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Spaniens Massenregularisierung kollabiert: Regierung zahlt 10 € pro Vorgang
Der Regularisierungsprozess in Spanien hat die Prognosen verdoppelt: 1,3 Millionen Anträge überfordern die Verwaltung. Die Regierung bietet 10 Euro pro bearbeitetem Vorgang.
1,3 Millionen Anträge und 50 Beamte: der Wahnsinn der Regularisierung
Am 30. Juni endete die Frist für die außerordentliche Regularisierung von Migranten in Spanien. Die Regierung erwartete eine halbe Million Anträge. Eingegangen sind zwischen 1,2 und 1,3 Millionen. Das Ergebnis ist ein Lehrbuch-Beispiel für administrativen Kollaps: Die Bürokratie, auf einen viel geringeren Andrang ausgelegt, ist derzeit völlig überlastet.
Das Loch in den Prognosen
Die Zahlen sprechen für sich. 500.000 erwartete Anträge; in Wirklichkeit mehr als das Doppelte. In Vigo müssen kaum fünfzig Beamte rund 1,2 Millionen Vorgänge bearbeiten. Ein absurdes Verhältnis. In der Zwickmühle griff die Verwaltung zu einer Notmaßnahme: Freiwilligen Beamten werden 10 Euro pro außerhalb der Arbeitszeit erledigtem Vorgang gezahlt.
Das Angebot ist eher symbolisch als wirksam und überzeugt nicht. Zehn Euro pro Vorgang, wenn jeder Fall eine Prüfung der Unterlagen, Interviews und Überprüfungen erfordert. Der politische Schaden der Fehleinschätzung ist hoch: Die offizielle Erzählung der Migrationskontrolle bröckelt, wenn die Daten zeigen, dass die Verarbeitungskapazität unzureichend ist.
Freiwillige gegen die bürokratische Mauer
Die Idee, freiwilligen Beamten Extra-Zahlungen zu leisten, kollidiert mit der Realität eines Verfahrens, das nach einigen Analysen teilweise automatisiert werden sollte. Aber hier gibt es keine Abkürzungen: Jeder Antrag ist ein Mensch, und jeder Mensch ein Vorgang. Die Frage, die im Raum steht, ist, ob dieser Notbehelf ausreicht oder ob der Stau, wie es scheint, Monate andauern wird.
Unterdessen sieht die Öffentlichkeit zu, wie der Staat improvisiert: erst unterschätzt er die Lage, dann reagiert er mit Sofortmaßnahmen. Das Chaos ist keine Nachricht mehr, sondern die neue Normalität.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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