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Spaniens Verfassungsgerichtschef kritisiert Obersten Gerichtshof: "Verletzt das Wahlrecht"
Der Präsident des spanischen Verfassungsgerichts kritisiert die Aussetzung des Enkelgesetzes durch den Obersten Gerichtshof und sieht darin eine Verletzung des Wahlrechts.
Das spanische Enkelgesetz, das Nachfahren von Spaniern den Zugang zur spanischen Staatsbürgerschaft erleichtert, ist von einer vorsorglichen Aussetzung durch den Obersten Gerichtshof betroffen und hat Kritik des Präsidenten des Verfassungsgerichts, **Cándido Conde-Pumpido**, ausgelöst, der darin eine Verletzung des Wahlrechts sieht.
## Das Enkelgesetz und seine Auswirkungen auf die Wählerschaft
Das Gesetz, das Nachfahren von Spaniern im Ausland den Erwerb der spanischen Staatsbürgerschaft ermöglicht, hat eine erhebliche Debatte ausgelöst, insbesondere wegen seiner möglichen Auswirkungen auf die Wählerkartei der im Ausland lebenden Spanier (CERA). Der Oberste Gerichtshof hat auf Antrag von **Iustitia Europa** und **Vox** die Wirkungen dieses Gesetzes auf die CERA vorsorglich ausgesetzt. Die Begründung des Obersten Gerichtshofs konzentriert sich auf die Notwendigkeit, die "Transparenz des Wahlverfahrens und das Vertrauen der Bürger in dessen Ergebnis" zu wahren, angesichts eines "außergewöhnlichen Anstiegs der in der CERA eingetragenen Wähler". Es wird argumentiert, dass dieses Wachstum die Objektivität und Transparenz der Wahl schwer beeinträchtigen und irreversiblen Schaden verursachen könnte. Die endgültige Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wird nach Weihnachten erwartet, wobei die Fristen aufgrund einer Beschwerde wegen Verletzung von Grundrechten verkürzt wurden.
## Die Kritik des Verfassungsgerichts
**Cándido Conde-Pumpido**, Präsident des Verfassungsgerichts, hat seine Ablehnung der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zum Ausdruck gebracht. Nach Angaben aus Quellen hat **Conde-Pumpido** erklärt, dass die Aussetzung des Enkelgesetzes durch den Obersten Gerichtshof "das Grundrecht auf Wahlrecht verletzt", also das Recht zu wählen. Diese Äußerungen sollen gefallen sein, bevor der Fall formell beim Verfassungsgericht einging, was zu Vorwürfen der Parteilichkeit geführt hat. Es wird darauf hingewiesen, dass sich **Conde-Pumpido** bei künftigen Beratungen zu dem Thema möglicherweise enthalten muss, da er seine Position öffentlich geäußert hat. Diese Äußerungen gelten als Mangel an Respekt gegenüber dem Verfassungsgericht und seinen Richtern und könnten als Versuch interpretiert werden, künftige Entscheidungen zu beeinflussen.
## Mögliche Wege für das Enkelgesetz
Die aktuelle Lage bietet mehrere Wege zur Lösung dieses Konflikts. Eine Option ist, dass das Verfassungsgericht eine von der Staatsanwaltschaft oder der Regierungsvertretung im Namen der Exekutive eingelegte Verfassungsbeschwerde (Amparo) genehmigt, sobald der Oberste Gerichtshof sein Urteil fällt. In diesem Fall würde als vorsorgliche Maßnahme beantragt, dass das Enkelgesetz bis zur endgültigen Entscheidung des Verfassungsgerichts in Kraft bleibt. Ein anderer, schnellerer Weg wäre, dass die Exekutive beim Verfassungsgericht eine Verfassungsbeschwerde gegen die vorsorgliche Aussetzung durch den Obersten Gerichtshof einreicht. In dieser Beschwerde würde die Aufhebung der vorsorglichen Maßnahme des Obersten Gerichtshofs beantragt, sodass das Enkelgesetz bereits vor der inhaltlichen Entscheidung des Verfassungsgerichts weiter angewendet werden könnte. Die endgültige Entscheidung liegt beim Verfassungsgericht, das das Wahlrecht gegen die Integrität des Wahlverfahrens abwägen muss.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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