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Spaniens Ayuso gibt für 15.000-Euro-Reise nach Mexiko nur 623 € an
Die madrilenische Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso hat für eine Mexiko-Reise, die fast 15.000 Euro kostete, nur 623 Euro deklariert. Wer bezahlt hat, ist weiterhin unbekannt.
Ayuso gibt nur 623 € für Mexiko-Reise an – der Rest bleibt im Ungewissen
Wie viel kostete die Mexiko-Reise von Isabel Díaz Ayuso? Den offiziellen Unterlagen nach zu urteilen: wenig bis nichts. Die Regionalpräsidentin von Madrid hat beim Transparenzportal der Comunidad de Madrid lediglich 623 Euro angegeben. Kursierenden Berichten zufolge beliefen sich die tatsächlichen Ausgaben auf rund 15.000 Euro. Dieser Unterschied ist keine Buchhaltungsdetailsache: Es ist das schwarze Loch einer Reise, bei der niemand erklären kann, wer bezahlt hat.
Die Reise fand im Mai statt und war von Anfang an umstritten. Ayuso verteidigte offen die Person Hernán Cortés – mit entsprechender Verstimmung in Mexiko – und kehrte mit belasteten institutionellen Beziehungen zurück. Doch der innere Skandal dreht sich ums Geld. Laut den veröffentlichten Informationen hat die Präsidentin nur 623 Euro deklariert und bereits angekündigt, keine weiteren Daten liefern zu wollen, da die Reise nicht über den Haushalt der Regionalverwaltung abgerechnet wurde. Ein Berater nannte den Produzenten Enrique Cerezo als Bezwinger einiger Ausgaben, doch Unterkunft, Transport und Mahlzeiten bleiben in den offiziellen Papieren herrenlos.
Der ewige Kontrast: Ceuta und La Mareta
Auf der anderen Seite der Waage erinnern manche daran, dass der spanische Ministerpräsident auf seiner Reise nach Ceuta ein deutlich höherer Betrag – bis zu viermal mehr – ausgegeben haben soll, so die kursierenden Vergleiche. Auch die Kosten für die rund 60 eingesetzten Beamten zum Schutz der Residenz La Mareta werden genannt. Das Argument ist bekannt: Manche Ausgaben werden mit der Lupe geprüft, andere ohne Rechnung durchgewunken.
Transparenz funktioniert hier offenbar mit zweierlei Maß. Es ist egal, ob ein Produzent oder ein Mäzen die Reise bezahlt: Solange die Gesamtkosten nicht veröffentlicht werden, ist der Verdacht Teil der Rechnung. Und mit 623 deklarierten Euro weiß jeder, der einen hohen Amtsträger nach Mexiko schicken will, den Preis: gratis.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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