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Sonia Ferrer und der Doppelstandard bei Migranten und Flüchtlingen
Die Sonia Ferrer zugeschriebene Aussage über afrikanische Migranten und ukrainische Flüchtlingsfrauen deckt einen gesellschaftlichen Doppelstandard mit unbequemer wirtschaftlicher Grundlage auf.
Der Doppelstandard, den Sonia Ferrer auf den Tisch bringt
Was Sonia Ferrer zugeschrieben wird, ist keine These zur Migrationspolitik, sondern eine Landkarte der Kränkungen. Die Behauptung, die in sozialen Netzwerken kursiert, besagt, dass es einen Unterschied macht, ob eine Sozialpädagogin eine Beziehung mit einem afrikanischen Migranten oder mit einem ukrainischen Flüchtling führt. Niemand streitet die Beziehung ab. Gestritten wird darüber, wer sie führt und wem man was verzeiht.
Zwei ähnliche Beziehungen, zwei verschiedene Maßstäbe
Die Strömung, die diese Asymmetrie verteidigt, behauptet, dass eine Spanierin, die sich mit einem afrikanischen Migranten liiert, keine gesellschaftliche Missbilligung erfährt, während ein Spanier, der sich mit einer ukrainischen Flüchtlingsfrau liiert, angeprangert, verspottet und zur Rechtfertigung gezwungen würde. Das Argument besteht darauf, dass der Unterschied nicht in der Beziehung liegt, sondern in der Herkunft des anderen Teils und im Geschlecht der Person, die ihn wählt.
Dagegen steht ein berechtigter Einwand: Die beiden Situationen sind weder rechtlich noch wirtschaftlich gleichwertig. Eine ukrainische Flüchtlingsfrau kommt meist in einer prekären administrativen Lage und mit materieller Abhängigkeit an; ein Migrant im erwerbsfähigen Alter nicht unbedingt. Aus dieser realen Ungleichheit entsteht ein Großteil des gesellschaftlichen Urteils, und sie mit bloßem Vorurteil zu verwechseln, vereinfacht zu sehr.
Die wirtschaftliche Rechnung hinter dem sarracena Urteil
Wo die Sache die Wirtschaft berührt, ist die Wahrnehmung der Kosten. Ein oft wiederholtes Argument lautet, dass manche Beziehungen als gratis und andere als Last gelesen werden: Die Prekarität derjenigen, die vor einem Krieg fliehen, bestimmt, wie die Beziehung gedeutet wird. Es ist keine Sarracena, es ist emotionale Buchhaltung im Gewand.
Darunter schlägt der demografische Nerv. Paarbildung und Geburtenrate gehen seit Jahren bergab, und jede Debatte darüber, wer sich mit wem liiert, funktioniert am Ende als Thermometer dieser Angst.
Ein Großteil der öffentlichen Erwiderung ging dagegen direkt zur persönlichen Diffamierung Ferrers über. Auf diesem Terrain wird nichts diskutiert: Es bestätigt nur, dass die Sache einen Nerv trifft, der nicht der wirtschaftliche ist.
Wenn das Muster so bleibt, wird die nächste Kontroverse dieser Art genauso gelöst: viel identitäres Geschrei und wenig Gespräch darüber, warum wir dieselbe Beziehung je nach Herkunft der anderen Person unterschiedlich bewerten. Aber vielleicht schaut angesichts der demografischen Lage am Ende jemand auf die Zahlen statt auf die Fahnen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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