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Sonnenfinsternis legt Generations- und Rentenkonflikt in Spanien offen
Ein Rentner auf dem Dorf lacht über die Finsternis: seine Rente von 1.500 Euro, Wohnungen in Peseten gekauft und der Generationenkrieg, der hinter dem Phänomen aufkeimt.
Zwei Spanien vor der Finsternis: das eine besessen, das andere am Lachen
Ein älterer Mann, abgetragene Mütze und ein halbes Lächeln, betrachtet die Sonnenfinsternis mit der Geringschätzung eines Menschen, der schon Seltsameres gesehen hat. „Ich habe nichts gespürt“, sagt er. „Mehr gespürt habe ich bei den tausend Malen, wenn ich hier hochgestiegen bin, um Kaninchen zu jagen.“ Neben ihm jubeln junge Paare mit zertifizierten Schutzbrillen über den unglaublichen Moment. Es ist das Bild zweier Spanien.
Die Anekdote, die sich in den sozialen Medien wie ein Lauffeuer verbreitete, hat eine alte Wunde wieder aufgerissen: die Kluft zwischen denen, die das Phänomen als Geschenk des Kosmos feiern, und denen, die es mit der Gleichgültigkeit abtun, die man hat, wenn man alles schon gesehen hat. Aber hinter dem Gelächter steckt mehr als astronomische Skepsis. Ein wirtschaftlicher Groll zeigt sich, der seit Jahren brodelt.
Von der Finsternis zum Rentenkrieg
Der Lachende ist der Rentner, der eine Rente von über 1.500 Euro bezieht, seine Wohnungen für 5 Millionen Peseten kaufte und sie heute für 1.000 Euro im Monat vermietet. Der Nichtlachende ist der Mieter, der in Schichtarbeit mit Mittagspause arbeitet, einen 40-Jahres-Kredit für eine 60-Quadratmeter-Wohnung hat und es mit Glück morgens um acht ins Gesundheitszentrum schafft, mit dunklen Ringen unter den Augen vom Frühaufstehen. Das Bild des Mannes, der mitten am Morgen durch die Einkaufspassage Richtung Bar schlendert, ist der perfekte Kontrapunkt zum jungen Arbeitnehmer, der sich verausgabt.
Es gibt ein drittes Spanien, das nicht einmal in den Himmel blicken konnte: dasjenige, das im exakten Moment der Finsternis arbeitete, ohne die Möglichkeit, das Messer beiseitezulegen und das Schauspiel zu bewundern. Es ist das Spanien, das es sich nicht leisten kann anzuhalten, nicht einmal für ein Phänomen, das erst in Jahrzehnten wieder zu sehen sein wird.
Am Ende hat die Sonnenfinsternis kein kosmisches Rätsel offengelegt, sondern die Gewissheit, dass die Distanz zwischen denen, die sie als einzigartiges Erlebnis erlebten, und denen, die sie als Farce sahen, nicht in Neigungsgraden gemessen wird, sondern in Euro Rente, in Quadratmetern Wohnraum und in Jahren Kreditlaufzeit. Dass ein Mann über die Schwerkraft lacht, ist die kleinste Sache; dass er Gründe hat, über alles andere zu lachen, ist eine andere Geschichte.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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