Spaniens Gewerkschaften schweigen zu Adif-Vorwurf vor Streik

UGT und CCOO schweigen, während Adif einen Techniker für das Versagen von Urda verantwortlich macht und Arbeiter am 17. November streiken.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spaniens Gewerkschaften schweigen zu Adif-Vorwurf vor Streik
Das Schweigen von UGT und CCOO, während Adif einen Techniker belastet

Ein Mitarbeiter des Kontrollzentrums von Adif (spanische Bahninfrastruktur) wird in Audios genannt, die an regierungsfreundliche Medien durchsickerten. Die Guardia Civil ermittelt, ob Druck ausgeübt wurde, Züge nach dem „menschlichen Fehler“ von Urda weiterfahren zu lassen. Während der Fokus auf das schwächste Glied fällt, schweigen Spaniens zwei größte Gewerkschaften – UGT und CC.OO. Keine Pressekonferenz. Keine Forderung nach politischer Verantwortung. Dieses Schweigen ist die Nachricht in einem Sektor mit historischer Präsenz.

Unruhe unter den Arbeitern: Adif-Kontrolleure berichten von Druck, um Verspätungen zu vermeiden. Eine Renfe-Inspektorin behauptet, Züge verschwinden täglich wegen IT-Fehlern von den Karten, Drohungen folgten auf tausende Berichte. Die Basis spricht; die Führung nicht.

Der Streik am 17. November: Arbeiter organisieren sich ohne Führung

Adif-Gewerkschaften riefen für den 17. November zum Streik auf, um mehr Sicherheit von der Regierung Pedro Sánchez zu fordern. Dies folgt einer Anzeige der Eisenbahngewerkschaft Alferro beim Generalstaatsanwalt des Obersten Gerichtshofs gegen Óscar Puente wegen geleakter Gespräche zwischen Adif-Kontrolleuren und Lokomotivführern. Die Guardia Civil fand zudem Spuren, die laut Berichten auf Moncloa im Audio-Leck hinweisen, das Puente nutzte, um einen Techniker zu beschuldigen.

Der ehemalige AVE-Wartungsdirektor schrieb: „Die Schuld ohne Ermittlung einem namentlich genannten Regler zuzuschieben, ist empörend.“ Kontrolleure fürchten Identitätslecks. Die Staatssekretärin für Kommunikation war bei der Herunterladung des Audios anwesend. *El Español* berichtete, Aufnahmen seien bei Puentes Besuch im Kontrollzentrum Atocha entstanden.

Warum UGT und CCOO Adif- und Renfe-Arbeiter nicht verteidigen

Insider führen dies auf Machtstrukturen zurück. Ein ehemaliger Adif-Vorstand aus der UGT hat zwei Söhne dort arbeiten. Óscar Puente politisierte die Adif-Führung mit Sozialisten in Schlüsselpositionen. Adif-Beschäftigte prangern eine interne „Hexenjagd“ an: „Sie wollen alle zum Schweigen bringen, die nicht per Handschlag ernannt wurden.“

Manche argumentieren, große Gewerkschaften lebten besser als die geschützten Arbeiter. In großen Firmen oder Ministerien inszenieren sie Kämpfe, die sie stets verlieren, was ihre jährliche Finanzierung erhöht. Führungskräfte verdienen; die Basis zahlt.

Das Beispiel Taberna Garibaldi und doppelte Standards

Ironisch: Die CNT-Gewerkschaft der Taberna Garibaldi – Pablo Iglesias’ Bar – meldet „entwürdigende Behandlung“ mit Schichten bis zu 14 Stunden. Dort gibt es Gewerkschaft, Anzeige und Medienfokus. Bei Adif, mit belastetem Techniker und laufender Ermittlung, fehlt dies.

Die meisten Lokomotivführer, Kontrolleure, Hafenarbeiter und Polizisten sind anderen Gewerkschaften beigetreten, die echten Schutz bieten. Das Image von UGT und CCOO ist ruiniert; die Führer wissen es und geben auf, stattdessen Parteien zu unterstützen, die öffentliche Gelder versprechen.

Wichtig: Der Streik am 17. November wird von Adif-Gewerkschaften ausgerufen, nicht von der Führung, die mit dem Ministerium verhandelt. Jemand muss erklären, wen sie vertreten.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (69 Antworten).

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