Gefängnisse nach Bukele-Vorbild und Abschiebung: Das diskutierte Paket
Ein Paket aus dreizehn Maßnahmen, ohne Nuancen und mit der Warnung, dass es zu spät kommt. Der Ausgangspunkt des Vorschlags ist eine Prämisse, die der Unterzeichner als unbestreitbar ansieht: Die Rückführung von Millionen Menschen ist nicht möglich, daher bleibt nur eine harte Realpolitik. Geschlossene Grenzen auf See und in der Luft, Zurückweisung von Booten in internationale Gewässer, fünfzehn Großgefängnisse im Land verteilt und ein Strafgesetzbuch, das heute administrative Verstöße zu Straftaten macht. Alkohol trinken im Park, drei Monate Gefängnis. Fahren ohne Führerschein, drei Jahre. Nichtzahlung der Miete, zwei Jahre.
Der Vorschlag beschränkt sich nicht auf Bestrafung. Er skizziert ein Zwei-Klassen-System, in dem der Zugang zu sozialen Diensten, Wohnraum und Wahlrecht von Herkunft und Aufenthaltsdauer abhängt. Vierzig Jahre lang kein Anspruch auf Sozialleistungen, Pflicht zum Abschluss einer privaten Krankenversicherung während dieses Zeitraums, Verbot des Immobilienkaufs und vollständiger Ausschluss der Familiennachzug. Das Wahlrecht wird jenen vorbehalten, die drei Generationen spanischer Abstammung haben. Und eine Klausel zur Arbeitsleistung: Sechs Monate ohne Arbeit für einen Migranten bedeuten Abschiebung; ein Jahr für einen Eingebürgerten bedeutet Entzug der Staatsangehörigkeit und Ausreise.
Was geantwortet wird, wenn jemand die Massenrückkehr fordert
Der erste Vorwurf gegen das Paket lautet, dass es zu kurz greift. Die häufigste Einspruch ist nicht rechtlicher Natur, sondern betrifft den Umfang: Es fehlt das Wichtigste, nämlich die vollständige Umkehrung des Prozesses. Wer dies schreibt, entwickelt den Vorschlag nicht weiter, und der Autor des Plans antwortet mit einem Argument der Realistik: Zu fordern, dass alle gehen, sei so unrealistisch wie jeden Abend mit Models schlafen zu wollen. Die Diskussion spitzt sich genau dort zu, an der Grenze zwischen dem Wünschenswerten und dem Durchführbaren.
Ab diesem Punkt wird der Katalog erweitert. Es wird vorgeschlagen, dass Gefangene ihre Strafe im Herkunftsland verbüßen und die Abschiebung endgültig ist, alle verliehenen Staatsbürgerschaften – durch Geburt oder Antrag – widerrufen werden, Antiterrorgesetzgebung auf organisierte Banden angewendet wird und die Todesstrafe für Mörder gilt. Der Autor des Plans akzeptiert einige Punkte, erklärt andere im geltenden Rechtsrahmen für undurchführbar und verwirft den letzten aus praktischen Gründen: Bei der Anwendung kann nicht zwischen Inländern und Ausländern unterschieden werden.
Das Gesundheitswesen erscheint als Konsensfeld. Die Idee, dass Ausländer Marktpreise für medizinische Versorgung zahlen müssen, taucht in mehreren Beiträgen auf, und der Autor betrachtet dies durch die obligatorische Versicherung als abgedeckt. Auch besteht Einigkeit über eine arbeitsbezogene Schwelle: Mehr als drei Monate Arbeitslosigkeit innerhalb eines Zweijahreszeitraums bedeuten, dass man kein benötigter Arbeitnehmer ist.
Melderegister, Abkommen und Hilfen als Hebel
Die Maßnahme, die ohne Diskussion am meisten Unterstützung findet, ist zugleich die billigste aller: Personen ohne ordnungsgemäße Dokumente nicht mehr im Melderegister (Padrón municipal) erfassen. Das Argument lautet, dass das Register die Tür zu allen anderen Leistungen ist und man heutzutage mit einem Mietvertrag darauf zugreifen kann. Daraus ergibt sich eine Reihe von Vorschlägen zum Wohnungswesen: Vermietung an irregulär Aufhältige unter Androhung abschreckender Geldbußen verbieten, den Anteil ausländischer Bewohner pro Gebäude begrenzen, den Kauf von Grundstücken verhindern und Wohnraum für nationale Arbeitnehmer reservieren, wobei Touristen nur Hotels und regulierte Unterkünfte bleiben.
Der zweite Block greift den Fluss über die Geldseite an. Die Abschaffung des Existenzminimums (Ingreso mínimo vital), des Grundeinkommens und anderer Hilfen würde laut dieser Analyse die Arbeit erledigen, die kein Gesetz braucht: Der Markt würde sich selbst anpassen. Hinzu kommen die Aussetzung von Abkommen mit Drittländern, der Entzug von Hilfen für Personen, die länger als sechs Monate arbeitslos sind, und ein Programm für freiwillige Rückkehr, das Familien in den ersten zwei Jahren mit fünfzehntausend Euro unterstützt.
Es gibt eine Strömung, die den Fokus auf Beschäftigung verlagert. Wenn ein Unternehmen im Ausland einstellen will, soll es teurer sein: Zuschläge auf Sozialversicherungsbeiträge, private Krankenversicherung auf Kosten des Arbeitgebers und, wenn der Vertrag endet, sechs Monate Deckung, bevor die Genehmigung erlischt. Die härteste Variante knüpft jede ausländische Einstellung daran, dass die nationale Arbeitslosigkeit unter ein Prozent sinkt.
Das Hindernis, das niemand bestreitet: Wer setzt es um?
Die unbequemste Kritik richtet sich nicht gegen die Maßnahmen, sondern gegen die Möglichkeit ihrer Umsetzung. Es wird argumentiert, dass all dies eine Macht erfordert, die tatsächlich Willens ist, dies zu tun, und dass diese Macht nicht sichtbar ist, weil sie gebunden ist. Die am häufigsten wiederholte Antwort auf diesen Einwand lautet, dass das Gesetz geändert werden kann, aber dies bedeutet, EU-Richtlinien zu verlassen und den Preis des Souveränitätsverlustes zu zahlen. Andere fassen es in einem Satz zusammen: Erst muss man die beiden Parteien, die sich an der Regierung abwechseln, ablösen, und dann alles Weitere.
Angesichts der institutionellen Diagnose entsteht ein lokaler Weg. Nicht in bestimmten Geschäften einkaufen, auf zivilwidriges Verhalten hinweisen, sich gegen Änderungen in Schulmenüs oder Lehrplänen mobilisieren, kulturelles Erbe im unmittelbaren Umfeld vermitteln. Dies ist der einzige Vorschlag, der nicht davon abhängt, dass sich oben etwas ändert, und wahrscheinlich der einzige, den jeder morgen umsetzen kann.
Die Zahl, die das Gesamtbild erschüttert: Ein Teilnehmer berechnet, dass es ausreichen würde, alle Hilfen zurückzuziehen, beginnend mit Beschäftigung und irregulärer Registrierung, damit achtzig Prozent innerhalb einer Woche gehen. Wenn das wahr wäre, läge das Problem nicht an den Mitteln, sondern am Willen.
Was, wenn der Flaschenhals nie das Gesetz war?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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