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Spritpreise führen zu demokratischem Sieg in Texas
Texas wählte demokratisch, da hohe Kraftstoffkosten die Erzählung über kalifornische Migration überwogen.
Texas wird blau: Spritpreise wiegen schwerer als Migrationsnarrative
Texas, traditionell eine republikanische Hochburg, hat demokratisch gewählt. Dieser Wandel wurde nicht durch einen Zustrom pogre Kalifornier verursacht, sondern durch profane wirtschaftliche Druckmittel: Benzin- und Lebensmittelpreise. Die Theorie, dass der Staat aufgrund hunderttausender Kalifornier, die mit demokratischen Stimmzetteln die Grenze überschritten, blau wurde, hält einer genauen Prüfung nicht stand. Obwohl dieses Argument weit verbreitet ist, scheitert es an der einfachen Arithmetik.
Eine Million Menschen sind Berichten zufolge in den letzten fünf Jahren von Kalifornien nach Texas gezogen. Wenn diese Migration ausreichen würde, um einen Staat mit fünfzehn Prozentpunkten Vorsprung für die Republikaner zu kippen, müsste sich die Demografie in einem Tempo verändert haben, das keine Datenreihe stützt. Eine einfache Berechnung widerlegt dies: Eine Million Wähler können einen Differenzial dieser Größenordnung nicht umkehren.
Vier-Dollar-Gallonen und sechs Dollar für Diesel
Die Erklärung über den Geldbeutel gewinnt an Gewicht. Benzin bei vier Dollar pro Gallone und Diesel bei sechs überwiegt jede geopolitische Diskussion. In einem autogerechten Land, in dem Autofahren notwendig ist, um verarbeitete Lebensmittel im Großmarkt zu kaufen, übersetzt sich dieser Preisunterschied in Stimmen. Der Durchschnittswähler, der Kriege im Nahen Osten oder freigegebene Akten ignoriert, bestraft Kandidaten basierend auf dem Schmerz im eigenen Portemonnaie.
Einige fügen einen zweiten Faktor hinzu: Der republikanische Kandidat machte die Wahl zu einem Referendum über seine Person, statt sie lokal zu halten. Demokraten stellten lokal angepasste Kandidaten ohne schwere ideologische Last auf. Das erklärt das Ergebnis.
Erzählung vom kalifornischen Exodus erklärt das Ergebnis nicht
Die Hypothese des ideologischen Transfers leidet unter Maßstabs- und Logikproblemen. Maßstabseitig können eine Million Menschen in einem Staat mit Zehnermillionen Einwohnern keinen Fünfzehn-Punkte-Vorsprung verschieben. Logisch gesehen wählen jene, die vor schlechtem Regieren fliehen, selten dessen Praktizierende. Das Argument basiert auf Annahmen über das Wählerverhalten, die den verfügbaren Zahlen widersprechen.
Auch die Wahlenthaltung spielte eine Rolle. Ein Teil des republikanischen Wählers blieb zu Hause, entweder aus Unzufriedenheit mit dem Kandidaten oder aus der Überzeugung, dass die Stimme nichts ändere. Geringere Beteiligung in einem Lager kombiniert mit höherer Wahlbeteiligung im anderen kann einen Staat kippen, ohne dass jemand Grenzen überschreitet.
Auch Kansas, Alaska und Mississippi verschoben sich
Entscheidend war, dass der Umschwung nicht auf Texas beschränkt war. Auch Kansas, Alaska, South Carolina und sogar Mississippi bewegten sich. Laut Debattenrhetorik migriert niemand nach Mississippi, da es zu den ärmsten Staaten gehört. Wenn externe Wähler die Veränderung getrieben hätten, sollten diese Staaten nicht gewechselt haben. Doch sie taten es.
Die Schlussfolgerung ist weniger dramatisch, aber unbequemer: Wähler reagieren auf Kaufpreise und wahrgenommenes staatliches Versagen bei Grundlegendem. Alles andere ist Spekulation.
Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser Wandel festigt oder ein einmaliger Protest war. Bei den aktuellen Preisen ist die vernünftigste Vorhersage, dass die Wirtschaft weiterhin dominiert. Allerdings sind Prognosen riskant: Vor zwei Jahren hätte niemand auf ein blaues Texas gesetzt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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