Spanien: Steuerprüfer, die Zapatero nie untersuchten, erhalten 25.000 € im Monat

Das spanische Finanzministerium belohnt Steuerprüfer, die Ermittlungen gegen Zapatero und den Bruder von Sánchez vermieden, mit Botschaftsposten und 25.000 € Monatsgehalt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Steuerprüfer, die Zapatero nie untersuchten, erhalten 25.000 € im Monat

Mindestens vier spanische Steuerprüfer haben Posten im Ausland erhalten, mit Gehältern, die bis zu 25.000 Euro monatlich erreichen können. Zu den Einsatzorten, wie die Zeitung El Debate berichtete, gehören die Botschaften in Washington D. C., Panama und Brüssel. Das Finanzministerium soll damit hohe Funktionäre der Steuerbehörde belohnt haben, die keine Ermittlungen gegen den früheren Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero oder gegen David Sánchez, den Bruder des Regierungschefs, angeordnet hatten – beide sind in Korruptionsverfahren verwickelt.

Beförderungen, die das Gehalt verdreifachen

Die Ernennungen betreffen die Spitze der Behörde, die bis vor weniger als einem Monat von Soledad Fernández Doctor geführt wurde. Laut dem genannten Medium wollte die Führung wegen des Drucks der Regierung zurücktreten. Mit diesen Posten können sich die Gehälter verdreifachen. Das ist kein Detail am Rande: 25.000 Euro im Monat für eine Stelle, die dem Wortlaut nach dem Allgemeinwohl dienen sollte, wie Artikel 103 der Verfassung erinnert. Die Verwaltung, so heißt es dort, handele objektiv und in voller Unterwerfung unter das Gesetz.

Prämie fürs Nicht-Ermitteln?

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Manche sehen in diesen Personalentscheidungen eine Demütigung der Steuerzahler und ein weiteres Beispiel für eine Verwaltung, die nach dem Prinzip von Gefälligkeiten und Schwarzgeld funktioniert. Andere erinnern daran, dass man vor dem Wort Straftat abwarten sollte, bis die Gerichte entscheiden. Doch die Tatsache, dass jene mit Traumposten belohnt werden, die keine Ermittlungen gegen den Ex-Regierungschef und den Bruder des Amtschefs vorangetrieben haben, hinterlässt einen Beigeschmack, den man kaum ignorieren kann.

Das Problem: Die Entscheidung ist bereits gefallen. Und nichts deutet darauf hin, dass sie überprüft wird. Solange die Steuerbehörde politischem Druck ausgesetzt ist, lautet die Frage nicht, ob diese Ernennungen legal sind, sondern ob sich jemand traut, sie zu bewerten.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (20 Antworten).

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