlossenen Übungsplatz und schließlich die praktische Prüfung im echten Straßenverkehr. Hinzu kommt der CAP (Certificado de Aptitud Profesional), ein obligatorisches Berufskompetenzzertifikat, das mehrere Fahrer als eine Pflichtveranstaltung mit geringer Schwierigkeit beschreiben. Der Widerspruch ist offensichtlich: Der CAP wird fast automatisch bestanden, aber die praktische Prüfung im Straßenverkehr blockiert über Monate.
Manche behaupten, das Problem liege nicht am Schüler, sondern am System. Fahrschulen haben laut verschiedenen Berichten Wartelisten von mehreren Monaten, weil die Durchfallquoten hoch sind und Prüfer knapp sind. Ein Fahrer, der den C-Führerschein erwarb, berichtete, dass er vier Fahrstunden für Manöver mit vier verschiedenen Lehrern hatte und praktisch allein auf dem Platz endete, mit minimalen Anweisungen. Die Gleichgültigkeit des Ausbilders ist für viele die erste Ursache des Scheiterns.
Was kostet es, durch die Bus-Prüfung zu fallen?
Die Rechnung ist der Teil, den niemand bestreitet. Zwischen Einschreibegebühren, Steuern, Unterrichtsstunden und Fahrtkosten kann ein angehender Berufskraftfahrer mehr als 2.000 Euro ausgeben, vorausgesetzt, er besteht innerhalb einer angemessenen Anzahl von Versuchen. Jeder Misserfolg bringt zusätzliche Gebühren, Extra-Stunden und oft die Wiederholung der gesamten Prüfung mit sich. Eine Berechnung unter erfahrenen Fahrern deutet darauf hin, dass die tatsächlichen Kosten explodieren, wenn der dritte Versuch zum vierten oder fünften wird.
Der Vergleich mit dem B-Führerschein (Pkw) ist unvermeidlich. Manche bestanden die Theorieprüfung für Autos beim ersten Versuch, schleppten sich aber siebenmal durch die praktische Prüfung, wobei Prüfer mehr Glück als Können zu bewerten schienen. Den Ort der Prüfung zu wechseln ist eine dokumentierte Strategie: Den Test in eine kleine Stadt mit weniger Verkehr und vorhersehbareren Straßen zu verlegen, erhöht die Bestehenswahrscheinlichkeit erheblich. Das ist nicht illegal, sagt aber viel über das System aus.
Der Prüfer, der nie einen Bus gefahren hat
Eine der häufigsten Kritikpunkte ist die Kluft zwischen dem Bewerter und dem Bewerbeten. Der Prüfer ist ein Beamter auf dieser Stelle, mit objektiven Kriterien auf dem Papier, aber ohne reale Erfahrung hinter dem Steuer eines großen Fahrzeugs. Die Bewertung durch jemanden, der nie einen Bus durch eine Stadt gefahren hat, wird zum entscheidenden Filter für den Erhalt des Führerscheins.
Ausschlussfehler sind der letzte Schlag. Ein Spiegel, der ein falsch geparktes Auto streift, eine falsch berechnete Lücke, ein überstürztes Manöver. Im Pkw führt das zu Punktabzug. Im Bus bedeutet es sofortiges Durchfallen. Der zusätzliche Druck, ein zwölf Meter langes Fahrzeug durch Straßen zu steuern, die für kleine Autos ausgelegt sind, erklärt, warum viele Aspiranten beim ersten Versuch scheitern und beim dritten bestehen.
Der emotionale Faktor: Wenn der dritte Versuch zum sechsten wird
Die psychische Belastung ist real und die Fahrer selbst erkennen sie an. „Am Boden zerstört, demoralisiert, fertig“: So beschreibt derjenige, der den Fall angestoßen hat, seine Situation, und er ist keine Ausnahme. Der Druck, Papiere zu erneuern, die Arbeit mit dem Unterricht zu vereinbaren und einzukalkulieren, dass auch der dritte Versuch scheitern könnte, erzeugt einen Teufelskreis: Je mehr man bestehen muss, desto angespannter wird der Aspirant, und desto leichter begeht man einen Ausschlussfehler.
Manche geben nach zwei Misserfolgen auf. Es geht nicht nur ums Geld: Es ist das Gefühl, in einem System gefangen zu sein, das nicht zwischen einem schlechten Fahrer und einem schlechten Tag unterscheidet. Die Abbruchquote bei Berufsführerscheinen ist eine der höchsten in der regulierten Ausbildung, und wer weitermacht, tut dies meist mit der Überzeugung, dass der Führerschein irgendwann klappt, sei es im dritten oder fünften Versuch.
Das Geschäft der Fahrschulen und der Mangel an Prüfern
Hinter dem Engpass steckt ein Wirtschaftsmodell, das Effizienz nicht belohnt. Fahrschulen nehmen pro Stunde und pro Anmeldung zur Prüfung Geld, nicht pro bestandener Prüfung. Jeder Misserfolg ist zusätzlicher Umsatz, und Wartelisten werden zu einer Quelle wiederkehrender Einnahmen. Es ist keine Verschwörung, aber auch kein Anreiz, den Prozess zu beschleunigen.
Die Lösung, die manche finden, ist der Verwaltungsweg: Kurse für Arbeitslose, finanziert von autonomen Gemeinschaften, die die Kosten für den Berufsführerschein übernehmen. Es ist eine Tür, die existiert, obwohl nicht jeder sie kennt oder die Voraussetzungen erfüllt. Für diejenigen, die bereits arbeiten, wie den Taxifahrer, der zum zweiten Mal durchfiel, steht diese Option nicht zur Verfügung.
Mit diesen Bausteinen ist es vernünftig zu erwarten, dass der dritte Versuch kommt, aber auch, dass der Engpass bestehen bleibt. Solange die Zahl der Prüfer nicht steigt und Fahrschulen weiterhin pro Versuch abrechnen, wird das Scheitern bei der Bus-Praktikumsprüfung eher eine Frage von Geduld und Budget sein als von fahrerischem Können.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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