Spaniens Strompreis steigt erstmals seit 2022 über 200 Euro/MWh

Der spanische Strommarkt verzeichnet am Dienstag einen Durchschnittspreis von 201,99 Euro/MWh, ein Anstieg von 2,6 % gegenüber Montag. Hohe Gaspreise und steigende Nachfrage treiben die Kosten.

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Spaniens Strompreis steigt erstmals seit 2022 über 200 Euro/MWh
Der durchschnittliche Tagespreis auf dem spanischen Großhandelsstrommarkt erreichte 201,99 Euro/MWh, ein Anstieg von 2,6 % gegenüber den 196,88 Euro/MWh vom Montag. Dies ist das erste Mal seit dem 5. Dezember 2022, dass die Marke von 200 Euro/MWh überschritten wird; damals lag der Preis bei 209,3 Euro/MWh.

Strompreise sind auf dem spanischen Großhandelsmarkt wieder auf Werte über 200 Euro pro Megawattstunde gestiegen. Der sogenannte Pool erzielte am Dienstag einen durchschnittlichen Tagespreis von **201,99 Euro/MWh**, was einem Anstieg von **2,6 %** im Vergleich zu Montags 196,88 Euro/MWh entspricht, wie Daten des Iberischen Elektrizitätsmarktbetreibers (OMIE) zeigen. Um einen höheren Wert zu finden, muss man bis zum **5. Dezember 2022** zurückblicken, als der Durchschnittspreis 209,3 Euro/MWh betrug.

## Was hinter dem Anstieg steckt

Steigende Gaskosten erklären einen großen Teil dieser Entwicklung. Mibgas, der Referenzmarkt für Gas in Spanien, stieg am Montag auf **75,25 Euro/MWh**. Gas bestimmt den Strompreis über GuD-Kraftwerke (Gas-und-Dampf-Kombikraftwerke), die aktiviert werden, wenn die Solarproduktion nicht ausreicht. Hinzu kommt eine höhere erwartete Nachfrage am Tag.

Der Pool funktioniert über eine Auktion, bei der ein Algorithmus die Angebote der Produzenten mit den Kaufaufträgen abgleicht. Die Angebote werden vom günstigsten zum teuersten sortiert, und der endgültige Preis wird durch das letzte Angebot bestimmt, das ins System geht. Dies erklärt die Volatilität: Der Preis hängt davon ab, ob teurere fossile Brennstoffquellen oder günstigere erneuerbare Energien genutzt werden.

Am Dienstag werden Höchstwerte von **281,31 Euro/MWh** zwischen 21 und 22 Uhr erreicht, während die Tiefstwerte bei **147,09 Euro/MWh** zwischen 16 und 17 Uhr liegen. Dies ist das übliche Muster: Nachts, ohne Sonne, bestimmen die Gas-GuD-Kraftwerke den Preis.

## Wer spürt die Rechnung?

Zum Großhandelspreis kommen fixe Kosten hinzu, die Verbraucher für Netzentgelte, Umlagen und Systemanpassungen zahlen. Der Pool spiegelt jedoch nicht exakt den Endbetrag für Verbraucher wider, die den regulierten Tarif nutzen. Seit 2024 wird für den PVPC (regulierter Stromtarif) eine neue Berechnungsmethode angewendet, die mittelfristige Preisindizes einbezieht, um starke Schwankungen zu vermeiden, während kurzfristige Referenzen erhalten bleiben, die zum Sparen anregen.

Die Bindung an den Pool-Preis wurde in den letzten Jahren reduziert, um Futures-Marktreferenzen einzubeziehen. Ab 2026 machen diese Futures-Referenzen bereits **55 %** aus. Steigende Großhandelspreise wirken sich vor allem auf Haushalte mit PVPC-Tarif aus – etwa **acht Millionen** –, da der Effekt direkt ist. Für Verbraucher im freien Markt hängen die Kosten von ihren Vereinbarungen mit ihrem Anbieter ab.

## Ein Warnsignal im September

Der tägliche Preis auf dem Großhandelsmarkt lag im vergangenen September im Durchschnitt bei **143,26 Euro/MWh**, dem höchsten Stand seit 2022. Das war **21,1 %** höher als im August und **134,7 %** über dem Niveau von September 2025. Der Trend zeigte schon vor diesem Dienstag nach oben.

Die Volatilität des Pools ist strukturell bedingt: Sie hängt vom Wetter, der Nachfrage und den internationalen Gaspreisen ab. Da GuD-Kraftwerke den Preis in sonnenlosen Stunden bestimmen, wirkt sich jede Spannung im Gasmarkt schnell auf die Stromrechnung aus. Haushalte mit reguliertem Tarif merken dies zuerst, auch wenn die neue PVPC-Berechnung einen Teil des Schocks abfedert. Wer unsicher bezüglich seines Vertrags oder des besten Tarifs ist, sollte vor Entscheidungen einen Energieberater oder seinen Anbieter konsultieren.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (25 Antworten).

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