Spaniens kurioser Feministenclub: Männer übernehmen den Haushalt

Ein ehemaliger aragonesischer Abgeordnete und andere Männer treten einem "Feministenclub" in Saragossa bei und lernen Kochen und Nähen. Ihre Motive und Folgen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Eine Gruppe von Männern, angeführt von einem ehemaligen Politiker aus Aragonien, tritt einem "Feministenclub" in Saragossa bei, übernimmt Haushaltsaufgaben und lernt neue Fähigkeiten. Die Folgen dieser unerwarteten "Modernisierung" sind vielfältig und führen bei mehreren Mitgliedern sogar zur Scheidung.

## Der Club der Männer, die den Boden schrubben

Die Idee eines "Feministenclubs" hat offenbar unzählige Geschichten hervorgebracht, manche so abstrus, dass sie an Erfindung grenzen. Sogar von politischen Mafias war die Rede, die unter den Karitativsten Stimmen suchten. Was aber real zu sein scheint, ist die Existenz von Männern, die aus dem einen oder anderen Grund beschlossen haben, ihr Leben umzukrempeln und das anzunehmen, was volkstümlich als "Feminismus" etikettiert wurde. Ein auffälliges Beispiel ist **Evaristo Arquillué**, ehemaliger Abgeordneter der **Cortes de Aragón** (des Regionalparlaments von Aragonien). Nach dem Verlust seines Mandats, versunken in eine tiefe Melancholie, die im Kontrast zu seiner früheren Fröhlichkeit stand, traf seine Frau **Margarita** auf eine ungewohnte Szene: Evaristo, mit Schürze, wischte in der Küche. Ihre erste Reaktion war Unglaube; sie hielt es für eine Halluzination. Doch die Realität war hartnäckig: Ihr Mann übernahm den Haushalt. Auf die Überraschung seiner Frau reagierte Evaristo mit verblüffender Gelassenheit: "Sehr viel, Liebes".

Die Nachricht von Evaristos plötzlicher "Modernisierung" erreichte bald seine Kinder, beide Studenten. Ihre Reaktion war deutlich und befreiend: "Es ist nie zu spät, sich zu modernisieren". Dieser Satz war keineswegs ein Vorwurf, sondern schien ihnen den Schlüssel zu geben. Die Freunde der Familie beobachteten die Lage mit einer Mischung aus Belustigung und Mitleid, besonders gegenüber Margarita. Die Wandlung eines früheren Machos, der einst angedeutet hatte, die Berufstätigkeit der Frau sei die Ursache der Weltwirtschaftskrise, erweckte Misstrauen. Die Wohnsiedlung, in der sie lebten, füllte sich bald mit Kommentaren und Witzen. Ein Nachbar, Versicherungsverkäufer, fragte Evaristo sogar direkt, was er mit seinen neuen Aktivitäten bezwecke.

## Eine neue häusliche Ordnung im Zorongo

Evaristos Geschichte blieb kein Einzelfall. Bald schlossen sich fünf weitere Nachbarn aus der Siedlung **El Zorongo** dem an, was als "Feministenclub" bekannt wurde. Diese Treffen, anfangs montags abends, wurden schließlich auf Samstage verlegt, vielleicht als Verbeugung vor der Familieneinrichtung, wobei das Endergebnis ein anderes war. Im Club schienen die Aktivitäten vielfältig zu sein. Ein Mitglied lernte zum Beispiel Nähen und übernahm die nötigen Reparaturen für die ganze Gruppe. Trotz der Sauberkeit und Ordnung, die in ihren Haushalten zu herrschen schienen, und obwohl ihre Verkäufe bei der Arbeit nicht litten, nährte das Geheimnis um ihre wahren Aktivitäten Gerüchte, darunter das einer angeblichen "Verweichlichung".

Die Ehefrauen, besorgt um die psychische Gesundheit ihrer Männer und die Zukunft ihrer Beziehungen, erlebten unsichere Zeiten. Was dann geschah, war zumindest überraschend. Heute sind alle Mitglieder dieses kuriosen Clubs geschieden. Und das Kurioseste: Die Scheidungen gingen von den Ehefrauen aus. Die Männer ihrerseits schienen es nicht zu wundern und lächelten so, als wäre das genau der Ausgang, den sie von Anfang an gesucht hatten. Die Wahrheit über ihre Motive bleibt jedoch ein Rätsel.

## Unabhängigkeit und neue Chancen

Nach den Scheidungen hat jeder sein Leben unabhängig neu aufgebaut. Eines der Clubmitglieder steht tatsächlich kurz vor einer erneuten Heirat. Die Erfahrung dieses männlichen "Feministenclubs", mit seinen Koch- und Nähstunden und einer scheinbaren Neuordnung der Rollen, hat unauslöschliche Spuren im Leben der Beteiligten hinterlassen. Was als Anekdote begann, vielleicht angetrieben von einem Ex-Politiker auf der Suche nach einem neuen Ziel oder dem Wunsch, gesellschaftliche Konventionen herauszufordern, endete damit, ganze Familien neu zu formen. Die letzten Gründe für diese radikale Wende in ihrem Leben, und ob sie wirklich eine persönliche Transformation suchten oder etwas mehr, wird man vermutlich nie mit Sicherheit wissen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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