Steuerlast beim Durchschnittsgehalt: 1.704 € netto, 2.809 € Kosten

Das durchschnittliche Nettoeinkommen beträgt 1.704 €, während der Arbeitgeber 2.809 € zahlt. Steuerkeil und MwSt. leiten über 1.400 € an den Staat um.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

1.704 € netto, 2.809 € Kosten: Der Steuerkeil des Durchschnittsgehalts

Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer erhält monatlich 1.704 Euro netto in zwölf Zahlungen. Sein Unternehmen muss dafür 2.809 Euro aufwenden. Auf dem Weg behält das Finanzamt die Einkommensteuer (IRPF), die Sozialversicherungsbeiträge und – falls der Arbeitnehmer konsumiert – die Mehrwertsteuer ein. Insgesamt nimmt der Staat mehr als 1.400 Euro pro Monat von ihm ein: fast genauso viel, wie der Arbeitnehmer selbst nach Hause bringt.

Diese Zahl ist keine statistische Seltenheit. Es ist der spanische Durchschnitt, und die Kontroverse, die sie auslöst, ist ebenso vorhersehbar wie schmerzhaft: Die einen sehen Straßen und Krankenhäuser; die anderen eine steuerliche Maschine, die nicht gebremst werden kann.

Wo sich der Keil versteckt: Zwischen Lohnabrechnung und Kosten

Das Referenz-Bruttogehalt liegt bei 2.156 Euro pro Monat. Die Differenz zwischen diesem Bruttobetrag und den 2.809 Euro, die das Unternehmen zahlt, sind die vom Arbeitgeber getragenen Beiträge zur Sozialversicherung (Seguridad Social): ein Zusatzlohn, den der Arbeitnehmer nie zu Gesicht bekommt. Danach werden vom Brutto der Arbeitnehmeranteil und die Einkommensteuer abgezogen, was zu einem Nettoergebnis von 1.704 Euro führt. Aber damit endet die Reise nicht: Wenn dieses Geld ausgegeben wird, zieht die 21%ige Mehrwertsteuer, die auf fast alle Produkte anfällt, weitere 295 Euro ab. Die endgültige Bilanz des Staates: 1.400 Euro. Der Arbeitnehmer: 1.409 Euro.

Die eingefrorene Einkommensteuer, die bestraft, ohne dass das Gehalt steigt

Das Unangenehmste ist nicht der Steuersatz, sondern seine fehlende Anpassung. Die Steuerstufen des IRPF bewegen sich nicht mit der Inflation, sodass ein Kassierer im Supermarkt, der zwanzig Jahre lang gleich viel verdient, in immer höhere Stufen rutscht, bis er den Höchstsatz zahlt, ohne dass seine Kaufkraft gestiegen ist. Dies wird als „Bracket Creep“ bezeichnet: Die Steuer steigt nur, weil die Preise das nominale Gehalt nach oben treiben.

Der Mindestlohn galoppiert, während das Durchschnittsgehalt hinkt

In den letzten Jahren ist der gesetzliche Mindestlohn (SMI) stark gestiegen – um 40 % –, während das Durchschnittsgehalt nicht einmal die Hälfte davon erreichte. Bei diesem Tempo wird der SMI bald zum Durchschnittsgehalt. Das bedeutet, dass der Spielraum, um Erfahrung, Qualifikation oder Verantwortung zu differenzieren, zunehmend komprimiert wird, und die Gehaltsleiter verliert ihre Stufen.

Der Selbstständige, der genug hat

Man muss nicht zu großen Unternehmen schauen: Die Erfahrung eines kleinen landwirtschaftlichen Unternehmers in dieser Branche ist vernichtend. Er zahlte seinen zwei Arbeitnehmern jeweils 1.800 Euro netto und 700 Euro für die Sozialversicherung. Zwischen Löhnen, Beiträgen, Urlaub, Zulagen und Verwaltung blieb nur der Verschleiß übrig. Als die Arbeitnehmer gingen, suchte er keinen Ersatz: Er schloss zwei Höfe und bevorzugt es, diese zu vermieten oder zu verkaufen, anstatt wieder einzustellen. Es ist das Röntgenbild eines Landes, das kleine Arbeitgeber erstickt.

Als Gegenleistung wofür?

Die jährliche Rechnung des Systems ist kolossal: etwa 170.800 Millionen Euro für Renten und rund 160.000 Millionen für den öffentlichen Dienst. Befürworter des Modells erinnern daran, dass daraus Krankenhäuser, Straßen und Bildung finanziert werden. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass der Staat mehr als die Hälfte des nationalen Reichtums verwaltet – nach einigen Berechnungen bis zu 70 % – und dass jedes Mal, wenn eine neue Steuer geschaffen wird, der Warenkorb weiter wächst. Die Ironie besteht darin, dass die Arbeit, die am stärksten belastete Aktivität, das gesamte System trägt.

Und so bleibt die Frage offen: Mit einem Keil dieser Größenordnung und einer Einkommensteuer, die die Preissteigerungen auffrisst, wie lange kann man das Modell noch dehnen, bevor die Menschen entscheiden, dass sich der Aufwand nicht lohnt? Die Antwort findet sich nicht beim Statistikamt INE: Sie steht in den Lohnabrechnungen, in den Geschäftsschließungen und auf den leeren Stühlen vieler Büros.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (229 Antworten).

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