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Spanische Gewerkschaften fordern Mindestlohn von 1.306 € brutto für 2027
UGT und CC.OO. schlagen vor, den spanischen Mindestlohn 2027 um 7 % auf 1.306 Euro brutto bei 14 Monatszahlungen anzuheben. Die Forderung kommt gemeinsam mit dem Generalstreik am 11. November.
UGT und CC.OO. haben eine Erhöhung des Mindestlohns (SMI) um 7 % für 2027 vorgeschlagen, was die Zahl auf 1.306 Euro brutto monatlich bei 14 Zahlungen bringen würde, 85 Euro mehr als derzeit. Der Vorschlag wird zusammen mit dem Generalstreik am 11. November vorgestellt, der auf Wohnraum und Löhne ausgerichtet ist.
Die Generalsekretäre von **UGT**, **Pepe Álvarez**, und von **CC.OO.**, **Unai Sordo**, kündigten heute Morgen den Generalstreik für den **11. November** an und ließen dabei ihre Forderung für den Mindestlohn des kommenden Jahres fallen. Eine Erhöhung um **7 %**. In Euro umgerechnet stiege der SMI auf **1.306 Euro brutto monatlich bei 14 Zahlungen**, das sind **85 Euro mehr** als der aktuelle Betrag. Die Zahl, so erklärten sie, sei heute Morgen festgelegt und der Öffentlichkeit mitgeteilt worden, bevor das Arbeitsministerium oder der Arbeitgeberverband davon erfuhren.
## 7 %, doppelt so viel wie in diesem Jahr
Die Erhöhung, die die Gewerkschaften für 2027 vorschlagen, ist mehr als doppelt so hoch wie die in diesem Jahr angewandte von **3,1 %**. Warum dieser Sprung? Sie führen zwei Argumente an. Erstens habe die Inflation **2 Prozentpunkte** Kaufkraft der Mindestlohnbezieher aufgefressen. Zweitens wollten sie den Schwung nutzen, um den SMI an die **60 % des Durchschnittslohns** heranzuführen, ein Ziel, das sie für die Festlegung des Niveaus als zentral betrachten. Diese zusätzlichen 5 % über den 2 % Inflationsrückstand ergeben die Gesamtsumme von 7 %.
Der Ball liegt nun beim Sachverständigenausschuss, der seinen Vorschlag Ende des Monats vorlegen muss. Danach beginnen die Verhandlungen am Tisch des sozialen Dialogs. Die Regierung beabsichtigt, das Verfahren zu beschleunigen und die Erhöhung noch vor den Wahlen zu beschließen. Die Gewerkschaften haben ihre Zahl bereits auf den Tisch gelegt.
## Die Arbeitgeber schauen weg
Parallel dazu steht die neue **Vereinbarung über Beschäftigung und Tarifverhandlungen (AENC)** noch aus. Die Gewerkschaften haben bereits einen Vorschlag für Lohnerhöhungen zwischen **4 % und 7 %** für diesen Tarifrahmen vorgelegt. Der Arbeitgeberverband hat nicht geantwortet. Und es scheint, als habe er es nicht eilig. Die **CEOE** hat keinerlei Absicht, Verhandlungen über diesen Rahmen zu eröffnen, und wenn doch, wird sie ihre Forderungen eher auf Krankschreibungen als auf Lohnerhöhungen richten.
Zudem sind zwei Versprechen der Regierung weiterhin unerfüllt. Das erste, das Verbot, Zulagen mit der Erhöhung des SMI zu verrechnen, eine Zusage des Arbeitsministeriums, die noch aussteht. Das zweite, die von **Yolanda Díaz** versprochene Arbeitszeiterfassung, die bislang am ständigen Widerstand des Wirtschaftsministeriums scheitert.
## Ein Streik mit Wohnraum als Auslöser
Der Aufruf zum **11. November** hat sein Zentrum im Wohnungsproblem, nimmt aber auch die Lohnforderungen auf. Die Gewerkschaften erkennen den unorthodoxen Charakter des Protests an, sowohl beim Zeitpunkt, kurz vor einer Wahl, als auch beim zentralen Anlass, der nicht streng arbeitsbezogen ist. «Sobald man einen kühnen Schritt macht, um neue Realitäten zu deuten, wird einem vorgeworfen, nicht wie in den 80er Jahren zu handeln», sagte **Unai Sordo**.
**Pepe Álvarez** verortete den Auslöser bei einer konkreten Person: «Es gibt einen Auslöser, und der heißt Maricarmen». Die prekäre Wohnsituation bestand schon lange, fand aber einen Katalysator. Die Gewerkschaften hatten für diesen Herbst bereits ein Programm von Mobilisierungen geprüft, das sich nun in eine Forderung nach bezahlbarem Wohnraum verwandelt hat. «Bei diesem Streik haben wir einen eigenen Raum und einen, den wir mit anderen Organisationen teilen», stellte Sordo klar, in Anspielung auf die **Sindicato de Inquilinas** (Mieterinnengewerkschaft), die Organisation, die den Wohnungsprotest am stärksten angeführt hat.
Die von den Gewerkschaften geforderte Erhöhung des SMI ist nicht verbindlich. Sie ist ein Vorschlag, der die Verhandlung eröffnet. Der Sachverständigenausschuss wird Ende des Monats seinen Vorschlag machen, und die Regierung entscheidet danach. Mit Blick auf die Wahlen drängt die Zeit.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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