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Spaniens sozialistische Macht vor den Richtern (ABC-Leitartikel)
Richter **Peinado** hat **Begoña Gómez** wegen Vorteilsnahme und Untreue vor Gericht gebracht, während Richter **Calama** **Zapatero** wegen Schmuckstücken und Zahlungen an seine Töchter untersucht.
Die Justiz schreitet auf zwei Fronten vor, die Figuren der spanischen PSOE betreffen, während die Regierung die Entscheidungen kritisiert und sich an die künftige Jury wendet.
Die sozialistische Macht, in ihrer Gegenwart wie in ihrer jüngsten Vergangenheit, steht unter der Lupe der Justiz. Zum einen hat Richter **Juan Carlos Peinado** angeordnet, dass sich **Begoña Gómez**, die Ehefrau des spanischen Ministerpräsidenten, wegen angeblicher Vorteilsnahme und Untreue vor Gericht verantworten muss. Es wird erwartet, dass sie vor einem Geschworenengericht steht. Fast parallel hat Richter **José Luis Calama**, der den Plus Ultra-Fall führt, **José Luis Rodríguez Zapatero** eine Frist von drei Tagen gesetzt, um Unterlagen zu Schmuckstücken vorzulegen, die in seinem Büro gefunden wurden, und hat seine Töchter **Alba** und **Laura Rodríguez Espinosa** als Beschuldigte vorgeladen.
## Zapatero und der Schmuck: Schweigen und Ermittlungen
Der Fall um den ehemaligen Ministerpräsidenten **Zapatero** ist durch eine bemerkenswerte Weigerung gekennzeichnet, öffentliche Erklärungen abzugeben. **Zapatero** selbst kündigte am **17. Juni** an, er werde den Ursprung des Schmucks klären, der im Tresor seines Büros gefunden wurde, "in einer Woche oder zehn Tagen". Mehr als drei Monate sind vergangen, ohne dass diese Erklärung kam. Nun hat der Richter ihm eine Frist von drei Tagen gesetzt, um die entsprechenden Unterlagen vorzulegen, und ein neues Gutachten über die Stücke angeordnet. Hinzu kommt die Vorladung seiner beiden Töchter als Beschuldigte wegen angeblicher Zahlungen von **Julio 'Julito' Martínez**, Berater von Plus Ultra, und anderen Kunden im Zusammenhang mit Marketingaufträgen, deren Natur von der Audiencia Nacional (dem spanischen obersten Ermittlungsgericht) untersucht wird. Zwar hat **Zapatero** das Recht, sich zu verteidigen und gerichtliche Maßnahmen anzufechten, doch langes Schweigen ersetzt keine öffentliche Erklärung – zumal er sich selbst dazu verpflichtet hatte.
## Begoña Gómez und die Regierungsoffensive
Die Lage von **Begoña Gómez** befindet sich in einer anderen Phase, das Ermittlungsverfahren ist bereits abgeschlossen. Richter **Peinado** hat entschieden, dass sie sich wegen Vorteilsnahme und Untreue vor Gericht verantworten muss; dabei bleibt sie von der Unschuldsvermutung gedeckt und behält ihre Rechte vor Gericht. Besorgniserregend ist laut der Lage nicht die Verteidigung ihrer Unschuld durch die Regierung, sondern deren Reaktion, die den ermittelnden Richter erneut angegriffen und sich sogar an die künftigen Geschworenen gewandt hat. Moncloa (der Amtssitz des Ministerpräsidenten) hat die richterliche Entscheidung "verurteilt", die Ermittlungen als "willkürlich und ungerecht" bezeichnet und eine angebliche Verfolgung der Ehefrau des Ministerpräsidenten angeprangert. Die Erklärung, man habe "volles Vertrauen, dass die Jury ausgewogen urteilen und Gerechtigkeit walten lassen wird", ist eine ungewöhnliche Formulierung für eine Regierung, denn Geschworene sind Bürger, die ihr Amt frei von politischem Druck ausüben müssen.
## Eine Strategie der Delegitimierung
Diese Lage ist kein Einzelfall, sondern scheint Teil einer wiederkehrenden Strategie zu sein, all jene zu delegitimieren, die der Regierung unbequem sind – seien es Richter, Journalisten oder politische Gegner. Die Kritik an Richter **Peinado** gilt als besonders verwerflich, zumal der Magistrat kurz vor seiner Pensionierung steht. Die Organisationssekretärin der PSOE, **Rebeca Torró**, nannte die richterliche Entscheidung "den letzten Dienst am Vaterland, bevor sie die Robe an den Nagel hängt" – eine persönliche Herabwürdigung, die eine Gerichtsentscheidung als letzten Schachzug eines Richters mit politischen Interessen darstellen soll. Eine Regierung darf mit Gerichtsentscheidungen nicht einverstanden sein und sie anfechten. Doch Richter systematisch zu diskreditieren, wenn ihre Entscheidungen den Kreis um den Ministerpräsidenten betreffen, und der Jury im Voraus Botschaften zu senden, ist mit einem institutionellen Verständnis von Macht unvereinbar.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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