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Spanien: Notfallhammer des verunglückten AVE brach, bevor das Glas nachgab
Ein Überlebender des verunglückten spanischen AVE-Zugs berichtet, dass der Hammergriff brach, ohne dass das Fenster nachgab. Der Grund: Nicht jedes Zugfenster ist gleich.
Der Notfallhammer, der brach, bevor das Glas nachgab
Was nützt ein Notfallhammer, der bricht, bevor das Glas nachgibt? Ein Überlebender des verunglückten AVE-Hochgeschwindigkeitszugs in Spanien beschrieb es in seiner Aussage bei Minute 8:16: Der Hammergriff gab nach, das Fenster blieb an seinem Platz. Es war kein Einzelfall. Eine weitere Passagierin desselben Zugs erzählte dasselbe, und das Thema kam am Tag des Unglücks in einer Fernsehsendung zur Sprache. Das Werkzeug ist auf dem Papier dafür ausgelegt, ein Loch in die Glasscheibe eines havarierten Zugs zu schlagen. In der Praxis öffnete es, so diejenigen, die es benutzten, gar nichts.
Was die Anwender sagen und was die Konstrukteure sagen
Der Bericht der Passagiere ist hartnäckig: Der Hammer schlägt, das Glas hält stand, der Griff bricht. Die am häufigsten genannte technische Erklärung verweist auf ein Detail, das fast niemand kennt, bis er fliehen muss: Nicht alle Scheiben eines Zugs sind gleich. Fenster, die mit einem roten Punkt oder Kreis markiert sind, bestehen aus thermisch vorgespanntem Glas, das beim Aufprall zerfällt. Der Rest ist in der Regel Verbund- oder Panzerglas, das dafür gedacht ist, die Splitter an Ort und Stelle zu halten. Dort zu schlagen bedeutet, gegen eine Wand zu schlagen.
Manche behaupten, die Hämmer funktionieren an jedem Fenster, wenn die Hauptausgänge blockiert sind; andere sagen das Gegenteil. Der Streit ist nicht geringfügig: Er entscheidet darüber, ob ein Passagier die Sekunden, die ihm nicht bleiben, auf die richtige Scheibe oder auf eine verschwendet, die niemals nachgeben wird. Und der Verschleiß spielt eine Rolle. Das Plastik der Griffe altert in der Sonne, und wenn ein Wagen mit Jahrzehnten an Bord nicht ausgetauscht wird, wird ein kleiner Hammer schon gar nicht ersetzt.
Warum bricht der Griff und nicht das Glas?
Weil das Material des Griffs das schwächste Glied in der Kette ist. Ein billiger Notfallhammer, der jahrelang ultravioletter Strahlung ausgesetzt ist, verliert an Festigkeit und versagt genau dann, wenn er am meisten gefordert wird. Die Szene wiederholt sich: ein fester Schlag, intaktes Glas, gebrochener Griff. Der Passagier hält ein Stück Plastik in der Hand und steht vor einem Fenster, das nicht nachgibt.
Die andere Seite des Problems ist das Fehlen von Anweisungen. Im Flugzeug erklärt die Besatzung vor dem Start, wo sich der Notausgang befindet und wie die Schwimmweste benutzt wird. Im Zug erklärt niemand etwas. Der Vergleich, der kursiert, ist aussagekräftig: Der Hammer ist der Fallschirm, und niemand zeigt dir, wie man ihn benutzt.
Kurz gesagt: Das Gerät existiert, ist zertifiziert und steht vermutlich in irgendeinem Handbuch, das niemand gelesen hat. Was fehlt, ist, dass jemand es wirklich testet, dass der Griff hält und dass die Passagiere wissen, wo sie schlagen müssen, bevor der Zug abrupt zum Stehen kommt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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