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Spaniens Verfassungsgericht ebnet Amnestie für Turull und Puigdemonts Rückkehr
Das Verfassungsgericht macht den Weg frei für die Amnestie der Veruntreuung im 'procés' und ermöglicht damit möglicherweise die Rückkehr von **Puigdemont**. Die Plenarentscheidung eröffnet neue Wege.
Das Tribunal Constitucional hat eine Wende in der Anwendung der Amnestie beschlossen und akzeptiert, dass die Veruntreuung im 'procés' begnadigt werden kann – das öffnet die Tür für eine mögliche Rückkehr von **Carles Puigdemont**.
Das **Tribunal Constitucional** hat einen bedeutenden Schritt getan, der die Justizlage im 'procés' verändern könnte. Der Berichterstatter, Richter **José María Macías**, hat entschieden, einen Bericht zu verfassen, der die Amnestie der Veruntreuung befürwortet – ein zentrales Delikt im katalanischen Unabhängigkeitsverfahren. Diese Entscheidung, die sich an der pogre Mehrheit des Gerichts orientiert, widerspricht seinem eigenen ursprünglichen Bericht, in dem er die Ablehnung des Tribunal Supremo verteidigt hatte, dieses Delikt zu begnadigen, wenn ein persönlicher Vorteil vorgelegen hatte.
## Kurswechsel des Berichterstatters
Der ursprüngliche Bericht von **Macías**, der dem konservativen Flügel des Verfassungsgerichts angehört, hielt fest, dass die Entscheidungen des Tribunal Supremo weder willkürlich noch offen fehlerhaft waren und dass die Auslegung des Straftatbestands der Veruntreuung durch den Obersten Gerichtshof der geltenden Rechtsprechung entsprach. Er argumentierte, die Auslegung des obersten Gerichts könne nicht als überraschend oder willkürlich bezeichnet werden. Da seine Position jedoch keine Mehrheit fand, hat **Macías** sich entschlossen, einen neuen Text zu verfassen, der die Auffassung der Plenarmehrheit widerspiegelt. Dieser Sinneswandel erfolgt im Rahmen der Beratungen über die Verfassungsbeschwerde des ehemaligen Regionalministers **Jordi Turull**.
## Veruntreuung und persönlicher Vorteil
Der Kern der Frage bei der Amnestie der Veruntreuung liegt in der Auslegung des Begriffs des "persönlichen Vorteils". Das Tribunal Supremo hatte argumentiert, dass das Delikt der Veruntreuung nicht amnestiefähig sei, wenn die Unabhängigkeitsführer einen persönlichen Vorteil erlangt hätten. Die Entscheidung des **Tribunal Constitucional**, zu einer großzügigeren Auslegung überzugehen, könnte bedeuten, dass die Veruntreuung auch bei einem gewissen Grad an Vorteil begnadigt wird. Dieser Punkt ist entscheidend, da **Carles Puigdemont** und andere ehemalige Amtsträger weiterhin auf dieser Grundlage angeklagt sind. Die Beratungen über die Verfassungsbeschwerden erfolgen, nachdem der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) bereits eine weitere Prämisse des Tribunal Supremo verworfen hat: dass die finanziellen Interessen der Europäischen Union betroffen gewesen seien.
## Der Weg zur Amnestie für Puigdemont
Die Entscheidung des Verfassungsgerichts über die Beschwerde von **Turull** schafft einen wichtigen Präzedenzfall. Wenn das Plenum die Amnestie der Veruntreuung billigt, würde sich der Weg für **Carles Puigdemont** erheblich ebnen. Das **Tribunal Supremo** hat durch den Ermittlungsrichter des 'procés', **Pablo Llarena**, signalisiert, dass er seine Entscheidung über die Anwendung der Amnestie auf **Puigdemont** beschleunigen wird, sobald er die Einzelheiten und die Begründung des Verfassungsgerichts kennt. Fällt die Antwort des TC positiv auf die Anwendung der Begnadigung der Veruntreuung aus und ist sie auf weitere Angeklagte ausdehnbar, könnte **Llarena** nicht warten, bis das Verfassungsgericht über die Beschwerde von **Puigdemont** selbst entscheidet. Der nationale Haftbefehl gegen den ehemaligen katalanischen Präsidenten, der weiterhin besteht, könnte aufgehoben werden, wenn die Amnestie Erfolg hat.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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