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Sterbeversicherung: 100 Euro alle drei Monate für drei Personen
In einem Forum werden Sterbeversicherungsbeiträge von 60 Euro pro Jahr bis 90 Euro pro Monat genannt, je nach Alter und Tarif. Lohnt sich das oder ist es Abzocke?
Sterbeversicherung: 100 Euro alle drei Monate für drei Personen
Ein einfaches Begräbnis kostet rund 5.000 Euro, so ein Fall, der in der Diskussion genannt wird. Genau diese Zahl macht die Sterbeversicherung zu einem unangenehmen Produkt: Niemand spricht gern darüber, aber wenn der Moment kommt, öffnet das Bestattungsinstitut seine Türen nicht, bevor jemand zahlt. Die Diskussion beginnt mit einem konkreten Beitrag —100 Euro alle drei Monate für drei Personen, umgerechnet etwa 133 Euro pro Kopf und Jahr, nach der Rechnung eines Teilnehmers— und einer direkten Frage: Gibt es etwas Günstigeres, oder ist das der Markt?
Die kurze Antwort lautet: Ja, es gibt niedrigere Beiträge, so die genannten Fälle. Die lange Antwort hängt vom Alter, von der Beitragsart und davon ab, was jede Police tatsächlich abdeckt. Und damit beginnt das Labyrinth.
Was eine Sterbeversicherung je nach Alter kostet
Die Zahlen, die die Versicherungsnehmer selbst nennen, reichen von 60 Euro im Jahr für eine Person bis zu 90 Euro im Monat für eine Police, die sieben Personen abdeckt: zwei 90-jährige Großeltern und ihre fünf Kinder zwischen 50 und 60. Die Spanne ist enorm, weil der Preis nicht von der Leistung abhängt, sondern vom Risiko. Je älter, desto näher der Schadensfall und desto teurer der Beitrag.
Manche zahlen 8 Euro im Monat pro Person bei einem traditionellen Anbieter, warnen aber, dass im Ernstfall immer eine Zusatzkosten auftaucht. Andere nennen 100 Euro alle sechs Monate für drei Personen als Marktreferenz. Der Unterschied zwischen den Beiträgen ist kein Zufall: Es ist die Tarifart.
Levelbeitrag, natürlicher und halbnatürlicher Beitrag: der Schlüssel, den kaum jemand erklärt
Auf dem Sterbeversicherungsmarkt gibt es mindestens drei Tarifmodelle. Der natürliche und der halbnatürliche Beitrag starten im jungen Alter günstig, werden aber mit den Jahren teurer, genau wie eine jährlich erneuerbare Lebensversicherung. Der Levelbeitrag verteilt die Kosten und hält den Beitrag stabiler, auch wenn er anfangs höher ausfällt.
Das ist die technische Erklärung dafür, warum zwei Nachbarn im gleichen Alter radikal unterschiedliche Beträge für scheinbar dasselbe Produkt zahlen können. Und auch dafür, warum ein Beitrag, der heute vernünftig erscheint, in zwanzig Jahren zur Belastung werden kann.
Ist die Sterbeversicherung Abzocke?
Der häufigste Vorwurf lautet, dass man am Ende ein Mehrfaches der tatsächlichen Bestattungskosten zahlt. Ein ehemaliger Branchenmitarbeiter fasst es ungeschönt zusammen: Es sei der größte Betrug der Geschichte, so habe es ihm sein eigener Filialleiter gesagt. Das Argument: Je nach Eintrittsalter zahlt man am Ende das Vier- bis Fünffache der Bestattungskosten.
Die Verteidigung des Produkts klingt anders: Wenn jemand ohne Versicherung und ohne Geld stirbt, müssen die Kinder die Kreditkarte zücken, um ein einfaches Begräbnis von rund 5.000 Euro zu bezahlen. Das geschah in einem konkreten Fall: kaum 500 Euro auf dem Konto des Verstorbenen und eine Schuld von 5.000 Euro, die die Erben übernahmen. Die Versicherung verhindert den Tod nicht; sie verhindert diese Szene.
Die Alternative zum Polster: sparen statt Beiträge zahlen
Eine Strömung vertritt die Ansicht, die beste Sterbeversicherung sei ein Betrag auf einem Festgeldkonto oder Ähnlichem. Zahlt man jahrzehntelang den Beitrag ein, deckt das angesammelte Kapital die Bestattung mit Reserve. Das Problem ist die Disziplin: Man muss das Geld beiseitelegen und unangetastet lassen, was die meisten nicht schaffen.
Der radikalste Weg dagegen ist die Körperspende an die Wissenschaft, die die Bestattungskosten vermeidet und nach Ansicht ihrer Befürworter auch einen altruistischen Aspekt hat. Der Haken: Sie ist nicht immer möglich und erfordert vorherige Formalitäten.
Das Geschäft mit dem Tod: wer gewinnt und wer verliert
Die Branche hat ein Imageproblem, das sie selbst befeuert. In einer Diskussion über Beiträge erschienen Vertreter, die Policen per E-Mail anboten, inklusive Kontaktnummer, und wurden mit offener Feindseligkeit empfangen. Die vorherrschende Wahrnehmung: Diese Produkte werden vor allem an ältere Menschen mit wenig Finanzwissen verkauft.
Die eine Tatsache, die niemand bestreitet: Bestattungsinstitute verlangen Vorkasse. Ohne Versicherung, ohne Ersparnisse oder Körperspende muss jemand unterschreiben. Und dieser Jemand ist fast immer die Familie.
Der Trend deutet darauf hin, dass immer mehr Haushalte ohne Polster und ohne Police ins Alter kommen und dass die Debatte darüber, wer das Begräbnis zahlt, von unangenehm zu dringend wird. Oder auch nicht. Der Tod bleibt das einzige Geschäft mit garantierter Kundschaft und unmöglichen Reklamationen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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