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Spaniens Premier Sánchez nimmt zwei Tage frei
La Moncloa bestätigt, dass Pedro Sánchez Montag und Dienstag für private Angelegenheiten freibekommen hat, während der Druck durch laufende Ermittlungen zunimmt.
Pedro Sánchez nimmt sich am Montag und Dienstag frei
La Moncloa vermerkte dies auf seiner offiziellen Seite: Pedro Sánchez nutzt den Montag und Dienstag als freie Tage für private Angelegenheiten. Kein Krankenschein, keine Dienstreise, kein internationaler Gipfel. Zwei administrative Abwesenheitstage im wohl meistbeachteten Büro des Landes, angekündigt genau in dem Moment, als die juristische Front der Regierung nicht aufhört, neue Akten zu sammeln: eine Strafanzeige gegen Richter Peinado, das Verfahren, das Begoña Gómez betrifft, und eine Anhörung vor dem Richter, die laut Beobachtern unmittelbar bevorsteht. An jedem anderen Posten wäre dies ein abgehaktes Feld gewesen. Hier ist es ein Kapitel.
Was sind „Moscoso-Tage“ und warum klingt das wie ein Witz?
Der Name geht weit zurück und stammt von einem Minister: Javier Moscoso, damaliger Minister für Präsidialangelegenheiten in den Achtzigern, dem die Einführung eines Kontingents an freien Tagen für öffentliche Bedienstete zugeschrieben wird. Der Jargon taufte diese als Moscoso-Tage, und heute kennt jeder Beamte dieses Instrument besser als seine eigene Stellenbeschreibung. Daher der Beigeschmack: Der Mechanismus existiert, ist legal und wird von Hunderttausenden Verwaltungsangestellten genutzt. Das Bemerkenswerte ist nicht das Werkzeug, sondern wer es wann benutzt.
Denn die Parallele beleidigt die Hälfte Spaniens und unterhält die andere Hälfte. Ein Selbstständiger hat keine Moscoso-Tage: Er hat Kunden, die abspringen, und Gläubiger, die drängen. Dieser brutale und sehr reale Kontrast hat einen großen Teil des Spotts und auch der Kritik genährt. Der Regierungschef stempelt nicht, hat keine festen Arbeitszeiten und zahlt keine Beiträge pro Tag. Die Symbolik der Ankündigung hingegen steigt im Wert.
Der straffe Justizkalender im Hintergrund
Hier liegt das, was zwei freie Tage in sensibles Material verwandelt. Die Strafanzeige der Exekutive gegen Richter Peinado läuft weiter, und aus ihrem Inhalt wurde die Lesart verbreitet, dass er grundlegende Prinzipien der Gewaltenteilung ignoriert habe. Parallel dazu behaupten Beobachter, dass dem Präsidenten innerhalb weniger Tage eine weitere Anhörung vor dem Richter bevorsteht.
Um diesen Kalender herum kursiert ein Stück, das die Stimmung zusammenfasst: Eine in sozialen Medien verbreitete Berechnung besagt, dass Sánchez möglicherweise wegen bis zu fünf Verfahren und sieben verschiedener Delikte auf der Anklagebank des Obersten Gerichtshofs sitzen könnte. Diese leiten sich aus dem Verfahren gegen Begoña Gómez, den Fällen Koldo und Ábalos sowie aus einer Anzeige ab, die dasselbe Dokument als falsch bezeichnet. Es handelt sich um eine parteiische Anschuldigung ohne richterliche Entscheidung, und so muss sie gelesen werden. Aber sie markiert den Boden, auf dem jede Abwesenheit interpretiert wird.
Von der Grippe-Erkrankung zur Flucht ins Ausland: Theorien ohne Beweise
Das Folklore fehlte noch und kam pünktlich. Unter den gestapelten Erklärungen ohne jegliche dokumentarische Grundlage findet sich alles Mögliche: eine Erkältung, eine Grippe, ein ästhetisches Problem, das auf Botox am Wochenende zurückgeführt wird, eine Burnout-Krankmeldung, die noch nicht eingereicht wurde, und eine Reise nach der Dominikanischen Republik, inklusive Vergleich mit dem ehemaligen katalanischen Präsidenten, der in Waterloo bleibt, und einer verhandelten Abdankung nach Art von Juan Carlos I.
Keine dieser Versionen hält mehr als der gegenseitigen Wiederholung stand; die offizielle Mitteilung gibt keinen Grund an, nur Daten. Und man sollte es klar sagen, denn die Distanz zwischen Verdacht und Tatsache ist genau das, was den Analysten vom Klatscher trennt: Die Verwaltung hat nichts erklärt, und niemand hat ein einziges Dokument vorgelegt. Die Lücke füllt die Hypothese.
Soviel zum Rauschen. Die interessante Frage ist eine andere: Wenn der Präsident Zeit brauchte, um seine Verteidigung vorzubereiten, warum dann öffentlich machen? Einen Kalender kann man leeren, ohne es auf der institutionellen Website anzukündigen. Wer kaltes Kalkül in der Entscheidung sehen will, muss zuerst diesen Widerspruch erklären.
Der Gegenschlag: Steuerbehörde und Ayusos Partner
Während der Fokus auf La Moncloa gerichtet war, drehte sich der Scheinwerfer. Eine Information von Cadena SER besagt, dass die spanische Steuerbehörde (Agencia Tributaria) sich 17 Mal mit dem Partner von Isabel Díaz Ayuso getroffen hat, bevor sie ihn wegen Steuerbetrugs anzeigte. Das Datum wurde in zwei Richtungen gelesen: als Unregelmäßigkeit im Handeln der Behörde und als Antwortbewegung einer Regierung, die, wenn sie angegriffen wird, mit fremden Fällen zurückschlägt. Zuvor war im Fernsehen über die Absage der Madrider Präsidentin gesprochen worden. Das Punktekonto verschiebt sich blockweise.
Die Symmetrie ist das Auffälligste. Auf der einen Seite zwei freie Tage; auf der anderen Seite siebzehn gezählte Treffen. Jede Seite hat ihre Akte, und jede Akte wird geöffnet, wenn es passt.
Am Dienstag endet die Frist, und am Mittwoch wird sich zeigen, ob das Büro zur Routine zurückkehrt, ob die Anhörung bestätigt wird und ob die zwei Tage für mehr als nur Schlagzeilen gedient haben. Wie viele freie Tage kann sich ein Premierminister leisten, bevor die Abwesenheit selbst zur Erzählung wird?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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