Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Am 18. September 2023 überraschte die spanische Frauen-Nationalmannschaft mit einer Liste, auf die sich niemand geeinigt hatte. Montse Tomé berief 19 Spielerinnen, die das Kommuniqué vom 15. September unterzeichnet hatten, in dem sie ihre „feste Absicht“ erklärt hatten, nicht nominiert zu werden. Jenni Hermoso fehlte auf der Liste. Der Verband betont, dass Nominierungen eine hoheitliche Aufgabe seien und keine Einladung. Die Berufenen überlegten laut Medienberichten, wie sie reagieren sollten.
Die Kaderliste wurde ohne Konsens veröffentlicht, während die Nations League vor der Tür stand. Das ist der Kern des Konflikts: Es geht nicht um sportliche Leistung, sondern um Macht. In diesem Streit wiegt das Reglement schwerer als jede Erklärung.
Das zerfallende Kollektiv-Kommuniqué
Der gemeinsame Text wurde am 15. September unterzeichnet. Wenige Stunden später schickten mehrere Unterzeichnerinnen laut El País individuelle E-Mails an den Verband und erklärten sich für nominierbar. Die Front bröckelte von innen, und der Verband nutzte diese Risse aus. So entstanden die 19 Nominierungen.
Dieser Ablauf kommt einer Falle gleich, die der spanische Frauenfußball selten erlebt hat. Öffentlich wird verhandelt, privat gefiltert und schließlich eine Liste veröffentlicht, die niemand abgestimmt hat. Eine Spielerin von Atlético Madrid fasste es zusammen: Sie so zu berufen, obwohl sie vor ihrer Rückkehr Änderungen forderten, sei respektlos.
Was riskiert eine Spielerin bei Nichtantritt?
Kurz gesagt: Ihre Spielberechtigung. Manche argumentieren, die Regeln sehen ein bis 15 Jahre Sperre für Spielerinnen vor, die eine Nominierung ablehnen, plus Geldbußen. Das ist keine symbolische Strafe, sondern der Ausschluss aus dem System.
Hier zeigt sich ein administratives Detail, das oft übersehen wird. Eine Abmeldung muss nicht nur per WhatsApp oder Statement erfolgen, sondern gegenüber dem RFEF (Real Federación Española de Fútbol) mit medizinischen Attesten belegt werden. Ohne Papiere gibt es keine Ausnahme. Mit Papieren ist die Freigabe auch nicht garantiert.
Zahlen zur Liga F: 18,1 Millionen Euro Einnahmen, 38,1 Millionen Ausgaben
Die Daten zur Saison 2021-2022 der damaligen Primera Iberdrola, die vom RFEF verwaltet wurde, zeigen einen Wettbewerb, der sich nicht selbst trägt: Club-Einnahmen von 18,1 Millionen Euro stehen Ausgaben von 38,1 Millionen Euro gegenüber. Das Defizit liegt bei rund 20 Millionen Euro. Hinzu kommen etwa 30 Millionen Euro öffentliche Zuschüsse.
Der Vergleich mit der Männerliga ist das häufigste Argument: Während El futbol español in derselben Saison um 11 % wuchs, blieb die Frauenliga von fremden Geldern abhängig. Befürworter halten dagegen, dass der Vergleich einer 30-jährigen Liga mit einer gerade gegründeten unfair sei. Daran ist etwas Wahres dran.
Unabhängiger Frauenverband ohne Finanzierung
Auf dem Tisch liegt ein radikaler Vorschlag: Für zwei Jahre aus der Nations League ausscheiden – ob durch Sanktion oder freiwillig – und in dieser Zeit einen eigenen Frauenverband gründen, geführt von Spielerinnen und finanziert durch deren Einnahmen.
Das Problem ist altbekannt. Niemand glaubt, dass dieser Verband allein durch Ticketverkäufe überleben könnte. Der häufigste Einwand: Er würde genauso subventioniert wie der aktuelle, nur dass dann Personen führen, die nie gewählt wurden. Ein Dilemma: Unabhängigkeit oder Kasse, aber nicht beides.
Das Datum im Communiqué
Eine Kuriosität lieferte das Statement der Berufenen selbst: Es bezog sich auf ein Communiqué vom 22. September 2023, obwohl der Kalender den 18. September zeigte. Vier Tage Zukunft, mehr nicht. In einer Krise, in der jedes Komma diskutiert wird, wirkt dieses Datumsfehler seltsam.
Mit der veröffentlichten Liste, einem entlassenen Verbandsfunktionär und Spielerinnen, die noch nicht entschieden haben, ob sie antreten, steht der Konflikt genau dort, wo er begann: Ein Reglement sagt X, die Kabine sagt Y, und der Verband nominiert trotzdem. Niemand weiß bisher, wer zuerst nachgibt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (282 Antworten).
Prozess wegen angeblicher sexueller Belästigung nach dem Kuss zwischen Rubiales und Hermoso. Analyse des juristischen Ablaufs, der neuen Consent-Gesetze und der Machtstrukturen in Spanien.
Jenni Hermoso erstattet bei der Staatsanwaltschaft Anzeige wegen des Kusses von Luis Rubiales. Der Fall wirft Fragen zur Zuständigkeit auf und könnte um den Vorwurf der Nötigung erweitert werden.
In Spanien beginnen Pflegekräfte im öffentlichen Dienst mit 30.000€, während IT-Praktikanten in der Privatwirtschaft nach vier technischen Interviews nur 18.000€ verdienen.
Patricia (49) hat seit ihrer Trennung 2018 etwa 50 Dates gehabt und ist nicht müde, sondern angewidert. Studien zeigen, dass 8 von 10 Nutzern frustriert sind.