Streunerkatze aufnehmen: 25 Euro und ein Revierkampf

200 Yuan (25 Euro) für Diagnostik und Medikamente: Die Kosten, eine Streunerin aufzunehmen, die einem Fußgänger 1,2 km folgte und nun mit der Hauskatze kämpft.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Eine Katze folgt einem Fremden 1,2 km nach Hause: Was es gekostet hat

Eine weiße, abgemagerte Katze beginnt mitten in der Nacht, einem Unbekannten zu folgen. Sie hält den ersten Kilometer durch, Schwanz hoch, maunzend, erschrickt vor rennenden Kindern, verschwindet und taucht zweihundert Meter weiter wieder auf. Am Ende steht sie im Eingangsbereich, maunzt auch noch, als die Tür schließt, und landet schließlich in einer Wohnung, in der bereits eine andere Katze lebt. Der Mann, der sie hereinließ, rechnet seine Schwäche zusammen: 200 Yuan, etwa 25 Euro beim Tierarzt – und einen ungelösten territorialen Konflikt.

Was kostet es, eine Streunerkatze aufzunehmen?

Fünfundzwanzig Euro für eine vollständige Untersuchung: Blutbild, Kotuntersuchung, Parasitenkontrolle, Maulhygiene und fünf Dosen Medikament gegen Kokzidien, die im Test auffielen. Keine Impfungen oder Zusatzbehandlungen nötig, da die Katze bereits geimpft war. Im Vergleich zu anderen Angeboten ist das günstig: Ein einfacher Test kostet oft 40 Euro, eine Routineuntersuchung 20 Euro oder mehr. Für den Zahlenden war die Rechnung angemessen.

Doch die Kosten sind damit nicht gedeckt. Ob das Tier kastriert ist, bleibt unklar – man muss warten, ob Rolligkeit auftritt –, und die Kastration ist für später geplant. Eine Streunerkatze aufzunehmen ist beim Erstbesuch billig, aber teuer im Kleingedruckten: Futter, Streu, Kontrollen, Kastration. Anders als bei einem Kauf ist der Einstieg hier lächerlich günstig, die Unterhaltung jedoch unbegrenzt. Immerhin hat die Katze mit einem Miauen die Tür geöffnet und eine monatliche Ausgabenspur hinterlassen.

Welche Rasse hat eine Straßenkatze?

Weiß, sieben Monate alt, 1,8 Kilogramm, geimpft und geschoren. Das rasierte Fell macht eine genaue Bestimmung von Rasse und Zeichnung unmöglich, sodass die Zuordnung zur Glaubensfrage wird. Die häufigste Hypothese ist ein British Longhair: halblanges Fell und ein Schwanz, den niemand mit der Schermaschine bearbeitet hat. Die aggressivere Variante geht weiter – ein Perser Chinchilla, Preis über 1.000 Euro – und zieht daraus eine unbequeme Anschuldigung: Die Katze habe sich nicht verlaufen, jemand habe sie wirklich verloren; zuerst müsse man den Mikrochip auslesen und sie zurückbringen.

Auf der anderen Seite steht ein einfaches Argument: In der Schilderung der Ereignisse gibt es keinerlei Ansprüche eines früheren Besitzers. Das Tier war draußen, dünn, hatte Darmparasiten und keinen Halsband, und niemand hat danach gesucht. Auf einem Markt, wo bestimmte Katzenrassen vierstellige Preise erzielen, ist der Unterschied zwischen einer entlaufenen und einer ausgesetzten Katze der Unterschied zwischen Anzeige und Adoption. Niemand hat Anzeige erstattet.

Wie verhindert man, dass zwei Katzen sich zerfleischen

Erstmal Trennung. Getrennte Räume, Duftrotation, damit jede den Geruch der anderen kennenlernt, dann Neustart. Danach getrennte Futternäpfe, aber Sichtkontakt, Leckerlis bei Nähe ohne Fauchen und viel Geduld. Die Arbeitsteilung funktioniert besser zu viert Händen: Jeder betreut eine Katze, streichelt beide gleichzeitig, damit der eigene Geruch sich mit dem des Eindringlings mischt. Dies ist die am häufigsten empfohlene Technik und diejenige, die am wenigsten Abkürzungen zulässt.

Der ehrlichste Präzedenzfall ist lehrbuchhaft: Eine 13-jährige Katze, davon fünf Jahre auf der Straße, und ein dreimonatiges, unkastriertes Jungtier. Halb Jahr, bis das Fauchen aufhörte. Jetzt beschnuppern sie sich und schlafen manchmal zwei Handbreit voneinander entfernt, aber die Ältere lässt sich nicht putzen und spielt nicht mit der Jüngeren. Jede geht ihren eigenen Weg. Warnung zum Catnip: Ein Drittel der Katzen reagiert nicht darauf, daher kein zuverlässiges Mittel zur Spannungsreduktion.

Vom Maunzen im Flur zur Kratzspur: Der Zeitverlauf

Tag eins: Bad als Rückzugsraum und Fauchen bei jedem Blickkontakt. Tag vier: Sie fressen mit der Gegnerin im Sichtfeld und fauchen weniger. Tag zehn: Die Neue hat ihr Gewicht verdoppelt, jagt ihren Retter und toleriert die andere; sie beschnuppern Hinterteile und Gesichter, die Sache scheint sich zu stabilisieren. Die Harmonie-Skala bricht zusammen, bevor das Zusammenleben richtig läuft.

Und dann beginnen sie, sich heftig zu balgen. Wenige Sekunden, jede für sich, und eine halbe Stunde später geht es von vorne los. Die Krallen sind geschnitten, was den Schaden begrenzt, aber nicht das Risiko für ein Auge eliminiert. Die Kastration bleibt als ausstehendes Werkzeug im Hintergrund: Eine junge, unkastrierte Katze und eine erwachsene, die seit Monaten ihr Revier verteidigt, ist keine einfache Kombination für die Domestizierung.

Die Katze, die dich auswählt

Das Phänomen wiederholt sich mit verdächtiger Regelmäßigkeit. Eine Katze erscheint auf dem Parkplatz der Arbeit, schnurrt jeden an und steigt nur ins Auto desjenigen, der Beachtung schenkt. Eine andere schleicht sich mit ruiniertem Gesundheitszustand ein – inklusive Feline Leukose, von der sie sich erholte – und bleibt. Eine dritte, schwarze, betritt eine Wohnung, richtet sich ein und lebt mit Hunden und Katzen zusammen, bis eine Infektion sie Jahre später zur Euthanasie zwingt. Es gibt keine Statistik darüber, wie viele Katzen sich ein Zuhause aussuchen und wie viele auf der Straße bleiben, aber der Bias des Erzählenden ist immer derselbe: Die Katze hat die richtige Wahl getroffen.

Die Endbilanz des Falls: Von 1,8 Kilogramm auf fast das Doppelte, ein Fell, das noch nicht ganz nachgewachsen ist, und eine Waffenruhe, die bei jeder Kleinigkeit bricht. Die Katze hat zweimal den richtigen Ort gewählt: den Eingang und den Menschen. Die 25 Euro waren der günstige Teil.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (170 Antworten).

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