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Schizophrenie: Warum „ich habe sie nicht mehr“ in die Irre führt
Schizophrenie ist chronisch: Sie lässt sich mit Behandlung kontrollieren, verschwindet aber nicht. Warum „ich habe sie nicht mehr“ Remission mit Heilung verwechselt.
Schizophrenie ist nicht heilbar: Was hinter dem „ich habe sie nicht mehr“ steckt
Kann man Schizophrenie loswerden? Die kurze Antwort – und die, auf der die klinische Praxis beruht – lautet: nein, man lebt mit ihr. Schizophrenie ist eine schwere psychische Erkrankung mit chronischem Verlauf, die durch eine dauerhafte Behandlung kontrolliert wird, keine Grippe, die vergeht und aus der Krankenakte verschwindet. Remission mit Heilung zu verwechseln, ist das Missverständnis, das einen großen Teil der öffentlichen Debatte über psychische Gesundheit durchzieht.
Was „ich habe sie nicht mehr“ wirklich bedeutet
Die Symptome können abklingen. Die Krankheit nicht. Wenn die antipsychotische Medikation wirkt und der Patient die Behandlung durchhält, werden Schübe häufig seltener oder bleiben jahrelang aus. Das ist keine Heilung: Das ist Kontrolle. Das in der Klinik wiederholte Kriterium misst die langfristige Stabilität, und manche setzen die Referenz bei zehn Jahren ununterbrochener Beobachtung an, bevor man die Besserung als gefestigt betrachtet. Die Behandlung in dieser Phase abzubrechen ist, so sind sich die Fachleute einig, eine der häufigsten Ursachen für einen Rückfall.
Von der Diagnose zum Stigma: der Abkürzung, die nicht trägt
In der öffentlichen Debatte kehrt ein altes Muster zurück: die Krankheit mit einer Handvoll gewalttätiger und bizarrer Fälle zu illustrieren und daraus eine allgemeine Regel abzuleiten. Diese Abkürzung ist falsch und vergiftet zudem die Diskussion. Die Gleichsetzung der Diagnose mit Kriminalität widerlegt bereits die klinische Praxis selbst: Wo ein Risiko besteht, hängt es meist von Faktoren wie Drogenkonsum, fehlender Behandlung oder sozialer Ausgrenzung ab – nicht von der Diagnose selbst. Eine Gruppe zum Inbegriff von Gefahr zu machen, beugt nichts vor; es hält Menschen nur davon ab, Hilfe zu suchen.
Dass jemand feiert, „keine“ Schizophrenie mehr zu haben, ist im Grunde eine gute Nachricht, die schlecht formuliert ist. Das Problem ist nicht sein Optimismus. Das Problem ist alles andere, was dieser Satz mit sich trägt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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