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Spaniens Hochhaus-Debatte: Das Fallrohr wird zum Problem
Ein 15-stöckiges Gebäude würde 840 Spülungen täglich durch ein einziges Fallrohr erzeugen: fast eine pro Minute im Erdgeschoss, so eine Berechnung, die gerade die Runde macht.
Ein 15-stöckiges Gebäude: 840 Spülungen am Tag durch ein Fallrohr
Gestapelte Wohnungen lösen das Flächenproblem und erschweren etwas anderes: die Entwässerung. Das ist der Kern einer Berechnung, die dieser Tage in einem Wohnungs-Forum kursiert und einer alten Intuition Zahlen gibt. Wenn ein vierstöckiger Block mit vier Wohnungen pro Etage 224 tägliche Spülungen durch dasselbe Rohr erzeugt, treibt eine Erhöhung auf fünfzehn Stockwerke die Zahl auf 840. Alles fließt durch ein einziges Fallrohr.
Von einer Spülung alle 4,2 Minuten zu einer pro Minute
Die Rechnung geht von einer einfachen und etwas diskutablen Prämisse aus. Pro Wohnung werden 14 Bewohner angesetzt, multipliziert mit den 16 Wohnungen eines flachen Gebäudes ergibt das 224 Spülungen am Tag. Verteilt auf 16 Stunden Aktivität sind das 14 pro Stunde: fast eine alle 4,2 Minuten für den, der im Erdgeschoss wohnt. Die Zahl ist keine Messung, sondern eine Grob-Schätzung auf der Serviette.
Mit demselben Maßstab konzentriert ein 15-stöckiges Gebäude mit 60 Wohnungen 840 tägliche Spülungen. Auf 16 Stunden verteilt steigt der Durchschnitt auf 52 pro Stunde. Das heißt, praktisch eine Spülung pro Minute im Erdgeschoss. Die Rechnung lässt zudem Familiennachzug außer Acht — wenn mehr Menschen zusammenleben als geplant —, was die Zahl nur nach oben treiben würde.
Wie viele Spülungen verkraftet ein Fallrohr, ohne zu verstopfen?
Niemand hat eine Entwässerungs-Berechnungssoftware auf die Sache losgelassen, und das ist der erste Warnhinweis. Als Richtwert wird ein Rohr mit 500 Millimetern vorgeschlagen, ein halber Meter Durchmesser, ohne dass irgendeine ingenieurtechnische Prüfung das stützt. Die berechtigte Frage ist, welchen Durchfluss ein Standard-Fallrohr verträgt, wenn Dutzende Wohnungen gleichzeitig ablassen.
In die Höhe bauen als Rezept für den Wohnungsmarkt
Manche behaupten, Hochbau sei der Weg, um die Wohnungsprobleme zu lösen. Die Entwässerung kommt in dieser Gleichung meist nicht vor. Der Einwand: Fläche wird zwar gespart, aber die Infrastruktur — Fallrohre, Kanäle, Kläranlagen — ist auf ein bestimmtes Bevölkerungsvolumen ausgelegt, und dieses Volumen wächst langsamer als die Geschossdecken.
Wenn das Fallrohr überlastet ist und das Netz nicht mehr hergibt
Das sich abzeichnende Szenario ist nicht schön. Verstopfungen, Eigentümergemeinschaften, die die Wartung nicht bezahlen, und Abflüsse, die am Ende an der Fassade austreten, mit dem klassischen Ruf Agua va ("Wasser kommt!") als einziger Abwasserbewirtschaftung. Zur Liste gesellt sich das Zusammenleben: laute Musik bis zwei Uhr nachts.
Und einen Schritt weiter: die Frage, wann die Kläranlagen, ausgelegt für eine Einwohnerzahl, die mit dem Bautempo nicht mithält, zu überlaufen beginnen.
Vor diesem Hintergrund wäre es vernünftig, wenn jede ernsthafte Debatte über die Gebäudehöhe am Ende die Variable Entwässerung in die Planung einbezieht. Vernünftig und, angesichts der Art, wie über Wohnraum diskutiert wird, ziemlich unwahrscheinlich. Das Fallrohr bleibt das Letzte, was sich jemand ansieht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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