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Streit um Listenplätze spaltet Spaniens Linksextreme
Ada Colau räumt ein, dass der Streit mit Podemos um Namen und Listenplätze geht. Sie bietet an, ihre Kandidatur abzugeben, falls bis Freitag jemand mehr Konsens stiftet.
Ada Colau hat eingeräumt, dass das Hindernis für eine gemeinsame linke Liste mit Podemos ein Streit um Namen und Listenplätze ist, und angeboten, auf ihre Rolle als Spitzenkandidatin zu verzichten, falls jemand mehr Konsens stiftet. Die gesetzliche Frist zur Registrierung von Bündnissen endet am Freitagabend.
Es geht nicht um das Programm. Es geht darum, wer auf dem Plakat steht und in welcher Reihenfolge. Ada Colau sagte das unverblümt in einem Interview beim TVE: Das Problem mit Podemos beim Zusammenschluss einer gemeinsamen linken Liste sei nicht, was man vorhat, sondern wie das Bündnis heißt und wer es anführt. Vor diesem Hintergrund legte die ehemalige Bürgermeisterin von Barcelona ihre eigene Position auf den Tisch. „Wenn später weitere Parteien zum Frente Amplio dazukommen und es jemanden gibt, der mehr Konsens stiftet als meine Kandidatur ... Nur zu, darauf würde ich absolut verzichten“, sagte sie.
## Die Uhr läuft: Freitagabend
Die Bündnisse müssen spätestens am Freitagabend registriert sein. Weniger als 72 Stunden vor dieser Frist sind die Gespräche zwischen dem Frente Amplio und Podemos weiterhin offen, doch die Führungsfrage ist ein Hindernis, das bislang nicht aus dem Weg geräumt ist. Die vier Parteien, die das Bündnis tragen, setzen auf Colau als Galionsfigur. Podemos besteht auf Irene Montero. Darin liegt der Knoten.
Colau zeigte sich „optimistisch“, wobei man „realistisch“ bleiben müsse, und versicherte, „es gibt Zeit“. Sie stellte auch klar, dass Irene Montero auf dieser Liste stehen muss: „Natürlich muss sie dabei sein.“ Nicht akzeptieren werde sie, dass die Einheit an dem zerbricht, was sie persönliche oder Markenfragen nennt. „Meinetwegen wird es nicht passieren“, sagte sie.
## „Konsens aller, nicht eine Partei, die den anderen Bedingungen diktiert“
Die Ex-Bürgermeisterin betonte, es gebe keine programmatischen Unterschiede zwischen dem Frente Amplio und Podemos. Wenn dem so sei, verwies sie darauf, wie auffällig es ist, dass die Einheit an Namen scheitern soll. Und sie richtete eine direkte Botschaft an Podemos: Sie sei bereit, über Namen oder Listenplätze zu verhandeln, aber „im Konsens aller Kräfte“ und „nicht mit einer Partei, die den übrigen Bedingungen diktiert“.
Ihr Angebot geht über die Führungsfrage hinaus. Sie ist auch bereit, den Namen des Bündnisses zu ändern, falls das die Einigung ermöglicht. „Genauso beim Namen. Wenn das Problem der Name des Bündnisses wäre, würde man sogar den Namen ändern“, sagte sie. Für sie zählt vor allem, dass nicht „eine einzige linke Stimme“ verloren geht.
## Das entmutigende Abkommen mit ERC
Colau nannte das Abkommen zwischen Podemos und ERC in Katalonien „befremdlich“. Es habe viele Menschen entmutigt, weil es mehr spalte als vereine. Trotzdem sei ein Dialog weiterhin möglich, auch mit ERC, da Wahlbündnisse geschlossen werden könnten, die die Parteien und ihre Marken respektieren. „Unverständlich“ wäre es für sie, wenn dieses Abkommen geschlossen worden wäre, um Comunes anzugreifen, eine linke Partei.
Die Verhandlungen des Frente Amplio mit anderen linken und regionalen Parteien seien „sehr weit fortgeschritten“, so Colau. Mit Podemos seien die Gespräche „weiterhin offen“. „Unsere Pflicht ist es, bis zur letzten Minute zu reden“, schloss sie.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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