Stauseen in Bizkaia fallen trotz Wolkenbruch auf 55,6 %

Die Stauseen, die Bizkaia in Spanien versorgen, liegen bei 55,6 %, 12 hm³ weniger als vor einem Jahr, trotz des Wolkenbruchs am Samstag. Der Wasserbedarf steigt, die Infrastruktur nicht.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Stauseen in Bizkaia fallen trotz Wolkenbruch auf 55,6 %
Der Wolkenbruch stoppt das Defizit nicht: Bizkaia verliert in einem Jahr 12 hm³ Wasser

Am Samstag fielen in Arrigorriaga 94,4 Liter pro Quadratmeter. Am Montag lagen die Stauseen, die Bizkaia versorgen, bei 55,6 % ihrer Kapazität, mit 121,5 Kubikhektometern. Ein Jahr zuvor, am selben Datum, waren es 133,5 hm³. Das Unwetter war ein Flickwerk. Das Loch bleibt offen und misst 31,9 hm³ unterhalb der Garantiekurve, der Linie, die den wünschenswerten Stand markiert, um nicht in ein Dürreszenario zu geraten.

Die Meldung, veröffentlicht von Deia, beschreibt keinen Einzelfall. Sie beschreibt einen Trend: September war der trockenste des Jahrhunderts in Euskadi. Und auf dieser Zahl hat sich eine Debatte aufgebaut, die weit über Bizkaia hinausgeht. Denn die eigentliche Frage ist nicht, ob es am Samstag geregnet hat. Sondern was passiert, wenn der Wasserbedarf jedes Jahr steigt und die Infrastruktur, die es speichert, im Wesentlichen dieselbe wie immer ist.

Mehr Wasserhähne, dieselben Stauseen

Das Zadorra-System bündelt den Großteil der Reserven: 107 hm³, 55,5 % seiner Kapazität. Die Stauseen Artiba, Oiola, Nocedal, Zollo und Undurraga kommen auf 2,5 hm³ und liegen bei 66,4 %. Ordunte speichert 11,9 hm³, bei 54 %. Es sind dieselben Namen wie vor Jahrzehnten. Die Bevölkerung, die daraus trinkt, nicht.

Hier liegt der erste Streitpunkt. Manche halten das Problem für eine Rechenfrage: Wenn jedes Jahr mehr Menschen ans Netz angeschlossen sind, mehr Touristen und mehr Wirtschaftstätigkeit dazukommen, reicht dieselbe Stauseekapazität nicht mehr aus. Die pessimistischste Rechnung besagt, die Stauseen seien für eine weit kleinere Bevölkerung als die heutige ausgelegt worden und der Spielraum sei verbraucht worden, ohne dass jemand etwas Neues gebaut hätte. Dagegen steht das gegenteilige Argument: Die geeigneten Standorte für Stauseen sind bereits genutzt, und mehr hinzuzufügen ist nicht immer möglich oder wünschenswert.

Dass der Trinkwasserverbrauch – der häusliche – nur ein kleiner Teil der Gesamtmenge ist, bestreitet kaum jemand. Den Löwenanteil hat die Landwirtschaft. Und dort taucht eine weitere wiederkehrende Zahl auf: Rund 30 % des Bewässerungswassers wird durch schlechte Praktiken verschwendet. Würde man das korrigieren, wäre die Ersparnis größer als jede Bewusstseinskampagne.

Wie viel Wasser verbraucht ein Rechenzentrum?

Mit dem Aufkommen der künstlichen Intelligenz ist ein neuer Akteur in die Gleichung gerückt. Rechenzentren kühlen ihre Server, manche mit Wasser. Die Zahl, die in der Diskussion kursiert, ist frappierend: Eines dieser Komplexe kann so viel verbrauchen wie die Versorgung von Hunderttausenden Menschen. Eine offizielle Zahl, die das bestätigt, gibt es im Material nicht, doch die Sorge hat sich festgesetzt.

Die Antwort kommt schnell: Nicht alle Rechenzentren verbrauchen Wasser. Manche nutzen geschlossene Kühlkreisläufe und verbrauchen in Wahrheit Strom. Die Debatte verschiebt sich also vom Wasser zur Energie. Und von dort, wieder einmal, zur Infrastruktur.

Der tropfende Hahn im alten Rohr

Es gibt eine dritte Front, die es nicht in die Schlagzeilen schafft: die Netzverluste. Es wird darauf hingewiesen, dass ein großer Teil des Wassers verloren geht, bevor es den Zähler erreicht, in alten Leitungen, die niemand erneuert. Die Zahl wird nicht beziffert, aber das Bild des löchrigen Käses kehrt immer wieder zurück. Wenn das kommunizierende Gefäß unterwegs verliert, nützt das Füllen des Stausees weniger.

Zu alledem kommt der Verdacht über die Bewirtschaftung: dass Wasser abgelassen wird, um Strom in den Stunden zu erzeugen, in denen er am meisten wert ist, was den Pegel des Stausees verändert. Eine Bestätigung dafür gibt es im Material nicht, doch die Hypothese kursiert.

Die Dürre, die kommt

Der Vergleich mit den Neunzigerjahren schwebt über der Diskussion. Damals gab es Einschränkungen. Die Frage ist, ob das System eine weitere Trockenphase mit der heutigen Bevölkerung überstehen würde. Die Antwort, die die Zahl von heute gibt, ist nicht beruhigend: 31,9 hm³ unterhalb der Garantiekurve und ein September mit Rekordtrockenheit.

Der Wolkenbruch am Samstag hinterließ 81,7 Liter in Sondika, 75,3 in Bilbao und 63,1 in Getxo. Er nässte die Straßen. Mehr nicht. Und das ist vielleicht die unbequemste Lektion: Das Wetter kann einen punktuellen Coup liefern, aber die Rechnung aus Nachfrage und Angebot lässt sich mit einem Schauer nicht reparieren.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (55 Antworten).

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