Königin Letizia: Psychopathin oder Opfer einer Hetzkampagne?
Es ist nicht üblich, dass eine Titulkönigin so viele und so unterschiedliche Schmähnamen auf sich zieht. Psychopathin, besessen, Hexe, KI... die Liste der Bezeichnungen, die über Königin Letizia in bestimmten Online-Ecken kursieren, geht weit über politische Kritik hinaus. Der jüngste Fall: ein Thread, in dem sie mit Livia, der Frau des Augustus, verglichen wird und in dem behauptet wird, ihr Gesichtsausdruck sei typisch für „Hexen oder Geister aus dämonischen Pavor". Manche gehen noch weiter und behaupten, sie sei nicht dieselbe Person oder gar eine künstliche Intelligenz.
Der Hintergrund einer extremen Abneigung
Hinter der Galligkeit steckt eine Besessenheit mit König Felipe VI., der als „Fußabtreter-König" und „feiger Erpresster" beschrieben wird. Die Theorie einer toxischen Ehe, in der sie die Fäden zieht, ist nicht neu, erreicht im Netz aber pathologische Ausmaße. Es gibt keinen konkreten Beleg für diese Behauptungen; sie stützen sich auf Fotos, Gesten und eine düstere Deutung jedes öffentlichen Auftritts.
Mehr Lärm als Substanz
Das Bemerkenswerte an diesem Fall ist die emotionale Intensität. Während manche von einer „verrotteten Seele" sprechen, konzentrieren sich andere auf die körperlichen Attribute ihrer Schwester. Diese Mischung aus Misogynie, Homophobie und Verschwörungstheorie ist in Spanien nichts Neues, doch ihre Anwendung auf das Königshaus findet ein treues Publikum. Wer Beweise erwartet, wird enttäuscht: Hier trägt das Erzählung verzerrte Bilder und das Echo einer diffusen Unzufriedenheit.
Mit diesen Zutaten gewinnt die Monarchie eine weitere Front dazu. Die Königin ist zum Guten wie zum Schlechten zum Zentrum einer Erzählung geworden, die keine Fakten braucht.
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