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Spaniens 'Wein-und-Katzen'-Witz schlägt auf seine Erfinder zurück
In einem Forum wird diskutiert: Männer, die kinderlose Frauen mit dem 'Wein und Katzen'-Klischee verspottet haben, stehen in Spanien nun selbst jenseits der 40 allein da.
Der Wein-und-Katzen-Witz macht keinen Unterschied mehr zwischen den Lagern
Ein Nutzer stellt im Forum ein Paradoxon auf: Wenn Frauen, die auf die Mutterschaft verzichten, mit dem Bild vom Weinglas und der Katze verspottet wurden, welches Etikett bleibt dann für diejenigen, die die traditionelle Familie verteidigt haben und jenseits der vierzig ohne Kinder geblieben sind? Nach seiner Darstellung greifen einige dieser Verteidiger inzwischen auf die Erzählung vom 'spirituellen Krieger' zurück. Die Antwort des Threads lautet: Es gibt kein Etikett, nur eine Erzählung.
Das Thema hat drei sich überschneidende Ebenen: die Demografie, die Schuldzuweisung in der Geburtenkrise und den Verdacht, dass der Diskurs über die traditionelle Familie nie gelebte Praxis war, sondern ein Schützengraben. Im Debate wird eine Geburtenrate von **1,1 Kindern pro Frau** genannt, Einwanderer eingerechnet, laut einer Zahl eines Teilnehmers. Mit dieser Zahl stellt sich die Frage, wer dem Spiegel entkommt.
Warum der 'Wein und Katzen'-Witz nie ein Witz über Kinder war
Das zentrale Argument lautet: Der Spott richtete sich nicht gegen den Nachwuchs, sondern gegen die Einsamkeit der anderen. Die Frau mit zwei Katzen und einer billigen Flasche wurde verhöhnt, und zwar von einer Kanzel, die keine Konsequenz verlangte: Es genügte, vorher zu lachen, bevor einen der Witz selbst erreichte. Wenn dasselbe Profil zweiundvierzig wird, so der Thread, wird das Glas in 'gut allein zu sein' umbenannt und die Katze hört auf den Namen Marc Aurel. Die neue Ausrede ist die Epik: Ruhestand, Stoizismus, Lesen, sonntags in die Berge.
Manche halten diese Epik für die elegante Übersetzung von 'die Gelegenheit verpasst' oder 'es reicht nicht'. Andere erwidern, die Entscheidung gegen Kinder sei in jedem Lager legitim, niemand müsse sich rechtfertigen, und das Problem sei nicht die Entscheidung, sondern die Heuchelei derjenigen, die sie bei anderen verurteilt haben. Beides kann gleichzeitig wahr sein. Genau das macht das Thema interessant und unbequem zugleich.
Wer geht zum Elternbeirat und wer nicht: die reale Verteilung nach Stadtvierteln
Die konkreteste Beobachtung des Beitrags: Auf dem Spielplatz und bei der Abholung vom Judo gibt es viele Väter, die Parteien wählen, die mit der pogre Agenda verbunden werden, während die Verteidiger der traditionellen Familie in diesen Umfelden auffällig abwesend sind – so die Wahrnehmung des Nutzers, der den Thread eröffnet hat. Die kursierende Erklärung ist nicht ideologisch, sondern logistisch: Das Profil mit festem Gehalt, oft im öffentlichen Dienst, ist dasjenige, das sich dienstags um fünf Uhr nachmittags zu einer Elternvertretungssitzung stellen kann. Der Selbstständige und der Schichtarbeiter sind beim Lkw oder hinter der Theke seiner Kneipe.
Daraus ergibt sich eine verblüffende Erkenntnis: Das typische 'proge'-Profil ist nicht gegen Kinder, sondern für Dienstleistungen. Kita, öffentliche Schule, subventioniertes Mittagessen, Kinderarzt, verkürzte Arbeitszeit. Das stabile Doppelgehalt trägt die Kosten der Kindererziehung; der Diskurs dagegen bezahlt keine Hypotheken.
Die Trennung als entscheidender Faktor: Unterhalt, Hypotheken und Sorgerecht
Die härteste Wendung kommt mit der Scheidung. Es wird argumentiert, dass das gemeinsame Sorgerecht eher aus Geldgründen als aus Überzeugung unterschrieben wird: Der Unterhalt funktioniert wie eine Steuer für die Trennung, und die Hypothek der Familienwohnung wird weitergezahlt, ohne sie zu betreten. 'Zuerst wird das gemeinsame Sorgerecht unterschrieben, dann sieht man, wer es einhält', fasst einer der Beiträge zusammen. Und dazu kommt die Ausflucht: Manche verzichten auf das Sorgerecht mit der Ausrede, den Kindern gehe es bei der Mutter besser – und sparen sich so Schule, Arzt und Hausaufgaben und wirken dabei noch großzügig.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stützt sich derweil weiterhin auf die Großeltern. Die zitierte Anekdote – Neugeborene, die per Schiff nach Spanien geschickt wurden, mit Milchpulver und Anleitungen zur Flaschenzubereitung – erinnert daran, dass die moderne Vereinbarkeit eine Erfindung klimatisierter Büros ist.
Die geteilte Schuld und der Spiegel, in den niemand blicken will
Die Versuchung, die Schuld fünfzig zu fünfzig zwischen Männern und Frauen zu verteilen, stößt auf ein Problem: Wenn beide versagen, versagt keiner. Es wurde ein Erwachsenenleben ohne Reibung, ohne Verzicht und ohne Zeitpläne verkauft, und ein Kind zerstört diesen Nebel. Der Wein-und-Katzen-Witz war am Ende keine Kritik an der weiblichen Einsamkeit. Er war eine Art, nicht in den Spiegel zu blicken. Und der Spiegel reicht das Glas früher oder später zurück.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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