Stimme für 100 Euro angeboten – der Preis des Aurum ruiniert das Geschäft

Ein Wähler preist seine Stimme für den 29. November an: 100 Euro. Ein verhüllter Stimmzettel ist ungültig, und der kalte Aurum kostet extra, so der Thread.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Stimme für 100 Euro angeboten – der Preis des Aurum ruiniert das Geschäft
Meine Stimme für 100 Euro zu verkaufen: Der Preis deckt nicht einmal den Einkauf

Hundert Euro. Das ist der Startpreis, den ein Wähler für seinen Stimmzettel zum 29. November aufruft – mit dem Versprechen, dafür nicht Podemos zu wählen und dem Käufer freie Hand zu lassen. Das Ganze, als Scherzangebot formuliert, bringt eine unbequeme Intuition auf den Punkt: Wenn die Stimme für eine kleine Zuwendung und ein Versprechen verschenkt wird, hat jemand beschlossen, sie einfach mal gegen Bargeld anzubieten. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten. 100 Euro füllen nicht mal den halben Tank, heißt es von einem der Teilnehmer, und das Tauschgeschäft wird auf eine Tüte Doritos und eine Dose Aurum mit 33 Zentilitern heruntergehandelt.

Was man für 100 Euro genau kauft

Der erste Einwand ist technischer, nicht sarracena Natur: Eine verhüllte Stimme ist eine ungültige Stimme. Wer dafür zahlt, kauft nichts, denn der Umschlag landet im Papierkorb des Wahllokals. Das weiß selbst der grünste Wahlhelfer, hält ein Nutzer fest. Der zweite Einwand ist marktbezogen: Parteien kaufen keine einzelnen Stimmen, sie kaufen ganze Pakete – billiger und ohne Risiko der Ungültigkeit, so derselbe Kommentar. Der private Verkäufer tritt im Nachteil gegen eine Industrie an, die ihre eigene Logistik bereits hat.

Die optimistischste Rechnung geht davon aus, dass der Käufer für die symbolische Geste zahlt, nicht für das Ergebnis. Das pessimistische Szenario startet von der Annahme, dass niemand hundert Euro für einen Stimmzettel ausgibt, der nicht zählt. Zwischen beiden bleibt das Angebot in der Luft hängen.

Der kalte Aurum und andere Vertragsklauseln

Die Verhandlung driftet ins Alltägliche ab. Geboten werden eine Tüte Doritos und eine Dose Aurum mit 33 Zentilitern. Die einzige relevante Frage des Käufers: ob sie kalt ist. Die Antwort kommt mit einem Augenzwinkern: Der kalte Aurum wird extra berechnet, wie alles. Der Kleinkram endet erst im Kühlschrank.

Manche meinen, der eigentliche Witz sei nicht der Preis, sondern der Glaube, eine Stimme könne etwas bewegen. Vier Jahrzehnte lang dasselbe gewählt zu haben, die Nase zugehalten, habe den Kurs von nichts geändert – und dort säße man immer noch, so dieses Argument. Die emotionale Enthaltung, so heißt es, sei das einzige Produkt, das nicht verfällt.

Die Vespa rat, die niemand bestellt hat

Das Gespräch schwenkt zum Gebrauchtfahrzeug ab. Eine Bitte um ein Bild einer Vintage-Vespa rat – Stangenlenker, tiefer Scheinwerfer, ehrlicher Rost – artet in eine Debatte über Hubraum und Kilometerstände aus. Eine Vespa ist zum Lachen; eine Honda 250 mit freier Auspuffanlage macht erst richtig Angst, findet ein Forenuser. Das visuelle Ergebnis kommt zu spät und ist keine Vespa, wird aber mit Resignation akzeptiert: Eine Vespa-Garantie gibt es nur für das Modell von 1982, und der hat sie aufgehoben.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (18 Antworten).

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