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Studie: Renten sichern 1,3 Millionen Arbeitsplätze in Spanien
Eine spanische Universitätsschätzung besagt, dass Renten 1,3 Millionen Jobs stützen und 47 Cent pro Euro zurückbringen, was die Debatte um die Fiskalwirkung schürt.
Renten sichern 1,3 Millionen Arbeitsplätze und bringen 47 Cent pro Euro zurück
Eine Studie der Universidad de Castilla-La Mancha ordnet die öffentlichen Renten der autonomen Nachfrage zu, die die produktive Tätigkeit ankurbelt. Im Rahmen des sraffianischen Supermultiplikators animiert jeder Euro, den Rentner erhalten, Unternehmen zur Produktion und Einstellung. Das Ergebnis laut Studie: Die Altersrenten für Über-65-Jährige machten rund 8 % des BIP aus, während der daraus resultierende Konsum etwas mehr als 7 % der nationalen Produktion erforderte.
Die Analyse fügt zwei weitere Zahlen hinzu. 5,9 Millionen Rentner sicherten etwa 1,3 Millionen Vollzeitäquivalent-Arbeitsplätze, was 7 % der Gesamtbeschäftigung entspricht. Zudem holt der Fiskus 47 Cent für jeden ausgegebenen Euro über Einkommensteuer (IRPF), Mehrwertsteuer und Sozialbeiträge zurück. Die Schlussfolgerung: Weder eine untragbare Last noch ein Bankrott. Öffentliche Renten würden überleben, wenn die Wirtschaft auf ihrer Grundlage wächst und das Arbeitsangebot durch Frauenbeteiligung, Immigration oder Produktivität gestärkt wird.
Der Multiplikator, den schon Keynes kannte
Die Rezeption der Studie im Forum brachte eine wiederkehrende Ironie hervor: In Castilla-La Mancha habe man den Keynesianismus entdeckt, den es nun zu genießen gelte. Das Kernargument lautet, dass die Rentenausgaben nicht verschwinden, sondern zirkulieren. Dieses Geld fließt von den öffentlichen Kassen zu den Rentnern und kehrt als Ausgaben in Sektoren zurück, die wiederum einstellen. Induzierte Produktion und Beschäftigung.
Der häufigste Einwand ist, dass der Effekt neutral sei. Wenn das Geld, das an Rentner geht, zuvor anderen Taschen entzogen wird, konsumieren diese weniger und die Rentner mehr. Das Ergebnis hebt sich auf. Daher der Vorwurf, die Studie sei mit öffentlichen Mitteln finanziert, um öffentliche Ausgaben zu verteidigen. „Schließt die Universitäten“, fasste ein Nutzer zusammen.
Steuer-Rückfluss: 47 Cent pro Euro
Die Daten des Finanzministeriums haben Befürworter und Gegner. Erstere weisen darauf hin, dass die globale Steuerlast, inklusive IRPF, Vermögenssteuer und MwSt., nahe an 50 % liegt, sodass die Rentenausgaben auf anderem Wege zurückgeholt werden. Letztere entgegnen, dass das Rückfluss-Argument gleichermaßen für Beamte und jede öffentliche Ausgabe gilt, und dessen Nutzung als Beweis für Nachhaltigkeit sei eine logische Falle.
Die vollständige Berechnung mit Aufschlüsselung nach Steuerarten ergibt eine Zahl, die überrascht, wer einen geringeren Rückfluss erwartet. Es sei jedoch daran erinnert, dass diese 47 % nicht 100 % der Auszahlungen decken. Die Differenz muss irgendwoher kommen.
Demografie 2050 und benötigte Beschäftigung
Die Studie projiziert 11 Millionen Rentner im Jahr 2050. Ihr Konsum würde 2,4 Millionen Arbeitsplätze erfordern, zwischen 10 % und 11 % der erwarteten Beschäftigung. Bedingung für das Gleichgewicht: Die Wirtschaft muss weiterhin auf Basis dieser Renten wachsen und das Arbeitsangebot muss gestärkt werden. Frauenbeteiligung, Immigration, Produktivität. Die drei Hebel.
Hier spaltet sich die Analyse. Manche behaupten, dass Rentner aufgrund niedriger Geburtenraten zur wichtigsten Wählergruppe werden und keine Regierung Renten oder Gesundheitswesen fallen lassen wird. Dagegen spricht das Argument, dass die reale Kaufkraft dieser zukünftigen Renten anders sein könnte, besonders wenn Geld gegenüber Sachwerten wie Immobilien an Wert verliert.
Umlageverfahren und Kritik am Schneeballsystem
Der Vorwurf des Schneeballsystems taucht mehrfach auf. Das Umlageverfahren zahlt aktuelle Rentner mit den Beiträgen der Aktiven, und dies funktioniert, solange die Basis wächst. Wenn die Basis schrumpft, gibt es Anpassungen: Verschiebung des Rentenalters, Verlängerung der Beitragsjahre, Zulassen, dass Inflation die Leistung erodiert. Alles bereits erfunden, sagt die Kritik.
Die technische Verteidigung erinnert daran, dass Umlageverfahren Kapitaldeckung nicht ausschließt. Es gibt öffentliche Angestellte, die die Rente der Seguridad Social beziehen und zusätzlich einen privaten Fonds haben, den sie aufgebaut haben. Die Dichotomie zwischen öffentlich und privat wäre ein falsches Dilemma: Die öffentliche Rente ist nicht garantiert, und die private wird ein Dschungel sein, in dem Betrügereien und würdige Produkte gemischt sind. Die Berechnung der Mindestbeiträge zu einer berufsständischen Versorgungseinrichtung, beginnend bei 65 Euro monatlich und jährlich steigend, zeigt, was es kostet, die Alternative selbst aufzubauen.
Währenddessen wird der Reservefonds durch Schulden gespeist, und Renten werden über Darlehen des Staates an die Seguridad Social gezahlt. Die entscheidende Zahl ist die Differenz zwischen den gesamten Rentenausgaben und den eingenommenen Beiträgen. Diese Lücke hat ständig zugenommen. Mit diesen Grundlagen zeigt die Studie, dass Renten Beschäftigung generieren und Steuern zurückbringen. Was sie nicht zeigt, ist, wer die Differenz zahlt, wenn der demografische Druck zunimmt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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