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Stromkosten in Spanien: Warum manche nur 20 Euro zahlen
In Spanien schwanken die Stromrechnungen zwischen 20 und 140 Euro. Entscheidend sind Vertragsleistung, Zeitfenstarife und Heizsysteme.
Von 20 auf 140 Euro Strom: Die Rechnung, die Haushalte spaltet
Innerhalb Spaniens, bei derselben regulierten Tarifoption per Klick, zahlen manche Haushalte 20 Euro monatlich für Strom, andere 140. Das ist kein Glück oder geografisches Schicksal. Es liegt an der vertraglich vereinbarten Leistung (Potencia contratada), den Zeitfenstertarifen (discriminación horaria) und der Heizung. Anfang 2019, als eine typische Familie im Winter 100 Euro angab, war das Rezept immer dasselbe – PVPC-Tarif, Zeitfensternutzung, Reduzierung der Leistung – mit einer Warnung: Wunder gibt es keine.
PVPC, Zeitfenster und Leistung: Die drei Hebel
Der Precio Voluntario al Pequeño Consumidor (PVPC) ist der regulierte Markt und identisch bis auf den Cent bei allen fünf großen Anbietern, die ihn anbieten müssen. Niemand kann dort versteckte „Service“-Gebühren oder Versicherungen einschleusen. Der zweite Hebel ist die discriminación horaria: Der Kilowattpreis variiert je nach Tageszeit, mit günstigen Nachttälern und Morgenstunden. Bereits wenn man nur 27% des Verbrauchs in die Talzeiten verlagert, lohnt sich das, ohne dass man früh aufstehen muss.
Der dritte Faktor ist die vertraglich vereinbarte Leistung, und hier tut es weh. Die Beibehaltung von 5,45 kW, was drei Elektroheizkörpern entspricht, kostet 36 Euro pro Monat, bevor auch nur eine Lampe angeht. Nur Spanien, Portugal, Frankreich und Italien berechnen die verfügbare Kapazität im Voraus; im Rest der Welt zahlt man eine minimale Grundgebühr und nutzt so viel, wie die Installation aushält.
Wie viel zahlt man für Leistung, ohne etwas einzuschalten?
Das hängt vom Vertrag ab, aber detaillierte Fälle zeigen eine enorme Spanne. Bei 3,45 kW vereinbarter Leistung liegen Rechnungen bei 39 Euro für 218 kWh Verbrauch; mit 2,2 kW sinkt dies auf 21 Euro bei 154 kWh. Die Leistung hat nichts mit der Sicherheit der Installation zu tun – dafür sorgen Sicherungen und das Prüfprotokoll –, wird aber fakturiert, als wäre sie unveränderlich. Dies hemmt die Elektrifizierung von Häusern und lässt viele im Januar frieren.
Butangas, Klimaanlage und die Falle beim Heizen
Hier wird alles kompliziert. Im Vergleich zu den 100 oder 140 Euro derer, die Elektroheizkörper nutzen, verteidigen andere die Gasflasche: ein oder zwei pro Monat, etwa 30 Euro, und gut ist. Das Problem ist die Feuchtigkeit, die entsteht, und dass dieselbe Wärme über Strom das Dreifache kosten würde. Eine Klimaanlage im Heizmodus vermeidet Feuchtigkeit, führt aber zu ordentlichen Rechnungen. Günstige Heizung existiert nicht: Es gibt nur die weniger teure.
Der Phantomwatt, der die Rechnung frisst
Der nützlichste Hinweis ist der unsichtbare Verbrauch. Ein Messer am Verteilerkasten zeigte, dass Geräte im Standby jeweils etwa 17 W verbrauchen, dreimal so viel wie eine eingeschaltete LED-Birne. Ein Drucker verbrauchte 10 W im Betrieb und 9 W im Aus-Zustand. Fernseher, Soundbar, Modem, sogar die Zahnbürstenladung: Alles zusammengezählt summiert sich. Die Lösung ist billig und langweilig: Steckerleisten mit Schalter und echtes Ausschalten. Die stundenweise Aufschlüsselung, mit jedem überwachten Gerät, zeigt überraschende Unterschiede.
Keine Vergleichsportale noch Wunder-Rabatte
Der Großhandelsstrompreis bestimmt den PVPC, und offizielle Simulatoren helfen nicht so sehr wie versprochen: Viele ignorieren den regulierten Markt und drängen zu Tarifen mit „Rabatten“ für zwei Jahre, die später verdampfen. Ein ganzjähriger Festpreis oder sogar eine Pauschalgebühr funktioniert, bis der Verbrauch explodiert und der Anbieter zum Wechsel rät. Jährliche Auktionen von Rabatten unter verschiedenen Firmen beginnen, profitabler zu sein als der regulierte Tarif selbst in Wintern mit hohen Preisen.
Mit diesen Zahlen lautet die Frage nicht, wie man weniger zahlt, sondern warum der Leistungsterm weiterhin existiert in einem Land, das die Nachfrage elektrifizieren möchte. Solange niemand darauf antwortet, wiederholt sich jeden Januar das gleiche Ritual: Rechnung ansehen, rechnen und durchhalten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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