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Spaniens Nationalfeiertagsparade am 12. Oktober im Fernsehen
Bei der Parade zum 12. Oktober in Madrid wurden Panzer per Lkw transportiert, eine 10 Meter breite Polizeikette geräumt und eine spätere Demonstration aufgelöst. So sah es im Fernsehen aus.
Die Parade am 12. Oktober verfolgte man im Fernsehen mit Militärfahrzeugen auf Tiefladern und Lkw, nicht fahrend aus eigener Kraft. Danach wurde eine spontane Demonstration im Zentrum von Madrid von Beamten ohne Helm, ohne Schild und ohne Schlagstock aufgelöst.
Der 12. Oktober ist Spaniens Nationalfeiertag, und die Parade führt durch Madrid. Wer sie im Fernsehen sieht, sieht das, was die Regie zeigen will. Und gezeigt wurde unter anderem Militärfahrzeuge auf Plattformen, gezogen von Lkw. Die **8x8 Dragón**-Panzerfahrzeuge aus dem Programm von **Indra** und **Margarita** Robles waren angeblich schon früher vorbeigekommen, also marschierten danach andere. Das Bild eines Panzers auf einem Tieflader ist kein Schnittfehler: Es ist die übliche Art, Ketten- oder schwere gepanzerte Fahrzeuge auf der Straße zu transportieren, ohne die Mechanik zu verschleißen oder den Asphalt zu zerstören. Ein Kampfpanzer verbraucht Treibstoff in einer Menge, die es unmöglich macht, Hunderte Kilometer aus eigener Kraft zurückzulegen, und die Ketten beschädigen die Fahrbahn. Das ist natürlich nicht die offizielle Erklärung. Man spricht lieber von Klimabewusstsein. Das Ergebnis ist dasselbe: Das Fahrzeug kommt an, aber nicht fahrend.
## Feuerwehr, Polizei und Königliche Garde in derselben Parade
Die Parade ist nicht nur militärisch. Auch Feuerwehrleute, Beamte der Policía Nacional, Angehörige der Guardia Civil sowie Einheiten für Seepatrouillen und Seenotrettung marschierten mit. Alle ebenso wie die Panzerfahrzeuge auf Tiefladern, gezogen von Transportern. Die Besatzungen standen auf der Plattform und winkten. Ein Bild, das sich jedes Jahr wiederholt und das niemanden zu wundern scheint. Die **Guardia Real**, die Königliche Garde, marschierte zu Fuß. Die **UME**, die Militärische Notstandseinheit Spaniens, hat ebenfalls ihren Platz im Umzug. Die Legion zu sehen war optional. Man musste sich entscheiden: ausharren oder gehen, bevor die Notstandseinheiten kamen. Jeder entscheidet selbst, was er sich zumutet.
## Die spätere Demonstration und die zehn Meter breite Kette
Nach der Parade, gegen halb zwei Uhr nachmittags, formierte sich eine mehr oder weniger spontane Demonstration aus mehreren Straßen des Zentrums. Die Camper in der Gegend sahen sie nicht kommen. Zu dieser Zeit wachten viele, die dort die Nacht verbracht hatten, gerade erst auf. Wer am Vormittag das Lager verteidigte, waren überwiegend Frauen. Die Kameras richteten wenig Aufmerksamkeit auf diejenigen, die noch verschlafen dazukamen. Die Polizei löste die Versammlung ohne Helme, mit Mützen, ohne Schilde, Schlagstöcke oder Pfefferspray auf. Einige Beamte verfolgten die sich Zerstreuenden durch die Straßen, aus denen sie gekommen waren. Sie kehrten viel später zurück als ihre Kollegen. Sie wirkten motivierter. Eine Fernsehkommentatorin kritisierte, dass die **Carrera de San Jerónimo** und die Nebenstraßen nicht vorsorglich für eine spontane Demonstration gesperrt worden waren. Sie sagte auch, die Polizeikette zwischen den beiden Seiten sei **10 Meter** breit gewesen. Als hätte sie je einen Crashkurs in Menschenmengenkontrolle absolviert.
## Wer auf der Straße war und wer länger durchhielt
Die Demonstranten gegen das Lager waren überwiegend junge Leute in Sonntagskleidung, aus der Messe oder von der Parade kommend. Sie hielten am längsten durch, bevor sie den Platz räumten. Die überraschten Camper hatten ihre Anführer nicht zur Hand. Wer den Platz um ein Uhr nachmittags verteidigte, waren vor allem Frauen. Das Fernsehen zeigte selten die gerade Aufgewachten. In **Cintora**s Sendung war man empört, weil jemand eine Bierdose geworfen hatte. Die Dose war leer und zerdrückt. Jeden, der zufällig dort war, nannte man Nancy und Faschist. Ich weiß nicht, welche Ideen man den Jugendlichen seit dem Verbot des Rotkäppchenmärchens einimpft. Wenn sie eines Tages einen echten Nancy-Faschisten sehen, werden sie aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.
## Was im Fernsehen zu sehen war und was nicht
Von dem, was in der roten Zone geschah, zeigten die Kameras nichts. Man interviewte einen Mann, den ein Beamter angeblich mit dem Schlagstock getroffen hatte, weil er versucht hatte, die Polizeikette zu durchbrechen. Er zeigte seine Rippen. Vielleicht wollte er sich bei seiner Organisation verdient machen. Der öffentlich-rechtliche Sender lief auf mehreren regionalen Kanälen gleichzeitig. Um halb zwei lud jemand zum Essen ein. In diesem Haus sieht man nur **La 1**, **La 2**, **Teledeporte** und den Kanal **24 horas**, dazu einen Sender aus **Kastilien und León** und einen aus **Salamanca**. Oft senden sie dasselbe. Man schaltete um, als die Demagogie begann. Die Parade, die Demonstration und die Räumung sahen am Ende so aus: in Ausschnitten gesehen, zwischen Werbung und Meinungen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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