Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Spanien: Steueramt nennt Gehaltsband 30.000–60.000 € als häufigstes
Das spanische Finanzamt sieht das Band 30.000–60.000 € als am stärksten besetzt, doch Berechnungen zeigen, dass 72% der Arbeitnehmer weniger verdienen.
In Spanien ist laut dem Finanzamt (Agencia Tributaria) das Gehaltsband von 30.000 bis 60.000 € das am häufigsten vertretene
Die aus den Statistiken des spanischen Finanzamts gewonnenen Daten haben eine heftige Debatte ausgelöst: Wenn das Einkommensband zwischen 30.000 und 60.000 Euro die meisten Steuerpflichtigen umfasst, dann ist das übliche Gehalt in Spanien nicht der Mindestlohn (SMI), sondern ein Bereich, der doppelt so hoch ist wie der gesetzliche Mindestlohn. Diese Schlussfolgerung widerspricht der Wahrnehmung von Millionen Arbeitnehmern, die nur den tariflichen Mindestsatz erhalten, sowie der Ansicht, dass das statistisch häufigste Gehalt – das Modus-Einkommen – weiterhin der reine SMI sei. Der Schlüssel liegt darin, wie die Steuerstufen definiert sind.
Warum das Band 30.000–60.000 € als das bevölkerungsreichste erscheint
Die Statistik des Finanzamts unterteilt die Steuerpflichtigen in Intervalle unterschiedlicher Breite. Von 0 bis 30.000 Euro gibt es fünf Stufen; von 30.000 bis 60.000 Euro nur eine einzige. Dieses einzelne Band mit einer Breite von 30.000 Euro fasst mehr Steuerzahler zusammen als jede der fünf schmaleren Stufen darunter. Das Ergebnis ist ein statistisches Artefakt: Das breiteste Band wirkt am häufigsten, ohne dass dies bedeutet, dass die Mehrheit tatsächlich zwischen 30.000 und 60.000 Euro verdient.
Eine verbreitete Kritik an dieser Lesart liefert eindeutige Zahlen: Teilt man die Bevölkerung in zwei Hälften – unter und über 30.000 Euro –, fallen 72,37 % der Arbeitnehmer in die erste Gruppe und nur 27,63 % in die zweite. Bei einer Schwelle von 21.000 Euro verdienen 54,54 % weniger und 45,46 % mehr. Demnach erreicht die Mehrheit der Angestellten laut dieser Berechnung keine monatlichen Bruttobeträge von 1.500 Euro bei vierzehn Monatsgehältern.
Der häufigste Lohn bleibt der Mindestlohn (SMI)
Die Unterscheidung zwischen Durchschnitts-, Median- und Modalgehalt trennt die reißerische Schlagzeile von der Alltagsrealität. Viele argumentieren, dass das häufigste Gehalt – dasjenige, das die meisten Personen beziehen – deutlich der reine SMI ist. Keine Steuertabelle widerlegt dies. Die Statistik des Finanzamts gruppiert die Daten so, dass das breite Band von 30.000 bis 60.000 Euro alle Gehälter von 31.000, 45.000 oder 59.000 Euro einschließt, wobei diese Gesamtsumme jedes schmale Intervall im unteren Bereich übersteigt.
Kritiker sehen im Band von 30.000 bis 60.000 Euro einen manipulativen Trick. Die technische Rechtfertigung lautet, dass diese Stufen vom Finanzamt zur Anwendung der marginalen IRPF-Sätze (Einkommensteuer) genutzt werden und keine journalistische Erfindung sind. Beides ist wahr: Die Stufen existieren für die Steuerberechnung, ihre Verwendung zur Beschreibung der Lohnverteilung verzerrt jedoch das Bild.
Beamte, öffentlicher Sektor und die Illusion hoher Gehälter
Ein Teil der Analyse behauptet, das Band von 30.000 bis 60.000 Euro werde durch den öffentlichen Dienst aufgebläht. Das Durchschnittsgehalt von Beamten liegt über 30.000 Euro, und mit 3,6 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Sektor machen deren Gehälter einen erheblichen Anteil dieses Bands aus. Die Personalkosten im öffentlichen Dienst wurden auf 172 Milliarden Euro geschätzt, was einem Durchschnitt von 47.777 Euro pro Kopf entspricht. Der Vergleich mit dem privaten Sektor, wo die Mehrheit weniger als 30.000 Euro verdient, nährt die These, dass Spanien einen Verwaltungsapparat trägt, dessen Kosten die übrige Wirtschaft belasten.
Die vollständige Aufschlüsselung zeigt Unterschiede, die überraschen und vor voreiligen Schlüssen genau geprüft werden sollten. Die Zahl der öffentlichen Bediensteten variiert je nach Quelle: Bei 3,6 Millionen liegt der Durchschnitt bei rund 47.000 Euro; bei etwa 3 Millionen übersteigt er 40.000 Euro. Im privaten Sektor bewegt sich das durchschnittliche Bruttoeinkommen hingegen um 21.000 bis 22.000 Euro.
Die Falle der Tarifverträge und freiwillige Zulagen
Jenseits der Statistik hat der Mechanismus, der Löhne faktisch einfriert, einen Namen: die freiwillige Zulage (plus voluntario). Mehrere Unternehmen wenden die tariflich festgelegte Erhöhung des Grundgehalts an und ziehen denselben Betrag von der freiwilligen Zulage ab. Das Ergebnis ist eine Nullrunde für den Arbeitnehmer, während jene, die nur den tariflichen Mindestsatz erhalten, tatsächlich eine Gehaltserhöhung sehen. Dies ist eine stille Methode, um die Lohnsumme nicht wachsen zu lassen, ohne formell gegen den Tarifvertrag zu verstoßen.
Die Folge ist, dass immer mehr Menschen nur den tariflichen Mindestsatz beziehen und die Verteilung nach unten komprimiert wird. Die Steuerstufen des Finanzamts zeichnen meanwhile eine Glockenkurve, die nicht der Erfahrung der Mehrheit entspricht.
Was lässt sich daraus schließen?
Das Band von 30.000 bis 60.000 Euro ist in der Statistik des Finanzamts das bevölkerungsreichste, aber nicht weil die Mehrheit der Spanier dort verdient. Es ist das bevölkerungsreichste, weil es das breiteste ist. Die Behauptung, das häufigste Gehalt in Spanien liege zwischen 30.000 und 60.000 Euro, verwechselt Häufigkeit mit Breite und ignoriert die 17 Millionen Arbeitnehmer, die unterhalb von 30.000 Euro liegen.
Es ist zu erwarten, dass die Debatte bei jeder neuen Veröffentlichung des Finanzamts wieder aufflammt. Der Druck auf den Mindestlohn, die Tarifverhandlungen und die Bedeutung des öffentlichen Sektors werden die Diskussion weiter prägen. Und währenddessen wird der Arbeitnehmer, der 1.200 Euro im Monat verdient, weiterhin auf die Tabelle schauen und sich fragen, in welchem Land der Statistiker lebt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (161 Antworten).
Im BOE vom 7. November 2023 wurden 511 Stellen für Inspektoren der spanischen Finanzverwaltung (AEAT) ausgeschrieben, mit spezifischen Zulagen zwischen 32.521 und 48.098 Euro jährlich.
Ein Tweet mit Sánchez' „Ich liebe dich“ an Begoña Gómez steht im Mittelpunkt einer Debatte über seine Wirkung bei der Mobilisierung von Wählerstimmen und die Reaktion der Rechten.
Nutzer berichten, dass der 'Für dich'-Tab von X ihnen militante Konten und Bots anzeigt; manche führen den Lärm auf Bots zurück, andere kritisieren den Algorithmus, der…
Ein Video eines Mannes mit einer Machete auf einer Straße in San Fernando, Maspalomas, vor einem Kebap-Laden, kursiert in sozialen Medien. Was über den Fall bekannt ist – und was nicht.
Ein auf X verbreitetes Video zeigt einen Mann mit einer Machete auf der Straße in San Fernando de Maspalomas auf Gran Canaria. Wir erklären, was bekannt ist und was nicht.