Podemos-Demo für Maduro: Wenige Ältere und viel Spott
Am vergangenen Donnerstag rief die spanische Partei Podemos zu einer Kundgebung vor der US-Botschaft in Madrid auf, um gegen die Festnahme von Nicolás Maduro zu protestieren. Der Aufruf mobilisierte jedoch kaum mehr als eine Handvoll Veteranen der Partei. Die verbreiteten Bilder zeigen nur wenige Anwesende, überwiegend im fortgeschrittenen Alter, während in den sozialen Medien gespottet wurde, dass sie „in ein Taxi gepasst hätten“. Zeugen schätzten das Durchschnittsalter der Teilnehmer auf rund 60 Jahre.
Die Protestaktion war von Anfang an umstritten. Mehrere Nutzer wiesen darauf hin, dass die Demonstration weniger als 24 Stunden vorher angekündigt worden sei, obwohl die Vorschriften eine Frist von 10 Kalendertagen vorsehen. Zudem liegt der gewählte Ort – die US-Botschaft im noblen Madrider Stadtteil Salamanca – inmitten einer großen venezolanischen Gemeinde, die dem Regime Maduros überwiegend ablehnend gegenübersteht. Es gab Befürchtungen vor Zusammenstößen, doch in Madrid blieben ernsthafte Zwischenfälle aus.
Kontrast zu den Feiern der Venezolaner
Während Podemos-Anhänger gegen Maduros Festnahme demonstrierten, feierten tausende exilierte Venezolaner in Spanien die Nachricht. In Logroño eskalierte die Spannung: Eine Gruppe von Maduro-Unterstützern lieferte sich Auseinandersetzungen mit Venezolanern, die feierten, was lokale Medien berichteten. Die Parallele blieb nicht unbemerkt: Die Verteidiger des Diktators sind meist Spanier, die nie unter seinem Regime gelebt haben, während jene, die darunter litten, dessen Sturz feiern.
Podemos’ Niedergang und Realitätsferne
Die geringe Beteiligung an einer ihrer Kernthemen spiegelt den Einflussverlust von Podemos auf der Straße wider. Die Parteispitze um Ione Belarra forderte sogar, die USA zu „isolieren“, eine Haltung, die viele als unrealistisch bezeichneten. Analysten sehen die Formation nach ihrem Ausstieg aus der Regierung auf einen harten Kern treuer Anhänger reduziert, ohne Mobilisierungsfähigkeit. Das Bild der Protestaktion – wenige Teilnehmer, viele Rentner – erinnert an die letzten nostalgischen Überbleibsel vergangener Regime.
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