Streamer liest "die Protokolle der Weisen von Zion" bei laufendem Video-Stream vor

Der Streamer Dimitri Revolt zitiert in einem Video die "Protokolle der Weisen von Zion", ein gefälschter Text von 1903. Was das ist und warum er zur Verbreitung von Antisemitismus genutzt wird.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ein Video, das dem Streamer Dimitri Revolt zugeschrieben wird, zeigt ihn beim Zitieren der "Protokolle der Weisen von Zion", eines Anfang des 20. Jahrhunderts gefälschten Textes, der seit Jahrzehnten zur Verbreitung von Antisemitismus genutzt wird. Die Veröffentlichung, die darauf hinweist, bezeichnet das Zitat als falsch.

Das Video, das derzeit kursiert, hat einen namentlich bekannten Protagonisten: **Dimitri Revolt**. Darin ist zu sehen, wie er die "Protokolle der Weisen von Zion" zitiert, so die Veröffentlichung, die es verbreitet hat. Das Zitat wird präsentiert, als wäre es ein echtes Dokument – und genau darin liegt das Problem.

## Was die Protokolle sind

Die "Protokolle der Weisen von Zion" sind ein gefälschter Text aus dem frühen 20. Jahrhundert. Sie geben sich als Protokoll eines angeblichen Treffens jüdischer Führer aus, die die Weltherrschaft planen würden. Sie sind nicht authentisch: Es handelt sich um eine Fälschung, wie historische und gerichtliche Untersuchungen seit Jahrzehnten festgestellt haben. Ihr Ursprung liegt im zaristischen Russland, um **1903**, danach verbreiteten sie sich in Europa und den USA.

Der Text diente über ein Jahrhundert lang als Werkzeug antisemitischer Propaganda. Er war ein zentrales Element bei der Verbreitung des Hasses gegen Nnnn in der Zwischenkriegszeit und kursiert heute noch in Foren und sozialen Netzwerken. Ihn zu zitieren, als wäre er eine gültige Quelle, ist kein harmloses Detail: Es bedeutet, einen Schwindel mit realen Folgen zu wiederholen.

## Warum das Zitieren wichtig ist

Wenn jemand mit Reichweite diesen Text zitiert, ohne ihn zu widerlegen, stellt er ihn de facto einem legitimen historischen Dokument gleich. Die Veröffentlichung, die den Fall aufgezeigt hat, bezeichnet ihn direkt als Fälschung. Man muss kein Historiker sein, um das zu wissen: Die Falschheit der Protokolle ist dokumentiert und gehört zu den bekanntesten des letzten Jahrhunderts.

Der Fall erinnert daran, dass Falschmeldungen nicht verschwinden, sondern recycelt werden. Ein Text von vor über hundert Jahren kann in einem aktuellen Video wieder auftauchen und für Unkundige neu klingen. Deshalb sollte man ihn beim Namen nennen: eine Fälschung.

Wenn der Inhalt als Analyse oder Unterhaltung präsentiert wird, sollte man ihn vor dem Teilen mit historischen Quellen abgleichen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (1 Antworten).

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