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Straße von Hormus: Geopolitik, nicht Alien-Krieg, bedroht die Weltwirtschaft
Durch die Straße von Hormus fließen rund 20 % des weltweiten Erdöls; eine Sperrung und die Spannungen zwischen USA, China und Iran belasten die Weltwirtschaft.
Es gibt keine Beweise für einen außerirdischen oder religiösen Krieg. Was die Weltwirtschaft belastet, sind das geopolitische Risiko in der Straße von Hormus, der Atomstreit mit dem Iran und die Handels- und Technologierivalität zwischen den USA und China.
## Die Meerenge, die den Ölpreis bestimmt
Die Weltwirtschaft wird nicht von Reptilien oder Kriegen von einem anderen Planeten angetrieben, sondern vom Öl, das durch die **Straße von Hormus** fließt. Nach der Zahl, die Senator **John Kennedy** bei **Fox News** nannte, passiert etwa **20 %** des weltweiten Erdöls diese Passage. Diese Zahl allein macht jede Sperrung zu einem Problem für Preise, Frachtkosten und Versicherungen. Eine außerirdische Invasion braucht es nicht; es genügt, wenn ein einziger Tanker nicht ausläuft. Das Öl, das nicht durchkommt, muss längere Routen suchen oder kommt gar nicht an.
Kennedy, ein Republikaner aus Louisiana, beschrieb die iranischen Führer als Teil einer „Reptilienkolonie“, zu der auch China, Russland und Nordkorea gehörten. Der Satz ist eine politische Herabsetzung, keine ökonomische Analyse. Der Senator verteidigte zudem Donald Trumps Militäroperation gegen den Iran und wiederholte, die USA hätten das Land „erheblich geschwächt“. In seiner Erzählung bleibt nur die Meerenge von Hormus als offenes Problem.
Trump traf die iranische Delegation am Rande der UN in New York für drei Stunden. Auch sein Schwiegersohn Jared Kushner war dabei. Zuvor hatte der Präsident in der Generalversammlung zwei Wege aufgezeigt: ein neues Abkommen über das iranische Atomprogramm oder den Iran „der Vernichtung“ überlassen. Der iranische Präsident Masoud Peseschkian antwortete, sein Land werde weder kapitulieren noch sein Atomprogramm aufgeben. Er sagte, er werde nicht den Kopf neigen.
## Xi, Zölle und Chips: der Krieg, der wirklich Preise bewegt
Xi Jinpings Besuch in den USA ist der erste offizielle Staatsbesuch eines chinesischen Führers seit mehr als einem Jahrzehnt. Trump und Xi werden eine Reihe hochriskanter Gespräche und ein Staatsbankett im **Weißen Haus** absolvieren. Auf der Agenda stehen Handel, künstliche Intelligenz und Waffenlieferungen an **Taiwan**. Genau dieser Teil hat direkte Auswirkungen auf Börsen, Lieferketten und Zinsen.
Beide Staatschefs einigten sich vergangenen Oktober auf eine Entspannung ihres Handelskriegs, doch bei ihrem Gipfel im Mai in Peking blieben Fortschritte aus. Senator Roger Wicker, Vorsitzender des Streitkräfteausschusses des Senats, kritisierte den aufwendigen Umgang Trumps mit Xi. Dies tat er in der Vollversammlung des Senats. Genau diese Mischung aus diplomatischer Geste und Misstrauen beobachten die Märkte. Ein Wort zu viel im Weißen Haus oder in Teheran bewegt den Barrel-Preis binnen Sekunden.
## Worum es für die Weltwirtschaft wirklich geht
Wird die Straße von Hormus gesperrt, steigt der Ölpreis. Steigt der Ölpreis, steigen Transport, Strom und Lebensmittel. Die Notenbanken müssen entscheiden, ob sie die Zinsen zur Inflationsbekämpfung anheben oder zur Stützung des Wachstums senken. Das ist ein unbequemes Dilemma. Kennedy vertrat die Ansicht, China könne die Meerenge öffnen, und dass Länder, die Hilfe verweigern, bei einer Sperrung sogar mehr als die USA bezahlen würden. Das ist seine Meinung, kein bestätigter Fakt.
Die Vorstellung eines außerirdischen Krieges ist völlig unbelegt. Auch von einem religiösen Krieg im engeren Sinne kann keine Rede sein: Es ist ein Machtkampf, nuklear und handelspolitisch, mit Namen und Zahlen. Dieses Etikett erklärt nicht, warum Ölpreise steigen oder warum ein Chipwerk Bestellungen verschiebt. Erklären lässt sich das nur mit dem Risiko einer blockierten Seestraße.
Der Iran hat nicht kapituliert, China und die USA verhandeln und konkurrieren zugleich, und Russland und Nordkorea erscheinen in der Rhetorik als Gegner. Dieser Cocktail genügt, damit Unternehmen ihre Lagerbestände prüfen und Versicherer ihre Prämien neu berechnen. Niemand muss von einem anderen Planeten kommen. Allein eine Sperrung der Straße von Hormus wäre ein globales Problem. Der Krieg, der uns alle betrifft, ist weder außerirdisch noch religiös: Es ist einer um Routen, Zölle und Bomben.
All das ist keine Anlageberatung; die Preise für Energie und Vermögenswerte bewegen sich mit sich ständig ändernden Informationen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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