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Spaniens PP und PSOE liefern sich Korruptionsvorwürfe
Die Debatte artet in einen Austausch von Korruptionsfällen zwischen Spaniens PP und PSOE aus: Gürtel, Púnica, Lezo, Angrois gegenüber GAL, Filesa, den ERE-Fällen oder dem Fall Koldo.
Gürtel, Púnica, Lezo und Angrois: Das Erbe, das die PP nicht loswird
Ist die PP der Calle Génova schlechter als Sánchez' Regierung im Moncloa-Palast? Diese Frage zieht sich seit einem Jahrzehnt durch jede Wahl und kehrt nun mit Nachdruck zurück. Der Ausgangspunkt ist eine einfache These: Die Summe der Korruptions- und Inkompetenzfälle der PP, ob allein oder mit Vox, stellt sie unter die aktuelle Regierung. Die Antwort der Gegenseite bestreitet die Liste nicht. Sie erweitert sie.
Gürtel, Púnica, Lezo, Yakolev 42, Prestige, Angrois und Ayusos Penthouse bilden ein Katalog, den die Rechte öffentlich lieber nicht durchblättert. Hinzu kommen Namen, die das kollektive Gedächtnis mit Katastrophen verbindet: das Prestige-Management, der Zugunglück von Angrois, Verträge-Skandale, die Regionen und Gemeinden betreffen. Die häufigste Verteidigung ist zeitlicher Natur: Das war vor zwanzig Jahren, die PP von damals sei nicht die PP von heute.
"Du auch" als Methode und Problem
Das Gespräch verheddert sich im Austausch von Listen. Einige bringen den Fall Koldo, das Vermittler-Netzwerk, den Namen Begoña Gómez ins Spiel; andere kontern mit GAL, Filesa, den reservierten Fonds, den ERE-Fällen in Andalusien, Invercaria oder den Weiterbildungskursen. Das Ergebnis ist eine Mauer aus Abkürzungen, hinter der niemand gewinnt. "Du auch" ist zum einzigen verfügbaren Argument geworden und das, geben wir zu, sagt wenig über alle aus.
Manche weisen darauf hin, dass die PP der Gürtel-Ära vier Millionen Stimmen behielt und dass die Linke ihre eigenen Politiker noch nicht gleichermaßen bestraft hat. Dies ist vielleicht der unangenehmste Datenpunkt des Austauschs: der Vergleich zwischen dem, was die Wähler damals vergaben, und dem, was sie heute vergeben.
Tote als Maßeinheit
Eine der schärfsten Wendungen kommt, wenn Opferzahlen verglichen werden. Es wird argumentiert, dass die genannten Fälle weniger Tote fordern als zwei Zugunfälle innerhalb eines Jahres, und dass man diese Bilanz um die DANA-Sturmflut, den Stromausfall und die Corona-Toten während des Managements am 8. März erweitern müsse. Die Zahl wird nicht diskutiert: Sie dient als sarracena Maßstab. Tote zählen, um zu entscheiden, wen man wählt, ist genau die Art von Kalkül, die erklärt, warum dieses Land seit einem Jahrzehnt dieselbe Diskussion führt.
Und die Alternative? Vox, Enthaltung oder nichts
Die Frage, die den Kreis schließt, ist die einfachste: Wenn alle gleich sind, wen wählt man dann? Die Antworten reichen von Vox bis zur Enthaltung, einschließlich strategischem Wählen mit zugehaltener Nase. Es gibt keine anständige politische Partei, fasst ein Teilnehmer zusammen, und dieser Satz fungiert als Grabinschrift für jede Wahldebatte.
Währenddessen läuft die Maschinerie weiter. Einige warten darauf, dass die Linke ihre Politiker so bestraft, wie die Rechte ihre bestraft hat. Andere vertrauen darauf, dass der Verschleiß die Arbeit erledigt. Und der Rest, die stille Mehrheit, die nirgendwo schreibt, blickt auf die Liste der Abkürzungen und beschließt, erst zu wählen, wenn es soweit ist. Falls überhaupt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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