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Spanien plant Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Ferienwohnungen
Das spanische Wohnungsministerium verhandelt mit Koalitionspartnern über eine Anhebung der Mehrwertsteuer für Ferienwohnungen auf 21%, um sie mit Hotels gleichzustellen.
Wohnungsministerium verhandelt Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Ferienwohnungen auf 21%
Was passiert, wenn die Wohnung, die auf einer Plattform für Urlaubsvermietungen angeboten wird, nicht mehr als Wohnraum besteuert wird, sondern wie ein Hotel? Das spanische Wohnungsministerium hat Verhandlungen mit den üblichen Koalitionspartnern aufgenommen, um ein Gesetz durchzubringen, das die Mehrwertsteuer für Ferienwohnungen auf 21% anhebt und sie damit steuerlich mit Hotels gleichstellt. Dies kündigte Premierminister Pedro Sánchez Anfang des Jahres im Rahmen eines Pakets zur Bewältigung der Krise auf dem Wohnungsmarkt an; nun geht es darum, die nötigen Stimmen zu finden.
Ministerin Isabel Rodríguez leitet die Verhandlungen. In ihrem Umfeld räumt man das arithmetische Problem ein: „Die Mehrheiten sind, was sie sind“, heißt es, und das Parlament hatte zuvor bereits das Bodennutzungsgesetz abgelehnt. Das Paket beschränkt sich nicht nur auf die Mehrwertsteuer: Es umfasst auch den neuen staatlichen Wohnungsplan mit dem Bau dauerhaft öffentlicher Wohnungen, die Mobilisierung der 30.000 Assets der Sareb (spanische Bad-Bank) über die neue Staatswohnungsgesellschaft sowie eine Reform des Steuersystems für REITs (socimis), die Wohnraum kontrollieren, um diese in Richtung erschwinglicher Mieten zu drängen.
Änderungen für Vermieter von Tagesunterkünften
Zunächst muss ein Missverständnis ausgeräumt werden: Die Mehrwertsteuer zahlt der Endverbraucher. Für den Vermieter ist es grundsätzlich egal, ob der Satz bei 10% oder 21% liegt, da er die Steuer auf den Angebotspreis umlegt. Wer drei Nächte an der Küste oder im Stadtzentrum bucht, wird eine höhere Rechnung sehen, und hier beginnt das eigentliche Problem: Wenn der Reisende vergleicht, verliert die Ferienwohnung ihren Preisvorteil gegenüber dem nebenan gelegenen Hotel.
Einige argumentieren, dass die Maßnahme spät kommt und dass Betrug seit Jahren in der Branche verbreitet ist. Nach einer häufig vertretenen Analyse wären die meisten Ferienwohnungen direkt illegal und würden gar nichts zahlen. Unter dieser These bestraft eine Erhöhung des Steuersatzes für jene, die korrekt deklarieren, lässt aber jene unberührt, die schwarz arbeiten. Die offizielle Antwort darauf ist zweifach: mehr Inspektoren und Datenaustausch mit den Plattformen.
Digitale Registrierung und Kontrolle einzelner Zimmer
Katalonien taucht in der Analyse als Labor auf, in dem das komplette Instrumentarium bereits getestet wurde. Dort sind alle Arten von Vermietungen reguliert und behördlich überwacht, einschließlich zeitweiliger Vermietungen, und Preise wurden begrenzt. Eine digitale Registrierung tritt in Kraft, die verpflichtet, Zimmer anzumelden und Verträge nachzuweisen, wobei Zahlungen per Überweisung erfolgen müssen, um Gesetzesumgehungen zu vermeiden. Die Berechnung unter Eigentümern ist unbequem: Wenn der Index für eine Wohnung 700 Euro angibt, führt die Aufteilung dieses Betrags auf angemeldete Zimmer zu Renditen, die nicht mit der Hypothek übereinstimmen.
Die Falle liegt bei jenen, die das Wohnzimmer in ein weiteres Zimmer umgewandelt haben, inklusive Umbauarbeiten. Hier greift die Regulierung doppelt, sowohl städtebaulich als auch steuerlich. Es ist die Rede von der Einstellung von rund hundert Inspektoren, um Fälle aufzuspüren, die bei der Verschärfung der Regeln für Langzeitmieten in temporäre Vermietungen und Einzelzimmervermietung ausgewichen sind.
Tourismus als Industrie und die Kosten für Anwohner
Der andere Aspekt der Angelegenheit ist nicht steuerlicher Natur, sondern betrifft das Zusammenleben. In Vierteln, die nie touristisch geprägt waren, nehmen Inserate zu, und in Provinzhauptstädten sowie Küstenregionen ist der Anteil bereits beträchtlich. Die Beschwerde wiederholt sich: Ein Wohngebäude ist nicht dafür ausgelegt, Aufenthalte von fünf Tagen zu beherbergen, und die Nachbarschaft trägt Lärm, Kosten und Abnutzung, ohne am Geschäft beteiligt zu sein.
Demgegenüber steht das klassische wirtschaftliche Argument: Ein großer Teil des Landes lebt vom Tourismus, und es gibt kurzfristig keinen industriellen Plan, der ihn ersetzen könnte. Den Sektor zu schädigen, so heißt es, sei das Letzte, was man tun sollte. Die Gegenposition lautet, dass eine Industrie mit niedrigen Löhnen und hohen externen Kosten Städte in Themenparks verwandelt und Bewohner immer weiter verdrängt, mit höheren Transportkosten und geringerer Lebensqualität. Und wenn die nächste Krise kommt, bricht das Konstrukt von selbst zusammen.
Bleibt der Punkt, den niemand bestreitet: Der Gesetzgebungsprozess erfordert externe Unterstützung, die derzeit nicht gesichert ist. Mit unklarer parlamentarischer Arithmetik ist die 21%-Mehrwertsteuer für den Tourismussektor vorerst eine Vereinbarung mit einem Verhandlungsdatum, aber ohne Genehmigungsdatum.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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