Spaniens Behauptung über 23 Mrd. Euro Gaseinsparungen widerspricht steigenden Rechnungen

Der Gasverbrauch für Strom stieg zwischen 2016 und 2025 um 67 %, während angebliche Einsparungen von 23 Milliarden Euro angeführt werden. Die Zahlen passen nicht zusammen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spaniens Behauptung über 23 Mrd. Euro Gaseinsparungen widerspricht steigenden Rechnungen
Spaniens Behauptung über 23 Mrd. Euro Gaseinsparungen widerspricht steigenden Rechnungen

Spanien hätte angeblich den Kauf von Gas im Wert von 23 Milliarden Euro dank erneuerbarer Energien vermieden, eine Zahl, die in der Debatte als großer Erfolg gepriesen wird. Diese Behauptung wird jedoch durch einen Blick auf die tatsächlichen Rechnungen infrage gestellt: Der Gasverbrauch zur Stromerzeugung stieg von 59,7 TWh im Jahr 2016 auf 99,7 TWh im Jahr 2025, während die gesamte Erzeugung nur um 3,8 % zunahm, laut Daten aus der Diskussion. Wenn die Einsparungen real sind, muss erklärt werden, warum mehr Gas als je zuvor verbrannt wird.

Die Zahl von 23 Milliarden Euro wird als Nettosaldo dargestellt, ignoriert aber die andere Seite der Gleichung: die Investitionen für Installation, Wartung und Netzanbindung der erneuerbaren Produktion. Kritiker weisen darauf hin, dass Kosten für Grundstücke, Module, Windräder, Kreditamortisation und Ausgleichsdienste in den Schlagzeilen fehlen. Ohne diese ist die Ersparnis nur eine buchhalterische Illusion, vergleichbar mit der Behauptung, Kraftstoff zu sparen, indem man das Auto stehen lässt und täglich Taxi fährt.

Mehr Gas verbrannt trotz mehr installierter Erneuerbarer

Branchendaten stützen die Erzählung großer Einsparungen nicht. Zwischen 2016 und 2025 schoss der Gasverbrauch für GuD-Kraftwerke um 67 % in die Höhe, während die gesamte Stromerzeugung nur um 3,8 % stieg, laut Debattendaten. Das bedeutet, dass 32 GW Kapazität für erneuerbare Energien hinzukamen, was die installierte Leistung auf 139 GW brachte, obwohl die übliche Nachfrage bei etwa 30 GW liegt. Die unbequeme Schlussfolgerung lautet: Es gibt Überschusskapazitäten, die verschwendet werden, während Gas weiterhin als unverzichtbare Reserve dient.

Kritiker argumentieren, dass das Design des Strommarktes diese Paradoxie verschärft. Im Pool-System wird jede Energie zum Preis der zuletzt eingesetzten Technologie bezahlt, was fast immer Gas ist. Somit wird jede kWh erneuerbarer Energie zum Gaspreis vergütet, nicht nach ihren tatsächlichen Produktionskosten. Der Verbraucher zahlt die Differenz. Die Rechnungen sinken nicht; sie steigen. Währenddessen geben Vertriebsunternehmen Ausgleichsdienste und Netzentgelte – die angeblich den massiven Einstieg erneuerbarer Energien kompensieren sollten – auf die Rechnungen weiter.

Die versteckten Kosten der Energiewende

Ein Vergleich der Erzeugungskosten widerlegt einen weiteren Mythos, basierend auf Daten aus der Diskussion. Kernkraft hat durchschnittliche Kosten von rund 30 €/MWh, erreicht aber nach Steuern und Abgaben 67 €/MWh im Markt. Photovoltaik mit ähnlichen Erzeugungskosten (35 €/MWh) bleibt nach Abgaben bei 35 €/MWh. Der Unterschied ist nicht technologisch, sondern fiskalisch: Kernkraft wird benachteiligt, Solar gefördert. Das Ergebnis ist ein System, das Energie zum Gaspreis bezahlt, mit verzerrten Anreizen und Endrechnungen, die die echten Produktionskosten nicht widerspiegeln.

Eine vollständige Aufschlüsselung zeigt überraschende Diskrepanzen. Befürworter der Einsparungen behaupten, ohne erneuerbare Energien wären die Gaskosten viel höher gewesen; Kritiker entgegnen, dass die Kosten der Energiewende die Marge aufgefressen haben. Dazwischen zahlen Verbraucher durchschnittlich 20 Cent pro kWh, mit Spitzen von 40 Cent in Nachtstunden, laut Debattendaten. Wo ist die Ersparnis?

Ihre Stromrechnung

Die Debatte dreht sich nicht darum, ob erneuerbare Energien gut oder schlecht sind. Es geht darum, ob die Erzählung der Einsparungen einer numerischen Überprüfung standhält. Bisher lautet die Antwort: Nein. Der Gasverbrauch ist gestiegen, die Stromrechnungen sind teurer geworden und das System hängt weiterhin vom Gas ab, um die Versorgung zu sichern, sagen Kritiker. Unterdessen wird die Zahl von 23 Milliarden Euro wie ein Mantra wiederholt, ohne dass jemand deren Herkunft oder ausgeschlossene Kosten erklärt.

Die offene Frage ist unbequem: Wenn die Einsparungen so offensichtlich sind, warum spiegeln sich diese dann nicht in den Rechnungen wider?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (65 Antworten).

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