Spaniens häufigster Lohn fällt auf das Niveau von 2007 zurück

Der häufigste Lohn in Spanien sinkt 2025 auf 14.586 Euro – dasselbe Niveau wie 2007. Inflation, Steuern und die Wirkung des IMV erklären die Stagnation.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spaniens häufigster Lohn fällt auf 14.586 Euro – wie 2007

Die entscheidende Zahl ist nicht der Durchschnitt, sondern der Modus: der Lohn, der am häufigsten vorkommt. Und das Ergebnis ist vernichtend. Nach den verfügbaren Zahlen stieg der Modallohn in Spanien von 14.503 Euro im Jahr 2007 auf 18.468 Euro im Jahr 2018, ist seitdem aber auf die für 2025 prognostizierten 14.586 Euro abgestürzt. Das heißt: Nach fünfzehn Jahren verdient der spanische Arbeitnehmer mit dem häufigsten Lohn genauso viel wie zu Beginn der Finanzkrise.

Ein Aufschwung, der sich als Trügerisch erweist

Der Anstieg bis 2018 schien einen Aufschwung einzuleiten, doch der Trend hat sich umgekehrt. 2023 lag der Modallohn bereits bei 14.586 Euro, identisch mit 2025, mit einem leichten Anstieg 2024 auf 15.575 Euro, der sich nicht hielt. Wer diese Zahlen mit dem Durchschnittslohn vergleicht, warnt vor einem Fehler: Der Durchschnitt wird durch hohe Gehälter nach oben getrieben, während der Modus die Realität der Mehrheit abbildet. Und diese Realität ist nach Abzug der kumulierten Inflation von Stagnation oder Rückschritt geprägt.

Steuern, Wohnkosten und der IMV-Effekt

Die Debatte geht über die nackten Zahlen hinaus. Die Steuerlast ist gestiegen, das spanische System mit 14 Lohnzahlungen pro Jahr zwingt Arbeitnehmer, die Unternehmen kostenlos zu finanzieren, und die Wohnkosten haben jeden Gewinn aufgefressen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass das Ingreso Mínimo Vital (Spaniens Grundsicherung) für Familien mit Kindern in einigen Fällen bereits über dem Durchschnittslohn liegt, was Arbeitsanreize untergräbt, die schwer zu ignorieren sind. Unterdessen sind die Terrassen voll, doch die Basis der Lohnpyramide bleibt in der Vergangenheit verankert.

Angesichts dieser Zahlen lautet die Frage nicht, warum niemand sparen kann, sondern wie man überhaupt bis zum Monatsende kommt. Für die meisten bleibt die Antwort ein Rätsel.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (32 Antworten).

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